Diplomarbeit, 2004
92 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Das Ohr und seine Funktion
2.1 Anatomie und Physiologie des Hörorgans
2.1.1 Äußeres Ohr
2.1.2 Mittelohr
2.1.3 Innenohr
2.1.4 Das Gleichgewichtsorgan
2.1.5 Hörbahn
2.2 Der Hörvorgang
2.3 Die Funktion des Gehörs
3. Hörschädigungen
3.1 Arten der Hörschädigung
3.1.1 Periphere Hörstörungen
3.1.2 Zentrale Hörstörung
3.2 Ursachen von Hörbehinderungen
3.3 Grade der Hörschädigung
3.4 Das Audiogramm
3.5 Behandlung von Hörschädigung
4. Technische Hilfsmittel
4.1 Versorgung mit Hörgräten
4.2 Cochlea Implantate
4.3 FM- Technik – Funkübertragungsanlagen
5. Kognitive und Psychosoziale Entwicklung von hörbehinderten Kindern
5.1 Eltern- Kind- Interaktion
5.2 Spielverhalten
5.3 Intelligenz
5.4 Gedächtnis
5.5 Lesen – Schreiben
5.6 Aufmerksamkeit
5.7 Psychosoziales Verhalten und Emotionalität
6. Sprache-Kommunikation
6.1 Lautsprache
6.2 Gebärdensprache
6.3 Gebärdenunterstützte Kommunikation
6.3.1 Wie sieht Gebärdenunterstützte Kommunikation aus?
6.3.2 Sprachentwicklung mit gebärdenunterstützter Kommunikation
6.4 Gegenüberstellung: Hörbehinderte Kinder hörender Eltern – hörbehinderte Kinder gehörloser Eltern
6.4.1 Hörbehinderte Kinder hörender Eltern
6.4.2 Hörbehinderte Kinder gehörloser Eltern
6.4.3 Fazit
7. Ergotherapie mit hörbehinderten Kindern und Jugendlichen
7.1 Ansatzpunkte für die ergotherapeutische Behandlung hörbehinderter Kinder
7.2 Mögliche ergotherapeutische Zielsetzungen
7.3 Konzepte
7.4 Therapiemittel und Spielideen
7.5 Ergotherapeutische Arbeit mit den Eltern hörbehinderter Kinder
7.6 Einbeziehung der Geschwister im Rahmen der ergotherapeutischen Behandlung
8. Empirischer Teil
8.1 Fragebogenerhebung
8.1.1 Auswertung des Fragebogens
8.1.2 Zusammenfassung und Interpretation der Fragebogenerhebung
8.2 Interview mit Ursula Berghammer und Carola Demler
9. Resümee
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Wirksamkeit von gebärdenunterstützter Kommunikation (GuK) innerhalb der ergotherapeutischen Behandlung hörbehinderter Kinder, um durch verbesserte Kommunikationsbedingungen eine positive Entwicklung der Kinder zu fördern.
6.3.1 Wie sieht gebärdenunterstützte Kommunikation aus?
GuK unterscheidet sich wesentlich von der Gebärdensprache der Gehörlosen. Diese Gebärden haben ihre eigenen Begriffsbildungen und ihre eigenen syntaktischen und grammatischen Regeln. Daher ist es nicht möglich sie begleitend zur Lautsprache einzusetzen. Bei der GuK ist dies anders. Es werden einzelne Gebärden aus der österreichischen Gebärdensprache (ÖBG) zur Lautsprache ergänzend eingesetzt. Dabei bleibt die Struktur der lautsprachlichen Sätze erhalten. Es wird nicht jedes Wort gebärdet. Die Gebärden dienen nur zur Unterstützung und zur zusätzlichen Verdeutlichung der Sprache. Dadurch kann vor allem hörgeschädigten Kindern die Lautsprache sichtbar gemacht werden, um ihnen die Verständigung zu erleichtern.
(vgl. Wilken, 2002)
Zum besseren Verständnis sind auf der folgenden Seite einige Beispiele für Gebärdenunterstützte Kommunikation dargestellt.
Die Abbildungen sind dem Gebärdenlehrbuch des Gehörloseninstituts entnommen.
1. Einleitung: Die Autorin legt die Motivation für diese Arbeit dar, die aus ihrer praktischen Erfahrung resultiert, und formuliert die Hypothese, dass GuK die Entwicklung hörbehinderter Kinder positiv beeinflusst.
2. Das Ohr und seine Funktion: Dieses Kapitel erläutert den anatomischen Aufbau des Gehörorgans und die physiologischen Prozesse des Hörvorgangs als notwendige Grundlage für das Verständnis von Hördefiziten.
3. Hörschädigungen: Hier werden verschiedene Arten, Ursachen und Grade von Hörschädigungen beschrieben sowie gängige medizinische Behandlungsansätze vorgestellt.
4. Technische Hilfsmittel: Das Kapitel gibt einen Überblick über technische Versorgungsmöglichkeiten wie Hörgeräte, Cochlea Implantate und FM-Funkübertragungsanlagen.
5. Kognitive und Psychosoziale Entwicklung von hörbehinderten Kindern: Es werden die Auswirkungen der Hörbehinderung auf die allgemeine kindliche Entwicklung, das Spielverhalten sowie das psychosoziale Befinden beleuchtet.
6. Sprache-Kommunikation: Dieses Kapitel vergleicht Lautsprache, Gebärdensprache und GuK und erörtert deren spezifische Bedeutung und Wirksamkeit in der Kommunikation mit hörbehinderten Kindern.
7. Ergotherapie mit hörbehinderten Kindern und Jugendlichen: Hier werden praxisorientierte Handlungsansätze, Konzepte und Spielideen für die ergotherapeutische Behandlung unter Einbeziehung der Eltern und Geschwister formuliert.
8. Empirischer Teil: Die Ergebnisse einer Fragebogenerhebung unter Ergotherapeuten sowie ein Experteninterview werden präsentiert, um die aktuelle Anwendung von GuK in der Praxis zu bewerten.
9. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Bestätigung der Hypothese und einem Fazit über die Bedeutung einer verbesserten Kommunikation für die Persönlichkeitsentwicklung der betroffenen Kinder.
Ergotherapie, Hörbehinderung, Gebärdenunterstützte Kommunikation, GuK, Sprachentwicklung, Cochlea Implantat, Kommunikation, Hörgerät, Pädiatrie, Psychosoziale Entwicklung, Wahrnehmungsförderung, Elternarbeit, Gebärdensprache, Inklusion, Frühförderung.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Einsatz von gebärdenunterstützter Kommunikation (GuK) in der Ergotherapie hörbehinderter Kinder sinnvoll genutzt werden kann, um deren Entwicklung zu fördern.
Die zentralen Felder umfassen die anatomischen Grundlagen des Hörens, die kognitive und psychosoziale Entwicklung hörbehinderter Kinder sowie die Analyse verschiedener Kommunikationsformen und therapeutischer Spielideen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob sich der gezielte Einsatz von GuK positiv auf die allgemeine Entwicklung von Kindern mit Hörbeeinträchtigungen auswirkt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie einer empirischen Studie, bestehend aus einer Fragebogenerhebung unter Ergotherapeuten und einem Experteninterview.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Anatomie und Hörstörungen, eine Analyse der Kommunikationsdefizite bei hörbehinderten Kindern sowie praktische Handlungsansätze für die Ergotherapie.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ergotherapie, Gebärdenunterstützte Kommunikation (GuK), Hörbehinderung, Sprachentwicklung und psychosoziale Entwicklung charakterisiert.
Das Interview mit zwei erfahrenen Ergotherapeutinnen bietet vertiefte Einblicke in die praktische Anwendung von GuK, verdeutlicht die Wirksamkeit weniger Gebärden im Therapiealltag und adressiert Ängste von Eltern.
Die Autorin betont, dass das Familiensystem maßgeblich den Erfolg der Kommunikation beeinflusst und Eltern sowie Geschwister Unterstützung benötigen, um Ängste abzubauen und die Interaktion mit dem hörbehinderten Kind zu verbessern.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ihre Hypothese bestätigt wurde und bereits wenige, gezielt eingesetzte Gebärden die Qualität der Therapie, das Verständnis für Aufgabenstellungen und das Wohlbefinden der Kinder erheblich steigern können.
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