Examensarbeit, 2015
58 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Einführung in die Thematik der Unterrichtsstörungen
2.1 Definition Unterrichtsstörung
2.2 Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen
2.3 Ursachen von Unterrichtsstörungen
2.4 Absichten von Unterrichtsstörungen
2.5 Wahrnehmung von Unterrichtsstörungen
2.6 Folgen von Unterrichtsstörungen
3. Möglichkeiten des Lehrerhandelns
3.1 Prävention
3.1.1 Unterrichtsebene
3.1.2 Beziehungsebene
3.2 Intervention
3.2.1 Wann ist Intervenieren sinnvoll?
3.2.2 Interventionsstrategien
3.2.3 Evaluation
3.2.4 Gespräche
3.2.5 Strafen
3.2.6 Hilfe von außen
4. Grenzen des Lehrerhandelns
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche konkreten Handlungsspielräume Lehrkräften zur Verfügung stehen, um mit Unterrichtsstörungen professionell umzugehen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Balance zwischen präventiven Maßnahmen, die ein störungsarmes Lernumfeld fördern sollen, und intervenierenden Strategien für bereits eingetretene Störsituationen, wobei die Rolle der Lehrperson und die Lehrer-Schüler-Beziehung kritisch beleuchtet werden.
2.1 Definition Unterrichtsstörung
Das Problem bei einem solch vielschichtigen Begriff wie der „Unterrichtsstörung“ ist, dass eine absolute Definition kaum zu erreichen ist. Im Folgenden sollen verschiedene Definitionen von unterschiedlichen Autoren vorgestellt und erörtert werden. Denn auch, wenn es keine vollkommene Definition gibt, so erhält man doch aus dem Betrachten verschiedener Ansätze ein schlüssiges Gesamtbild. Im Anschluss erfolgt noch ein eigener Definitionsversuch aus der Verbindung der erörterten Definitionen.
Keller (2010) definiert Unterrichtsstörungen wie folgt: „Unterrichtsstörungen sind unterschiedliche Formen abweichenden Verhaltens, die das Lehren und Lernen mehr oder weniger stark beeinträchtigen.“ (Keller 2010, S. 21) Die Definition von Keller ist sehr vage gehalten, was aber gleichzeitig den Vorteil bietet, dass sie nicht ausschließend wirkt. Denn Fakt ist, dass es sehr viele verschiedene Formen von Unterrichtstörungen geben kann. Es wird nicht nur die Lehrkraft in ihrem Lehren, sondern auch die Schüler in ihrem Lernen gestört werden können. Zudem wird daraufhin gewiesen, dass der Schweregrad von Störungen variieren kann. Er erweitert seine Definition damit, dass Störungen nicht objektiv, sondern abhängig von der Interpretation durch die Person sind. Sprich, nur weil die eine Lehrkraft das Verhalten in einer bestimmten Situation als störend ansieht, heißt das nicht, dass wenn sich die Situation verändert oder es sich um eine andere Lehrperson handelt das Verhalten ebenfalls als Störung angesehen wird. Dieser stark subjektive Aspekt der Wahrnehmung von Störungen wurde bereits bei Cassel und Dreikurs (1975) angesprochen und findet sich auch bei anderen Autoren wieder. (Keller 2010, S.21)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Unterrichtsstörungen eine erhebliche Belastung für Lehrer und Schüler darstellen und ein systematisches Verständnis sowie wirksame Methoden für den Berufsalltag essenziell sind.
2. Einführung in die Thematik der Unterrichtsstörungen: Hier werden Definitionen, Ursachen, Erscheinungsformen und die subjektive Wahrnehmung von Störungen theoretisch fundiert, um das Verständnis für das Kräftespiel im Unterricht zu schärfen.
3. Möglichkeiten des Lehrerhandelns: Dieses Kapitel stellt konkrete Maßnahmen vor, die sich in Präventionsstrategien (Unterrichts- und Beziehungsebene) sowie Interventionsmöglichkeiten (wie Gespräche, Strafen oder Evaluation) unterteilen.
4. Grenzen des Lehrerhandelns: Das Kapitel thematisiert die Beschränkungen professionellen Handelns und verdeutlicht, dass ein vollkommen störungsfreier Unterricht eine didaktische Fiktion bleibt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, trotz unvermeidbarer Grenzen durch professionelle Prävention und reflektierte Intervention die Belastung durch Störungen zu minimieren.
Unterrichtsstörung, Lehrerhandeln, Prävention, Intervention, Klassenführung, Disziplin, Lehrer-Schüler-Beziehung, Klassenklima, Erziehungsstil, Normabweichung, Sozialisation, Selbstreflexion, pädagogische Kompetenz, Konfliktbewältigung, Schülerverhalten
Die Arbeit behandelt das Phänomen von Unterrichtsstörungen im schulischen Alltag und analysiert, welche Handlungsmöglichkeiten Lehrkräften offenstehen, um diese Herausforderung zu bewältigen.
Zu den Kernbereichen gehören die Definition und Ursachenforschung, die präventive Gestaltung von Unterricht und Beziehungen sowie die verschiedenen Interventionsstrategien, die bei auftretenden Störungen angewendet werden können.
Ziel der Arbeit ist es, Lehrkräften einen fundierten Überblick über effektive Handlungsmöglichkeiten zu verschaffen, um den professionellen Umgang mit Störungen zu verbessern und Belastungen im Unterrichtsalltag zu reduzieren.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender pädagogischer Literatur und empirischer Ansätze, um ein systematisches Modell für das Lehrerhandeln bei Störungen zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Thematik der Störungen sowie die detaillierte Darstellung von Möglichkeiten des Lehrerhandelns, unterteilt in Prävention und Intervention.
Die zentralen Begriffe sind Unterrichtsstörung, Lehrerhandeln, Klassenführung, Prävention, Intervention sowie die Beziehungsebene zwischen Lehrkraft und Schülern.
Die Prävention ist nachhaltiger, da sie darauf abzielt, Störungen gar nicht erst entstehen zu lassen, während die Intervention eine unmittelbare Reaktion auf bereits eingetretene Probleme erfordert.
Es beschreibt, dass Schüler Regeln auszutesten versuchen, um herauszufinden, wie diese in verschiedenen Kontexten oder bei verschiedenen Lehrpersonen gelten, was ein normaler Teil der kindlichen Entwicklung ist.
Lob wird als problematisch eingestuft, wenn es lediglich auf das Ergebnis fixiert ist und den Schüler von der Bestätigung durch die Lehrkraft abhängig macht, anstatt das Bemühen und die intrinsische Motivation zu fördern.
Sie ist entscheidend, damit Lehrkräfte nicht nur die Fehler bei den Schülern suchen, sondern ihren eigenen Unterricht kritisch hinterfragen und so zu einer Professionalisierung ihres Handelns gelangen.
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