Diplomarbeit, 2001
118 Seiten, Note: 1,0
EINLEITUNG
I. CULTURAL STUDIES
I.I DEFINITION
I.II ENTWICKLUNG UND FORSCHUNG
I.III CULTURAL STUDIES IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM
I.IV INST (INSTITUT ZUR ERFORSCHUNG UND FÖRDERUNG ÖSTERREICHISCHER UND INTERNATIONALER LITERATURPROZESSE)
I.V WAS SOLL DAS GANZE?
II. STIL ALS ABSICHTLICHE KOMMUNIKATION
II.I STIL ALS „BRICOLAGE“
II.II STIL ALS EMPÖRUNG: EMPÖRENDER STIL
II.III STIL ALS HOMOLOGIE
II.IV STIL ALS BEDEUTENDE PRAXIS
II.V IST STIL KUNST?
III. ERKLÄRUNGSVERSUCHE FÜR DIE ENTSTEHUNG AGGRESSIVER JUGENDSTILE
III.I STANLEY COHEN UND „MORAL PANIC“
III.II MIKE BRAKE
III.III PAUL WILLIS UND „PROFANE CULTURE“
IV. AGGRESSIVE AUSDRUCKSWEISEN
IV.I ÄUSSERUNGEN VON GRUPPENMITGLIEDERN
IV.II OPTISCHES ERSCHEINUNGSBILD UND VERHALTEN
IV.III „MACHT KAPUTT, WAS EUCH KAPUTT MACHT!“: MUSIK UND TEXT
Die Arbeit untersucht das Phänomen aggressiver Ausdrucksweisen in jugendlichen Subkulturen, indem sie den Begriff „Stil“ als intentionale Kommunikation analysiert und theoretische Erklärungsmodelle auf konkrete Verhaltensweisen und ästhetische Inszenierungen überträgt.
II.II STIL ALS EMPÖRUNG: EMPÖRENDER STIL
Im Verlauf seiner Darlegung spricht Dick Hebdige von „Style in revolt“ und „Revolting style“ (HEBDIGE 1991, S. 106) - „Revolte“ wird in der deutschen Übersetzung zur „Empörung“ (HEBDIGE 1998, S. 398). Hebdige orientiert sich in seiner Darlegung an den Punks, beschreibt deren Mittel zur Konfrontation. Die scheinbar unbedeutendsten und unpassendsten Dinge wurden dazu hergenommen. Alles, was den konventionellen Vorstellungen entsprach, wurde untergraben. Beispiele seien hier erwähnt (ebd.ff.):
Kleider-Mode (ebd., S. 399):
- Billige Textilien wie Plastik und Lurex mit vulgärem Design wie z.B. grellen Farben
- Teilstücke aus Schuluniformen: Hemden wurden mit Graffiti oder falschem Blut bedeckt, Krawatten ungebunden getragen
- T-Shirts und Hosen mit unzähligen Reißverschlüssen und sichtbaren Nähten
Schönheit (ebd.):
- Männer und Frauen waren nicht gerade dezent geschminkt. Gesichter wurden zu Bildern der Entfremdung.
- Das Haar wurde gefärbt getragen, nicht nur einfärbig sondern auch mit unterschiedlichen Mustern versehen.
EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der aggressiven Ausdrucksweisen in Jugendkulturen ein und erläutert den methodischen Zugang über die Cultural Studies.
I. CULTURAL STUDIES: Dieses Kapitel definiert die Cultural Studies als Theorieansatz und beleuchtet deren Entwicklung, Forschungsschwerpunkte sowie die Rezeption im deutschsprachigen Raum.
II. STIL ALS ABSICHTLICHE KOMMUNIKATION: Der Stilbegriff wird als Ausdrucksmittel und Kommunikationsform analysiert, wobei Konzepte wie Bricolage und Homologie zentrale Rollen spielen.
III. ERKLÄRUNGSVERSUCHE FÜR DIE ENTSTEHUNG AGGRESSIVER JUGENDSTILE: Hier werden theoretische Beiträge der britischen Subkulturtheorie, insbesondere von Stanley Cohen, Mike Brake und Paul Willis, zur Entstehung aggressiver Stile dargelegt.
IV. AGGRESSIVE AUSDRUCKSWEISEN: Das Kapitel verknüpft Theorie mit der Praxis: Es untersucht verbale Aussagen, Erscheinungsbilder, Verhalten sowie die Rolle von Musik und Texten in aggressiven Subkulturen.
Jugendkulturen, Subkulturen, Cultural Studies, Aggression, Stil, Bricolage, Homologie, Moral Panic, Profane Culture, Punk, Skinheads, Rocker, Hooligans, Rap, Identität
Die Arbeit analysiert aggressive Ausdrucksformen in jugendlichen Subkulturen und untersucht, wie diese Stile als Form der Kommunikation und Provokation innerhalb der Gesellschaft funktionieren.
Die Arbeit umfasst die Theorie der Cultural Studies, die Analyse des Stilbegriffs, soziologische Erklärungsansätze für Jugendstile sowie die praktische Betrachtung von Sprache, Mode und Musik in verschiedenen Subkulturen.
Ziel ist es, das Zustandekommen aggressiver Jugendstile wissenschaftlich zu ergründen und aufzuzeigen, wie Jugendliche durch Kleidung, Verhalten und Musik ihre Identität und ihren Protest artikulieren.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und theoretische Ausarbeitungen, anstatt empirische teilnehmende Beobachtung durchzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Stil-Analyse, soziologische Erklärungsmodelle (wie Moral Panic) sowie die detaillierte Darstellung aggressiver Ausdrucksformen in Szenen wie Punks, Skins, Rockern und Rappern.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bricolage, Homologie, die Rolle der Musik als Identitätsstifter und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Die Band dient als Fallbeispiel für den Übergang von einer rechtsextrem assoziierten Skinhead-Szene hin zu einem kommerziell erfolgreichen Hardrock-Mainstream und verdeutlicht die Problematik der "rechts-kompatiblen" Texte.
Stil wird nicht als bloße Oberflächlichkeit gesehen, sondern als tiefgreifendes Kommunikationsmittel, das sozialen Widerstand, Zugehörigkeit und Abgrenzung gegenüber einer dominanten Kultur ausdrückt.
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