Fachbuch, 2019
87 Seiten
1 Grundlegung der Arbeit
1.1 Gegenstand der Arbeit
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Themenabgrenzung
2 Gegenwärtige Situation der deutschen Bauindustrie
2.1 Hohe Nachfrage nach Wohnraum und Kapazitätsengpässe
2.2 Fehlende Automatisierung und stagnierende Arbeitsproduktivität
2.3 Innovationshemmnisse und Potenziale der Digitalisierung
3 Funktionsweise des 3D-Gebäudedrucks
3.1 Historie
3.2 Technische Methoden
3.2.1 Contour Crafting
3.2.2 Concrete Printing
3.2.3 D-Shape
3.3 Aktueller Stand der Anwendungspraxis
4 Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen konventionellem Bau und 3D-Gebäudedruck
4.1 Arbeitskräfte
4.1.1 Arbeitssicherheit
4.1.2 Fachkräftemangel und Arbeitnehmerstruktur
4.1.3 Menschliche Ausführungsfehler
4.2 Qualität
4.2.1 Material
4.2.2 Bewehrung
4.2.3 Wärmedurchgang
4.3 Bauablauf und Bauzeit
4.3.1 Planung
4.3.2 Ausführung
4.3.2.1 Baustelleneinrichtung
4.3.2.2 Fundament
4.3.2.3 Wände
4.3.2.4 Variante 1: Apis Cor
4.3.2.5 Variante 2: CONPrint3D
4.3.2.6 Weitere Geschosse
4.4 Baukosten und Bauzeit
4.4.1 Variante 1: Apis Cor
4.4.2 Variante 2: CONPrint3D
4.4.3 Weitere Einflussgrößen
4.5 Nachhaltigkeit
4.6 Einsatzbereiche
5 Ergebnisanalyse
5.1 SWOT-Analyse
5.1.1 Stärken
5.1.2 Schwächen
5.1.3 Chancen
5.1.4 Risiken
5.2 Notwendige Faktoren für die Implementierung der 3D-Druck Methode
5.2.1 Anreizsysteme für Investition
5.2.2 Schaffung von Standards
5.2.3 Entwicklung durch Kooperation
6 Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht den mobilen 3D-Druck als technologische Innovation in der Baubranche, um Potenziale zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur Lösung von Kapazitätsengpässen zu identifizieren und einer konventionellen Bauweise gegenüberzustellen.
3.2.1 Contour Crafting
Das CC ist eine additive Fertigungstechnologie, welche vom Computer gesteuert wird und sehr große Objekte mit Abmessungen von mehreren Metern zuverlässig ausdrucken kann. Sie bedient sich dem Extrusionsverfahren, bei dem Beton durch eine Drüse extruiert wird. Diese Drüse bewegt sich mithilfe von Gerüstsystemen, Roboterarm o.ä. entlang der Gebäudekonturen und lagert eine Schicht Beton ab. Ist die Drüse die gesamte Gebäudekontur abgefahren, setzt sie ohne Pause wieder am Startpunkt an und druckt eine weitere Betonschicht auf die darunterliegende. Je nach Durchmesser der Drüse und Druckmethode kann so ein wellenförmiger Wandaufbau, eine Vollwand oder lediglich eine Wandschalung gedruckt werden (siehe Kapitel 4.3.2). An eine Wandschalung würde sich dementsprechend noch ein Füllprozess anschließen, bei dem Beton in die gedruckte Schalung gegossen wird, um den Bauteilkern aufzubauen.
Eines der Hauptmerkmale des CC ist die Verwendung von zwei Kellen, die als zwei planare Oberflächen wirken und das gedruckte Objekt glatt und präzise machen. Diese ermöglichen die Erstellung von verschiedenen Oberflächenformen, ohne dafür verschiedene Spachtelwerkzeuge zu benötigen. In Abbildung 4 ist zu erkennen, dass die Extrusionsdrüse über eine obere und eine seitliche Kelle verfügt. Das Traversieren der Kellen während des Extruierens des Materials erzeugt eine glatte obere und äußere Schicht. Je nach Einstellung der Seitenkelle können auch nicht orthogonale Oberflächen hergestellt werden.
1 Grundlegung der Arbeit: Einführung in die Problematik der stagnierenden Bauindustrie und Vorstellung der 3D-Druck-Technologie als innovativer Lösungsansatz.
2 Gegenwärtige Situation der deutschen Bauindustrie: Analyse der hohen Wohnraumnachfrage bei gleichzeitigem Fachkräftemangel und mangelnder Automatisierung als Treiber für Innovationen.
3 Funktionsweise des 3D-Gebäudedrucks: Detaillierte Darstellung der historischen Entwicklung, technischer Verfahren wie Contour Crafting und D-Shape sowie des aktuellen Anwendungsstandes.
4 Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen konventionellem Bau und 3D-Gebäudedruck: Umfassender Vergleich der Methoden hinsichtlich Arbeitssicherheit, Qualität, Bauablauf, Kosten und Nachhaltigkeitsaspekten.
5 Ergebnisanalyse: Zusammenfassende Bewertung mittels SWOT-Analyse und Definition notwendiger Faktoren wie Standards und Kooperationen für eine erfolgreiche Markteinführung.
6 Schlussfolgerung: Fazit zur Eignung des 3D-Drucks als Alternative zur konventionellen Bauweise unter Berücksichtigung bestehender Hindernisse.
3D-Gebäudedruck, Bauindustrie, Digitalisierung, Contour Crafting, Betontechnologie, Arbeitsproduktivität, Nachhaltigkeit, Bauablauf, Innovation, Automatisierung, Wirtschaftlichkeit, Fertigungsverfahren, Fachkräftemangel, Baustelleneinrichtung, Materialökobilanz
Die Arbeit analysiert das Potenzial des mobilen 3D-Drucks als innovative Lösung für die Herausforderungen der deutschen Baubranche, wie den Fachkräftemangel und die stagnierende Produktivität.
Die zentralen Felder sind die technische Funktionsweise verschiedener 3D-Druck-Verfahren, deren Vergleich mit konventionellen Mauerwerkstechniken sowie die wirtschaftliche und ökologische Bewertung.
Das Ziel ist es, den aktuellen Stand des 3D-Betondrucks zu bündeln und wissenschaftlich zu beurteilen, inwieweit diese Technologie eine echte Alternative zur herkömmlichen Gebäudeherstellung darstellt.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie einen methodischen Vergleich von Bauabläufen, Kosten und Materialeigenschaften zwischen 3D-Druck-Ansätzen und konventionellen Bauweisen.
Im Hauptteil erfolgt eine tiefgehende Gegenüberstellung der beiden Bauweisen in den Bereichen Arbeitskräfte, Qualität, Bauablauf, Baukosten, Nachhaltigkeit und Einsatzgebiete.
Wichtige Begriffe sind insbesondere 3D-Gebäudedruck, Digitalisierung, Bauwirtschaft, Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit im Bauwesen.
Während Contour Crafting Beton mittels Extrusion schichtweise aufträgt, arbeitet die D-Shape-Technik durch das Verfestigen von Pulvermaterialien mittels einer chemischen Bindereaktion.
Da viele 3D-Druckverfahren initial keine ausreichende Zugfestigkeit besitzen, ist die Integration von Bewehrungsstäben oder alternativen Verstärkungen eine kritische Herausforderung für die Tragfähigkeit der Gebäude.
Starker Wind oder extremer Regen können die Druckqualität negativ beeinflussen; der Druckvorgang selbst bietet jedoch Vorteile, da Arbeiter physisch entlastet werden.
Die Arbeit bewertet den Slogan als irreführend, da die reine Druckzeit nicht die Gesamtdauer für Planung, Logistik, Fundamentarbeiten und manuelle Zusatzschritte (wie Bewehrung) vollständig abbildet.
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