Masterarbeit, 2018
61 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Das berufliche Schulwesen in Bayern
2.1 Die Berufsschulen
2.2 Die beruflichen und fachlichen Oberschulen
2.2.1 Entwicklung der beruflichen Oberschulen und Organisation
2.2.2 Entwicklung und Ausgestaltung der fachlichen Oberschulen
2.2.3 Kompetenzanforderungen im Fach „Englisch“ an beiden Schulformen
2.3 Die Wirtschaftsschule
3 Immersion
4. Englischsprachige Institutionen in Bayern
4.1 Deutsch-Amerikanisches Institut in Nürnberg
4.2 Das British Council
4.3 Die amerikanischen Schulen in Bayern
5. Immersionserfahrungen in anderen Ländern
6. Immersionsunterricht
6.1 Bedingungen
6.2 Methoden
7. Theorie eines immersiven Konzepts nach Schulformen
7.1 Leistungsheterogenität
7.2 Handlungsorientierung
7.3 Differenzierung
7.4 Kooperation mit externen Partnern
7.5 kontinuierliche Assessments
7.6 Lehrerperspektive
7.7 Schulversuch „Bilinguale Wirtschaftsschule“ in Bayern
8. Schluss und Bewertung
Die Master-Arbeit untersucht die Möglichkeiten zur Implementierung eines immersiven Unterrichtsmodells im Fach Englisch innerhalb der bayerischen beruflichen Bildung. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen Ausgangssituationen an verschiedenen Schulformen und unter Einbeziehung externer Kooperationspartner, Strategien zu entwickeln, um Sprachkompetenz nachhaltiger und schneller zu fördern sowie Sprachhemmungen abzubauen.
3 Immersion
Zum allgemeinen Verständnis wird die genaue Definition des Unterrichtens in immersiver Form benötigt. So bedeutet dies, ein vollständiges Eintauchen in die jeweilige Fremdsprache im Unterrichtsgeschehen zu ermöglichen und den Unterricht gänzlich in dieser Form abzuhalten. Die Geschichte hierbei geht bereits weit zurück. In den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erlangte diese Form der fremdsprachlichen Didaktik in Kanada eine enorme Bedeutung. Grund hierfür war, dass die Eltern im französischsprachigen Teil, in der Provinz Quebec, welche selbst Englisch als Muttersprache sprachen, ihren Kindern eine erhöhte Partizipation am gesellschaftlichen Leben bieten wollten. Hierzu war es notwendig, dass diese mit der französischen Sprache vollumfänglich vertraut waren. Sie bemühten sich darum, Immersionsklassen an bereits bestehenden Schulen einzurichten und dass Sachfächer, also alle nicht-sprachlichen Fächer, in Französisch unterrichtet wurden. Doch bereits zuvor, mit dem beginnenden achtzehnten Jahrhundert, ließen adlige Familien in den westlichen europäischen Ländern Hauslehrer anstellen, welche die Kinder und Jugendlichen in Sachfächern in anderen Sprachen unterrichteten, als in der eigenen Muttersprache (Thaler, 2012, S. 140). Allerdings kann bei einem solchen Verständnis von Immersionslernen, auch von bilingualem Unterricht ausgegangen werden, welcher durch das Konzept des „Content and Language Integrated Learnings“ (CLIL) am besten beschrieben werden kann. Dieser bezeichnet die Unterrichtung von nicht-fremdsprachlichen Fächern in Fremdsprachen.
1. Einleitung: Die Arbeit analysiert den Wandel und die heterogenen Anforderungen im beruflichen Schulwesen in Bayern und stellt das Immersionslernmodell als eine potenzielle Lösung zur Stärkung der Sprachkompetenz vor.
2. Das berufliche Schulwesen in Bayern: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Strukturen, Traditionen und spezifischen Kompetenzanforderungen der Berufsschulen, der Oberschulen und der Wirtschaftsschulen.
3 Immersion: Hier werden Definition, historische Entwicklung und das theoretische Konzept der Immersion in Abgrenzung zu anderen bilingualen Ansätzen erläutert.
4. Englischsprachige Institutionen in Bayern: Das Kapitel untersucht das Unterstützungspotenzial von Institutionen wie dem Deutsch-Amerikanischen Institut, dem British Council und amerikanischen Schulen für den Fremdsprachenunterricht.
5. Immersionserfahrungen in anderen Ländern: Anhand von Beispielen aus der Schweiz, Finnland und den USA wird der Erfolg immersiver Ansätze für die Sprachkompetenzentwicklung aufgezeigt.
6. Immersionsunterricht: Es werden die notwendigen räumlichen und organisatorischen Bedingungen sowie spezifische didaktische Methoden für einen immersiven Unterricht erörtert.
7. Theorie eines immersiven Konzepts nach Schulformen: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen wie Leistungsheterogenität und Lehrplanvorgaben und entwickelt Strategien zur Differenzierung und Kooperation.
8. Schluss und Bewertung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Praktikabilität eines immersiven Konzepts unter den gegebenen Rahmenbedingungen des bayerischen Bildungssystems.
Immersion, Berufliche Bildung, Englisch-Unterricht, Sprachkompetenz, Bayern, Bilinguale Erziehung, Handlungsorientierung, Fremdsprachendidaktik, Leistungsheterogenität, Schulentwicklung, Interkulturelle Kompetenz, Sprachhemmung, Lernortkooperation, Bildungsabschluss, LehrplanPLUS
Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung und die praktische Umsetzbarkeit eines immersiven Lernmodells für das Fach Englisch im Kontext der beruflichen Schulen in Bayern.
Die Studie verknüpft die Strukturen des bayerischen beruflichen Schulwesens mit didaktischen Ansätzen der Immersion, der Handlungsorientierung, der Differenzierung sowie der Kooperation mit externen, englischsprachigen Institutionen.
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit ein immersiv-orientierter Englischunterricht an bayerischen Berufsschulen, Fachoberschulen und Wirtschaftsschulen implementiert werden kann, um Sprachkompetenzen nachhaltig zu steigern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die aktuelle Lehrpläne, Studien zu immersiven Lernmodellen und institutionelle Rahmenbedingungen kritisch reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der bayerischen Schullandschaft, die theoretische Erarbeitung des Immersionskonzepts, die Rolle externer Partner (wie des British Council) und die methodische Umsetzung, inklusive der Herausforderungen durch Leistungsheterogenität.
Wesentliche Begriffe sind Immersion, berufliche Bildung, handlungsorientierter Unterricht, Sprachkompetenz, Binnendifferenzierung und Lehrplananpassung.
Die Heterogenität wird als zentrale Herausforderung identifiziert, da die unterschiedlichen Vorbildungen der Lernenden eine starke Binnendifferenzierung und angepasste Lernmethoden erfordern, um ein Über- oder Unterfordern zu vermeiden.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass starre Lehrpläne eine volle Immersion erschweren, weshalb teilimmersive Konzepte und handlungsorientierte Lernsituationen als praktikable Brückenlösung empfohlen werden.
Institutionen wie das Deutsch-Amerikanische Institut oder das British Council bieten wertvolle Ressourcen und authentische Lernumgebungen, die als Ergänzung zum Curriculum einen "immersiven Effekt" im Alltag der Schüler erzeugen können.
Der Autor bewertet diesen Versuch als eine gute Ansatzmöglichkeit, warnt jedoch vor einer reinen Übersetzung deutscher Unterrichtsinhalte und betont die Notwendigkeit spezifischer, auf die Zielsprache abgestimmter Materialien und fortgebildeter Lehrkräfte.
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