Fachbuch, 2019
88 Seiten
1 Einleitung
2 Die Industrie im Wandel – Grundlagen und Gesamtzusammenhang
2.1 Abgrenzung und Bedeutung des produzierenden Gewerbes
2.2 Historie und Entwicklung der Industrie
2.3 Begriffliche Definition von Industrie 4.0
2.4 Darstellung digitaler Technologien
2.4.1 Ubiquitous Computing
2.4.2 Internet der Dinge und Dienste
2.4.3 Cloud Computing
2.4.4 Cyber-physische Systeme
2.5 Vision einer intelligenten Fabrik
2.5.1 Horizontale und vertikale Integration
2.5.2 Durchgängigkeit des Engineerings
2.5.3 Individualisierbarkeit von Produkten
2.6 Diskurs um Industrie 4.0 – Akteure und Interessen
2.6.1 Wirtschaft
2.6.2 Politik
2.6.3 Wissenschaft
2.7 Zwischenfazit
3 Analyse der Beschäftigungsstrukturen im produzierenden Gewerbe
3.1 Datenbasis und Vorgehensweise
3.2 Anzahl der Erwerbstätigen
3.3 Anforderungsniveau der Arbeitsplätze
3.4 Bildungsniveau der Beschäftigten
3.5 Demografische Entwicklung in Deutschland
3.6 Zwischenfazit
4 Szenarien der Beschäftigungsentwicklung im produzierenden Gewerbe
4.1 Szenario 1 – Negative Beschäftigungsentwicklung
4.2 Szenario 2 – Positive Beschäftigungsentwicklung
4.3 Szenario 3 – Ambivalente Beschäftigungsentwicklung
4.4 Zusammenfassung und kritische Würdigung der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der digitalen Transformation – unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst – auf die Beschäftigungssituation im produzierenden Gewerbe in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich technologische Neuerungen auf das Anforderungsniveau und die benötigten Qualifikationen der Arbeitskräfte auswirken und welche Beschäftigungsszenarien vor dem Hintergrund bestehender Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft wahrscheinlich sind.
2.5.3 Individualisierbarkeit von Produkten
Heute kann der Kunde bei der Bestellung eines Produkts aus einem fest vorgegebenen Produktportfolio wählen. Die Produktvarianten sind i. d. R. begrenzt, sodass Einzelleistungen nicht frei kombinierbar sind. Selbst wenn aus produktionstechnischer Sicht die Möglichkeit bestünde, eine kundenindividuelle Anpassung vorzunehmen, bieten Unternehmen diesen Service häufig nicht an, da dies nicht rentabel wäre (vgl. Nutzfahrzeug Konfigurator).81
In einer digital vernetzten Fabrik mit einer flexiblen Produktionsinfrastruktur ist es dagegen denkbar, dass selbst die sogenannte „Losgröße 1“ produziert wird.82 Eine Losgröße bezeichnet die „Menge einer Produktart oder einer Baugruppe, die in einer Produktionsstufe als geschlossener Posten (Los) ohne Unterbrechung durch die Produktion anderer Produkte oder Baugruppen gefertigt wird.“83 Die Losgröße 1 bezeichnet damit die Einzelfertigung eines Produktes nach kundenindividuellen Wünschen.
In Industrie 4.0-Szenarien wird es möglich sein, selbst kurzfristige Änderungswünsche eines Kunden noch während der laufenden Produktion zu berücksichtigen.84 Neben einer erhöhten Kundenzufriedenheit sehen Unternehmen in einer kundenindividuellen Fertigung das Potential, die eigene Marktposition zu stärken bzw. neue Märkte durch neue Produktvarianten zu erschließen.85
In Bezug auf die Forschungsfrage – die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Beschäftigung – ist festzuhalten, dass die vierte industrielle Revolution einen erheblichen Wandel innerhalb der Produktion hervorrufen wird. Das bedingt auch, dass es in Folge der technologischen Neuerungen zu humanorientierten Veränderungen kommen wird. Wie aufgezeigt werden Mensch und Maschine in der Zukunftsfabrik stärker miteinander vernetzt sein. Kritisch betrachtet wirft das die Frage auf, wo die Vernetzung und die zunehmende Automatisierung der Produktion ihre Grenzen finden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Industrie 4.0 ein, verdeutlicht dessen wachsende Bedeutung im medialen Diskurs und definiert das Ziel der Arbeit, die Beschäftigungsfolgen kritisch zu untersuchen.
2 Die Industrie im Wandel – Grundlagen und Gesamtzusammenhang: Das Kapitel erläutert die technologischen Grundlagen, definiert den Begriff Industrie 4.0 und identifiziert die zentralen Akteure und Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
3 Analyse der Beschäftigungsstrukturen im produzierenden Gewerbe: Hier werden der Status quo der Beschäftigtenzahlen, das Anforderungsniveau der Arbeitsplätze und das Bildungsniveau unter Einbeziehung des demografischen Wandels detailliert analysiert.
4 Szenarien der Beschäftigungsentwicklung im produzierenden Gewerbe: Dieses Kapitel stellt verschiedene Forschungsszenarien – von negativen bis hin zu ambivalenten Prognosen – vor und würdigt die Ergebnisse kritisch im Hinblick auf deren methodische Grundlagen.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die Kernergebnisse zusammen, betont die Gestaltbarkeit der zukünftigen Arbeitswelt und weist auf zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich Weiterbildungsstrukturen hin.
Industrie 4.0, digitale Transformation, produzierendes Gewerbe, Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Automatisierung, Cyber-physische Systeme, Fachkräftebedarf, demografischer Wandel, Losgröße 1, Wissensintensität, Arbeitsvermögen, Industrie 4.0 Akteure, Qualifikationspotential.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der digitalen Transformation, bekannt als Industrie 4.0, auf die Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe in Deutschland.
Die Arbeit umfasst technologische Grundlagen, Analysen der aktuellen Beschäftigungsstrukturen und des Bildungsniveaus, sowie die Prognose verschiedener Zukunftsszenarien für den industriellen Arbeitsmarkt.
Das Ziel ist es, mögliche Szenarien der Beschäftigungsentwicklung durch Industrie 4.0 darzustellen und diese vor dem Hintergrund der Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft kritisch zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der Bundesagentur für Arbeit zur Analyse der Beschäftigungs- und Bildungsstrukturen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Grundlagenanalyse der industriellen Transformation, eine quantitative und qualitative Untersuchung der aktuellen Beschäftigung sowie eine detaillierte Szenarioanalyse zur künftigen Arbeitsmarktentwicklung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Industrie 4.0, digitale Transformation, Beschäftigungsentwicklung, Automatisierung und Fachkräftebedarf charakterisiert.
Bei der traditionellen Produktion wählen Kunden aus festen Produktportfolios, während die "Losgröße 1" eine flexible Einzelfertigung nach individuellen Kundenwünschen unter Industrie 4.0-Bedingungen ermöglicht.
Die Forscher kritisieren, dass eine pauschale Unterscheidung in "Routine" und "Nicht-Routine" der komplexen Realität industrieller Arbeit nicht gerecht wird, da kaum eine Tätigkeit vollständig ohne Routineanteile oder situative Entscheidungen auskommt.
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