Diplomarbeit, 2005
53 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Faseroptische Sensoren
2.1.1. Applikationen
2.1.2. Interferometrische Fabry-Pérot Sensoren
2.1.3. Faser-Bragg-Gitter Sensoren
2.2. Oberflächenapplizierung faseroptischer Sensoren
2.3. Analytische Untersuchungen
2.4. Klebstoffauswahl
2.4.1. Klebstofftypen
2.4.2. Kriterien für die Klebstoffauswahl
3. Experimentelle Untersuchungen
3.1. Zugbänder, Sensoranordnung, Versuchsgestaltung
3.2. Präparation der FBG-Sensoren
3.3. Referenzwertbestimmung mit Dehnungsmessstreifen
3.4. Dehnungsmessungen
3.4.1. FBG-Sensoren
3.4.2. EFPI-Sensoren
4. Ergebnisse und Schlussfolgerungen
4.1. Klebstoffe im Vergleich
4.2. Sensorverhalten fester EFPI-Sensoren
4.3. Prüfung des Analytischen Modells
4.4. Zusammenfassung
4.5. Ausblick
Die Arbeit untersucht das Dehnungsübertragungsverhalten von geklebten faseroptischen Sensoren (FBG und EFPI) auf Stahloberflächen, um deren Eignung für präzise Strukturmessungen unter verschiedenen Klebebedingungen zu evaluieren.
2.3. Analytische Untersuchungen
Analog zu der Beschreibung des Übertragungskoeffizienten („sensitivity coefficient“) von YUAN und ZHOU [6] wird in diesem Kapitel ein analytisches Modell erstellt, um die Dehnungsübertragung durch eine Klebung zu beschreiben.
Dem physikalischen Problem sind folgenden Annahmen vorangestellt:
- Alle Materialien verhalten sich linear elastisch.
- Es liegen ideale Stoffverbindungen an den Kontaktflächen vor.
- Der Faserkern und der Fasermantel sind in ihren Eigenschaften gleich, können also als eine Glasfaser angesehen werden.
- Es wird vorausgesetzt, dass die Klebschicht nur Scherung erfährt.
Modellbeschreibung
Für die analytische Untersuchung soll im Folgenden ein idealisiertes Modell der Problematik angenommen werden. Eine optische Faser mit dem äußeren Radius rf ist mit Klebstoff parallel zur planen Oberfläche auf dem Sensorträger befestigt. Der Koordinatenursprung befindet sich auf der Faserachse und genau auf der halben Klebelänge (l). Die Unterseite der Faser ist von der Oberfläche um den Betrag hk entfernt. Für die späteren Untersuchungen wird hier die effektive Schichtdicke dk eingeführt. Sie ist erforderlich, da hier die gekrümmte Faseroberfläche der planen Trägerfläche gegenübersteht. Nachfolgend werden die Scherspannungen parallel zur Faserachse betrachtet. Die Effekte über den Radius der Faser sollen hier lediglich näherungsweise berücksichtigt werden.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der faseroptischen Sensorik für die Materialprüfung und Definition der zentralen Fragestellung zur Dehnungsübertragung.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der physikalischen Funktionsweisen von FBG- und EFPI-Sensoren sowie der theoretischen Anforderungen an die Klebetechnik.
3. Experimentelle Untersuchungen: Beschreibung des Versuchsaufbaus, der verwendeten Prüfmaschinen und der Probenvorbereitung zur Datenerfassung.
4. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Auswertung der gemessenen Dehnungskurven, Vergleich verschiedener Klebstofftypen und Verifikation durch das analytische Modell.
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Die Arbeit untersucht, wie faseroptische Sensoren auf Bauteiloberflächen aus Stahl geklebt werden müssen, damit Dehnungen präzise übertragen und gemessen werden können.
Im Fokus stehen die Funktionsweise von FBG- und EFPI-Sensoren, die physikalischen Anforderungen an Klebverbindungen und die experimentelle Validierung der Dehnungsmessung.
Ziel ist es, den Einfluss verschiedener Klebstoffe und Gestaltungsvarianten (offen vs. umschlossen) auf das Sensorverhalten und die Genauigkeit der Dehnungsmessung zu bestimmen.
Die Arbeit kombiniert theoretische analytische Modellbildungen zur Scherspannung mit experimentellen Zugversuchen an einer Prüfmaschine sowie numerischen Vergleichen mit Dehnungsmessstreifen.
Es werden mathematische Modelle für die Dehnungsübertragung entwickelt, eine Auswahl geeigneter Klebstoffe begründet und die experimentell ermittelten Dehnungskennlinien analysiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Faser-Bragg-Gitter, EFPI-Interferometrie, Dehnungsübertragung, Klebetechnik und experimentelle Strukturmessung.
Bei der offenen Klebung wird der Sensor auf eine definierte Klebschicht gebettet, während er bei der umschlossenen Klebung vollständig mit Klebstoff umhüllt wird, um eine Haftung über die gesamte Oberfläche zu erzielen.
Unterschiedliche Klebstoffe beeinflussen das Hystereseverhalten und die Dämpfung der Messsignale; Füllstoffe im Klebstoff können zudem die Stabilität der Dehnungsübertragung positiv beeinflussen.
DMS dienen als etablierte elektrische Vergleichsmethode, um die Messdaten der optischen Fasersensoren unter identischen Belastungsbedingungen zu verifizieren.
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