Bachelorarbeit, 2016
43 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Das Textkorpus
4. Theoretische Grundlagen
4.1 Zur Textsorte „Musikrezension“ oder „Musikkritik“
4.2 Zur Bildfeldtheorie Harald Weinrichs
5. Analyse: Metaphorische Bildfelder in Online-Tonträgerrezensionen aus der Populärmusik
5.1 Bildspendende Bereiche
5.1.1 Mensch/Organismus
5.1.2 Raum/Gestalt/Form
5.1.3 Unbelebte Natur
5.1.4 Stoffbeschaffenheit
5.1.5 Militär/Kampf
5.1.6 Kulinarik
5.2 Bildempfangende Bereiche
5.2.1 Einzelne/s Lied/er allgemein
5.2.2 Instrumentarium
5.2.3 Stil/Genre
5.2.4 Tonträger/Album allgemein
6. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Verwendung von Metaphern in zeitgenössischen Online-Tonträgerrezensionen aus dem Bereich der Populärmusik, um zu analysieren, wie RezensentInnen Musik sprachlich beschreiben, interpretieren und bewerten. Das Ziel ist es, die vorherrschenden metaphorischen Bildfelder und deren Funktionen als Stilmittel im digitalen Musikjournalismus aufzuzeigen.
5.1.1 Mensch/Organismus
Die Vermenschlichung oder Anthorpomorphisierung hat sich in der Untersuchung als populärstes Element zur Verbildlichung musikalischer Elemente herausgestellt. So weist auch Störel auf diesen stilistischen Handgriff hin, der dazu dient, Instrumente, Themen und Motive als Akteure wirken zu lassen. Außerdem diene sie zu Veranschaulichung von Konflikten innerhalb der Musik. Lakoff und Johnson sehen solche Personifikationen als Paradebeispiele für ontologische Metaphern, bei denen ein physisches Objekt – im Falle dieser Arbeit ein musikalisches – durch die Gestalt einer Person näher beschrieben wird. Sie verweisen auch darauf, dass Personifikationen ganz unterschiedliche Verhaltensweisen und Eigenheiten des Menschen metaphorisieren, welche im Hinblick auf das Korpus folgendermaßen untergliedert werden können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Musikrezension ein und stellt die Relevanz der Untersuchung von Online-Musikjournalismus dar.
2. Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet bisherige linguistische Arbeiten zur Metaphorik in der Musikkritik und stellt fest, dass Online-Rezensionen in diesem Bereich wissenschaftlich bisher kaum erschlossen wurden.
3. Das Textkorpus: Hier werden die Auswahlkriterien für die fünfzig untersuchten Rezensionen aus fünf verschiedenen Online-Publikationen sowie das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung dargelegt.
4. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Rezension und Kritik und führt die für die Analyse zentrale Bildfeldtheorie nach Harald Weinrich ein.
5. Analyse: Metaphorische Bildfelder in Online-Tonträgerrezensionen aus der Populärmusik: Der Hauptteil ordnet die gefundenen Metaphern in verschiedene bildspendende und bildempfangende Kategorien ein und analysiert ihre Funktion und Wirkung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die zentrale Bedeutung von Metaphern als unverzichtbares Werkzeug für Musikjournalisten, um Musik in Sprache zu übersetzen.
Musikjournalismus, Metaphern, Bildfeldtheorie, Online-Rezension, Populärmusik, Textsorte, Musikrezension, Sprachwissenschaft, Bildspender, Bildempfänger, Musikberichterstattung, Stilmittel, Anthropomorphisierung, Metaphorik, Online-Blog
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Untersuchung von Metaphern in Online-Tonträgerrezensionen aus dem Bereich der Populärmusik.
Zentrale Themen sind die sprachliche Gestaltung von Musikkritiken, die Funktion von Metaphern bei der Beschreibung und Bewertung von Musik sowie der Vergleich zwischen klassischem und digitalem Musikjournalismus.
Ziel ist es, die metaphorischen Bildfelder zu identifizieren, die RezensentInnen nutzen, um das schwer greifbare Phänomen Musik in Online-Medien für die Leserschaft verständlich zu machen.
Die Arbeit nutzt die Bildfeldtheorie nach Harald Weinrich, um die Metaphern in bildspendende und bildempfangende Bereiche zu kategorisieren, ergänzt durch quantitative und induktive Analyseschritte.
Im Hauptteil erfolgt die detaillierte Analyse der Metaphern nach ihren Ursprungsbereichen (z.B. Mensch, Natur, Militär, Kulinarik) und ihren Zielbereichen (z.B. Instrumentarium, Genre, Album als Ganzes).
Wichtige Begriffe sind Musikjournalismus, Metaphern, Bildfeldtheorie, Online-Rezension, Populärmusik und Sprachwissenschaft.
Die Vermenschlichung ist das populärste Element, um Musik als aktiven Akteur darzustellen und abstrakte musikalische Eindrücke sowie emotionale Qualitäten leichter zugänglich und bewertbar zu machen.
Die Kulinarik dient dazu, Musik als Konsumgut zu rahmen, bei dem der kreative Prozess des „Mischens“ von Stileinflüssen und Zutaten die Analogie zur Musikproduktion bildet.
Die Analyse zeigt, dass Online-Rezensionen weniger an starre journalistische Qualitätsnormen gebunden sind und vermehrt Laienjournalismus integrieren, was sich in einer spezifischen, oft emotionaleren Metaphorik niederschlägt.
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