Diplomarbeit, 2005
70 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Grundbegriffe und Einschränkungen
2 Theoretische Grundlagen der Geschäftsprozessmodellierung
2.1 Geschäftsprozessmodellierung
2.1.1 Modelle
2.1.2 Modellierungsmethoden
2.1.3 Modellierungswerkzeuge
2.2 Allgemeine Modellierungsanforderungen
2.2.1 Formale Modellierungsanforderungen
2.2.2 Informale Modellierungsanforderungen
2.3 Methoden zur Modellierung von Geschäftsprozessen
2.3.1 Prozessorientierte Methoden
2.3.2 Objektorientierte Methoden
2.4 Prozessführung
2.4.1 Kritische Erfolgsfaktoren
2.4.2 Führungsgrößen für Prozesse
3 Analyse der Geschäftsprozesse bei der Firma GHL-Computer GmbH
3.1 Das Unternehmen
3.2 Techniken zur Ermittlung des Ist-Zustandes
3.3 Auswertung der Fragebögen
3.3.1 Bestellprozess
3.3.2 Einkaufsprozess
3.3.3 Service-Prozess
3.3.4 Rechnungsstellung
3.4 Aufgabe und Aufgabenanalyse
3.4.1 Aufgabe
3.4.2 Aufgabenanalyse
4 Reengineering der Geschäftsprozesse bei der Firma GHL-Computer GmbH
4.1 Verbessern
4.1.1 Fehlerquellen und Potenziale erkennen
4.1.2 Prioritäten setzen
4.1.3 Neues Zeitmanagement
4.1.4 Verbessertes Qualitätsmanagement
4.2 Verändern
4.2.1 Effiziente Abläufe schaffen
4.2.2 Verantwortliche benennen
5 Empfehlungen zur technischen und organisatorischen Implementierung (der Geschäftsprozesse)
5.1 Voraussetzungen
5.1.1 Richtig Führen
5.1.2 Mitarbeiter motivieren
5.1.3 Mögliche auftretende Probleme
5.2 Technische Umsetzung
5.2.1 Möglichkeiten des Warenwirtschaftssystems
5.2.2 Unterstützung der Einkaufsliste
5.2.3 Online-Serviceaufträge
5.2.4 Customer Relationship Management Software
5.3 Ableitung kritischer Erfolgsfaktoren für Prozesse
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die aktuellen Arbeitsabläufe bei der GHL-Computer GmbH zu dokumentieren, Schwachstellen zu identifizieren und durch den Ansatz des Business Reengineering kundenorientiertere sowie effizientere Prozesse zu etablieren, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
3.3.1 Bestellprozess
Da es momentan keinen einheitlichen Ablauf gibt, wurde versucht, den Prozess so abzubilden, wie er in den Fragebögen am häufigsten beschrieben wurde. Außerdem soll an Hand dieser Beschreibung verdeutlicht werden, wo die Mängel der aktuellen Vorgehensweise liegen. Daher werden auch die momentan unterschiedlichen Abläufe hervorgehoben.
Nachdem eine Bestellung eingegangen ist, wird zunächst geprüft, ob es sich um einen Lagerartikel handelt oder nicht. Handelt es sich um einen Lagerartikel, so stellt sich der Ablauf leichter dar. Der Kunde wird gefragt, ob er eine ordentliche Rechnung benötigt, dies ist in 99 Prozent der Fälle bei Firmenkunden so, oder ob ihm ein Kassenbeleg mit ausgewiesener Mehrwertsteuer reicht. Im Anschluss daran wird der entsprechende Beleg erstellt und die Ware ausgehändigt.
Schwieriger wird es, wenn es sich nicht um einen Lagerartikel handelt. In einem solchen Fall gibt es momentan verschiedene Abläufe. Handelt es sich um einen Privatkunden, so wird zur Zeit teilweise die Bestellung des Kunden „nur“ aufgenommen und samt Name und Telefonnummer in die Einkaufsliste eingetragen. An dieser Stelle schleichen sich auch gelegentlich Fehler ein, d. h. es wird zum Beispiel die Telefonnummer falsch eingetragen. Sind die Stammdaten des Kunden nicht im Warenwirtschaftssystem hinterlegt, so ist es nicht möglich, auf Grund der fehlenden restlichen Daten, wie z. B. Straße und Hausnummer, den Kunden zu ermitteln und zu informieren, sobald die Ware eingetroffen ist.
Daher gibt es noch einen zweiten Weg der angewandt wird: Geht eine Bestellung über einen nicht lagermäßigen Artikel ein, so wird eine Auftragsbestätigung angelegt und sofern der Kunde eine Kopie wünscht, in zweifacher Form ausgedruckt. Auf diese Weise sind bei der entsprechenden Auftragsbestätigung alle Stammdaten hinterlegt. Handelt es sich um einen Kunden, dessen Stammdaten noch nicht erfasst sind, so werden diese vor der Erstellung der Auftragsbestätigung im System erfasst. So ergibt sich die Möglichkeit einen Fehler, wie zum Beispiel eine falsch erfasste Telefonnummer, leichter zu beheben, da noch die restlichen Stammdaten vorhanden sind. Die Ware von der Auftragsbestätigung wird dann in der Einkaufsliste eingetragen mit dem Vermerk „siehe AB’s“. Auf Grund dieses Vermerkes weiß der Lagerist, wo der entsprechende Beleg zu finden ist, wenn die Ware eintrifft.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung und der Zielsetzung zur Prozessoptimierung bei der GHL-Computer GmbH.
2 Theoretische Grundlagen der Geschäftsprozessmodellierung: Einführung in Modelle, Modellierungsmethoden und die Bedeutung der Prozessführung sowie kritische Erfolgsfaktoren.
3 Analyse der Geschäftsprozesse bei der Firma GHL-Computer GmbH: Untersuchung der Ist-Situation durch Mitarbeiterbefragung, insbesondere bei Bestell-, Einkaufs- und Serviceprozessen.
4 Reengineering der Geschäftsprozesse bei der Firma GHL-Computer GmbH: Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen durch Priorisierung, Zeitmanagement und prozessuale Neugestaltung mittels eEPK.
5 Empfehlungen zur technischen und organisatorischen Implementierung (der Geschäftsprozesse): Strategien zur Mitarbeitermotivation, technischen Optimierung durch CRM und Anbindung der Einkaufsliste.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen.
Geschäftsprozessmodellierung, Business Reengineering, GHL-Computer GmbH, eEPK, Qualitätsmanagement, CRM, IT-Dienstleister, Prozessoptimierung, Warenwirtschaftssystem, Serviceauftrag, Kundenzufriedenheit, Prozessführung, Fehleranalyse, Bestandsmanagement, Datenmodellierung
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung ineffizienter Geschäftsprozesse bei dem IT-Dienstleister GHL-Computer GmbH, um eine höhere Arbeitseffizienz und bessere Servicequalität zu erreichen.
Die zentralen Felder umfassen die Prozessmodellierung, das Qualitätsmanagement, das Zeitmanagement sowie die technische Unterstützung durch Warenwirtschaftssysteme und CRM-Software.
Das primäre Ziel ist es, die bestehenden, informellen Arbeitsabläufe zu dokumentieren, Fehlerquellen durch Reengineering zu eliminieren und eine Grundlage für effizientere, kundenorientiertere Arbeitsprozesse zu schaffen.
Es werden Methoden der Geschäftsprozessmodellierung, insbesondere ereignisgesteuerte Prozessketten (eEPK) sowie die Analyse von Erfolgsfaktoren und eine schriftliche Mitarbeiterbefragung verwendet.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die IST-Analyse der bestehenden Prozesse, die Identifikation von Schwachstellen und die Konzeption neuer Soll-Prozesse inklusive technischer Empfehlungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Business Reengineering, Geschäftsprozessmodellierung, CRM-Systeme und Prozessoptimierung geprägt.
Die Einkaufsliste ist ein zentrales Werkzeug auf Basis einer MySQL-Datenbank, das den Bestellprozess über verschiedene Abteilungen hinweg koordiniert und als Schnittstelle für den Warenfluss dient.
Das CRM-System soll die bisher isolierten Stammdaten vereinen, die Kundenkommunikation zentralisieren und durch Schnittstellen zum Warenwirtschaftssystem manuelle Fehlerquellen reduzieren.
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