Diplomarbeit, 2005
142 Seiten, Note: sehr gut
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Gastrointestinale Störungen
1.1 Das Verdauungssystem
1.2 Der Intestinaltrakt
1.2.1 Schichtenbau des Darmes
1.2.2 Der Dünndarm (Intestinum tenue)
1.2.3 Der Dickdarm (Intestinum crassum oder Colon)
1.3 Das Enterale Nervensystem (ENS)
1.4 Funktionelle gastrointestinale Störungen
1.4.1 Der Weg zur Entwicklung eines internationalen Konsenses
1.4.2 Definition und Rom-II-Kriterien
1.4.3 Epidemiologie
1.4.4 Obstipation
1.4.5 Reizdarmsyndrom
2. Biofeedback
2.1 Definition
2.2 Biofeedback bei gastrointestinalen Störungen
2.2.1 Biofeedbacktherapie der Obstipation
2.2.2 Biofeedbacktherapie des Reizdarmsyndroms
3. Ergebnisse bisheriger Übersichtsarbeiten
3.1 Übersichtsarbeiten zu Biofeedback bei Obstipation und Reizdarm
3.1.1 Effektivität der Biofeedbacktherapie bei Obstipation
3.1.2 Effektivität der Biofeedbacktherapie bei Reizdarm
4. Die Metaanalyse
4.1 Einleitung und Notwendigkeit der Metaanalyse
4.2 Definition und Ziel der Metaanalyse
4.3 Probleme bei der Durchführung einer Metaanalyse
4.3.1 Das Uniformitätsproblem
4.3.2 Das Problem der methodischen Qualität der Primärstudien
4.3.3 Das Problem abhängiger Untersuchungsergebnisse
4.3.4 Das Problem der Generalisierbarkeit
4.4 Metaanalytische Verfahren
4.5 Der Ablauf einer metaanalytischen Befundintegration
5. Globale Effektivität
5.1 Herleitung von Fragestellung 1
5.1.1 Fragestellung 1
5.2 Herleitung von Hypothese 1
5.2.1 Hypothese 1
5.3 Herleitung von Hypothese 2
5.3.1 Hypothese 2
6. Differenzielle Effektivität
6.1 Herleitung von Fragestellung 2
6.1.1 Fragestellung 2
6.2 Herleitung von Hypothese 3
6.2.1 Hypothese 3
7. Methode
7.1 Einleitung und Hintergrund
7.2 Literatursuche und Studienauswahl
7.3 Kodierung und Bewertung der Primärstudien
7.4 Validitätsrating der Primärstudien
7.5 Ermittlung der Interraterreliabilität
7.6 Ausschlusskriterien der Primärstudien
7.6.1 Selektion der Primärstudien nach Störungsbild
7.6.2 Selektion anhand eines statistischen Mindeststandards
7.7 Berechnung der Effektstärken
7.7.1 Effektstärkenberechnung aus Vergleichen mit Kontrollgruppen
7.7.1.1 Adjustierung des Stichprobenfehlers
7.7.2 Effektstärkenberechnung aus Prä-Post-Vergleichen
7.7.3 Effektstärkenberechnung aus abhängigen t-Tests
7.7.4 Effektstärkenberechnung aus einfaktoriellen Varianzanalysen
7.7.5 Rekonstruktion fehlender Werte
7.7.5.1 Nonparametrische Maße zentraler Tendenz & Dispersion
7.7.5.2 Standardfehler des Mittelwertes
7.7.5.3 Vollständige Angabe einzelner Prä-Post-Werte
7.8 Abhängigkeiten zwischen den Effektstärken
7.8.1 Die Mittelung abhängiger Effekte
7.9 Das generelle Integrationsmodell
7.9.1 Berechnung der gewichteten mittleren Effektstärke und deren Varianz
7.9.2 Homogenitätsprüfung integrierter Effektstärken
7.10 Das Modell zufallsvariabler Effekte (Random effects model)
7.10.1 Schätzung der Varianzkomponente
7.10.2 Berechnung der gewichteten mittleren Effektstärke
7.11 Abschätzung des Ausmaßes einer Publikationsverzerrung
8. Ergebnisse
8.1 Literaturrecherche
8.1.1 Literaturselektion bis zum Beginn der Kodierung
8.1.2 Literaturselektion im Anschluss an die Kodierung
8.2 Beschreibung der Studieneigenschaften
8.2.1 Demografische Variablen der Primärstudien
8.2.2 Stichprobencharakteristika
8.2.3 Methodik und statistische Auswertung
8.2.3.1 Methodik und statistische Auswertung der Studien zu Obstipation
8.2.3.2 Methodik und statistische Auswertung der Studien zum Reizdarm
8.3 Ergebnisse des Validitätsratings
8.4 Ergebnisse zur Kodierungsgüte
8.4.1 Interraterreliabilitäten des Kodierplanes
8.5 Ergebnisse der Effektstärkenberechnung
8.5.1 Ergebnisse der Effektstärkenberechnung zur Obstipation
8.5.1.1 Mittlere unabhängige Effektstärken der Studien zu Obstipation
8.5.1.2 Ergebnisse zur globalen Effektivität
8.5.2.2 Ergebnisse zur Effektivität verschiedener BFB-Interventionen
8.5.3 Ergebnisse der Effektstärkenberechnung zum Reizdarmsyndrom
8.5.3.1 Ergebnisse zur globalen Effektivität
8.5.3.2 Weitere Ergebnisse unabhängiger mittlerer Effekte
8.6 Ergebnisse zur Abschätzung der Publikationsverzerrung
9. Diskussion
9.1 Globale Effektivität
9.1.1 Obstipation
9.1.2 Reizdarmsyndrom
9.2 Differenzielle Effektivität
9.2.1 Effektivität verschiedener Biofeedbackinterventionen
9.3 Abschließende Diskussion
9.3.1 Merkmale der Primärstudien
9.3.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht quantitativ die Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei Erwachsenen, die an den gastrointestinalen Störungen Obstipation oder Reizdarmsyndrom leiden. Ziel ist es, durch eine metaanalytische Befundintegration den aktuellen Forschungsstand systematisch unter strengen Qualitätsstandards zu bewerten und erstmals mittlere Gesamteffektstärken für die globale und differenzielle Wirksamkeit zu berechnen.
Die Biofeedbacktherapie der Obstipation
Da das Syndrom des spastischen Beckenbodens auf dem falschen Gebrauch eines eigentlich gesunden Muskels beruht, besteht die Idee zur Biofeedbacktherapie bei dieser Art der Obstipation darin, dass es möglich sein muss, den richtigen Gebrauch des Muskels neu zu erlernen (Bleijenberg & Kuijpers, 1996).
Ziel des EMG-Biofeedbacks ist die Relaxation der Beckenbodenmuskulatur beim Defäkationsvorgang. Dabei ist der Ausgangspunkt des Biofeedbacktrainings, dass die Patienten die Zunahme der elektrischen Aktivität ihres externen Sphinktermuskels während des Defäkationsprozesses beobachten können. Mit Hilfe von Feedbackübungen sollen die Patienten nun lernen, die EMG-Aktivität beim Pressen zu vermindern, was schließlich zu einer Entspannung des Beckenbodens und in der Folge zu einem normalen Defäkationsvorgang führt (Bleijenberg & Kuijpers, 1996).
Das Vorgehen besteht zumeist aus zwei Phasen, einer EMG-Feedbackübungsphase und einer anschließenden Generalisierungsphase. In der ersten Phase wird eine an ein Biofeedbackgerät bzw. einen Computer angeschlossene Analelektrode verwendet, mittels welcher die EMG-Aktivität des externen Sphinkters registriert wird. Die gemessene EMG-Aktivität wird dem Patienten nun akustisch oder optisch, in diesem Beispiel als kontinuierliche Aufzeichnung einer Linie auf dem Monitor, dargeboten. Nach einer Erläuterung der Apparatur und der Aufzeichnung der Ruhe-Werte wird der Patient aufgefordert, wie bei der Defäkation zu pressen. Eine Aufwärtslinie über die Ruheebene hinaus oder eine gleich bleibende Linie bedeutet unzureichende Relaxation. Der Patient soll nun versuchen, die Ruhewerte zu unterschreiten, indem der äußere Sphinkter während des Pressens entspannt wird. Die Feedbackübungen sollten mehrmals am Tag wiederholt werden.
Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Verdauungssystems sowie die Entstehung und Definition funktioneller gastrointestinaler Störungen, insbesondere Obstipation und Reizdarmsyndrom.
Ergebnisse: Dieser Abschnitt beschreibt den metaanalytischen Prozess, die Auswahl der Primärstudien und präsentiert die berechneten Effektstärken sowie deren Validitätsprüfung.
Diskussion: Hier werden die Ergebnisse interpretiert, Limitationen der Primärstudien diskutiert und ein abschließendes Fazit zur Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie gezogen.
Biofeedback, Obstipation, Reizdarmsyndrom, Metaanalyse, Effektstärke, Beckenbodenmuskulatur, EMG-Biofeedback, Ballonbiofeedback, Temperaturbiofeedback, Funktionelle gastrointestinale Störungen, Rektum, Defäkation, klinische Psychologie, Wirksamkeitsnachweis.
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei Erwachsenen mit Obstipation oder Reizdarmsyndrom mittels einer systematischen Metaanalyse.
Untersucht werden die funktionellen gastrointestinalen Störungen Obstipation und das Reizdarmsyndrom.
Ziel ist es, den Forschungsstand zur Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei diesen Störungen quantitativ zusammenzufassen und dabei methodische Qualitätsstandards zu sichern.
Es handelt sich um eine systematische Metaanalyse, bei der Ergebnisse aus Primärstudien in ein vergleichbares Maß, die Effektstärke, umgewandelt und statistisch integriert werden.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zu den Störungsbildern, die methodische Vorgehensweise der Metaanalyse sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der erzielten Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Biofeedback, Metaanalyse, Effektstärke, Obstipation, Reizdarmsyndrom, EMG-Biofeedback und funktionelle gastrointestinale Störungen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit bei der Obstipation positiver bewertet werden kann, während die Datenlage beim Reizdarmsyndrom weniger eindeutig ist.
Ja, die Arbeit zeigt, dass beide Verfahren wirksam sind, jedoch eine klare Überlegenheit des EMG-Biofeedbacks bei der Behandlung der Obstipation erkennbar ist.
Studien wurden exkludiert, wenn sie methodische Mängel aufwiesen, keine ausreichenden statistischen Daten lieferten oder inhaltlich nicht vergleichbar waren.
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