Bachelorarbeit, 2016
62 Seiten, Note: 1,6
1 Problemstellung
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 „Crossing the river by feeling for stones”
2.2 Akteure und Institutionen auf den Kapitalmärkten
2.3 Kapitalmarkt
3 Volkswirtschaftliche Entwicklungskonzepte zur Bedeutung von Kapitalmärkten
3.1 Transformation: Wirtschaftspolitik und der rechtliche Rahmen
3.2 Marktwirtschaftliche Mechanismen
3.3 Allokationsziel und Working Capital
3.4 Sparen und Investieren für eine höhere Wertschöpfungsstufe und Wohlstand
3.5 Sparlücke und Auslandsinvestitionen
3.6 Funktionen und Nutzen von Börsen und Kapitalmärkten
4 Analyse der Kapitalmärkte Chinas und die Änderungen durch Stock Connect
4.1 China: Die Entwicklung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs
4.2 Charakteristika der Kapitalmärkte
4.3 Stock Connect 2014
4.3.1 Was ist das Shanghai Hong Kong Stock Connect?
4.3.2 Bewertung des Programmes
5 Ausblick: Zukünftige Bedeutung der Kapitalmärkte in China
6 Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht das 2014 eingeführte Shanghai Hong Kong Stock Connect (SH-HK-SC) Programm im Kontext der historischen und ökonomischen Transformation der chinesischen Kapitalmärkte. Ziel der Arbeit ist es, das Programm in den Prozess der schrittweisen und kontrollierten Öffnung Chinas einzuordnen, dessen Bedeutung für die Marktteilnehmer zu bewerten und zukünftige Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen.
Stock Connect 2014
Ausgangspunkt für das Stock Connect Programm zwischen Shanghai und Hong Kong war ein zunehmendes Interesse von Ausländern sich direkt in China zu beteiligen und nur indirekte Möglichkeiten dafür in Form von A-Aktien. Diese waren lange für Ausländer gänzlich später in Teilen nicht zugänglich. Gleichzeitig verfolgt die Regierung schon seit längerem ihre Öffnungspolitik und wollte auch den Kapitalmarkt noch stärker öffnen, um Shanghai zum einem großen Weltfinanzplatz zu machen und noch mehr Investoren anzulocken. Gleichzeitig konnten sich Inlands-Chinesen nur schwierig an internationalen Unternehmen beteiligen, trotz großem Interesse daran. Der unaufhaltsamen Kapitalmarkt-Globalisierung konnte und wollte sich die Regierung nicht verschließen. Der Öffnungsprozess sollte, wie seither auch, langsam und kontrolliert erfolgen, um einen Ausverkauf der chinesischen Unternehmen oder Spekulationswellen zu verhindern. Wie in Abb. 5 ersichtlich, besaßen bereits seit 1992 ausländische Investoren, über B-Aktien, Möglichkeiten an der Entwicklung von chinesischen Unternehmen zu partizipieren. Staatliche Initiativen, wie das Zulassen von H-Aktien in Hong Kong und der indirekte Erwerb von A-Aktien über QFII, erweiterten diese Möglichkeiten weiter. Gleichzeitig wurde es inländischen Investoren über QDII erleichtert Kapital in ausländische Kapitalmärkte zu investieren. Diese Transaktionenvolumina blieben aber beschränkt.
Das SH-HK-SC erhöht ab 2014 die Beteiligungsquoten zusätzlich und schafft einen weiteren Weg für inländische wie ausländische Investoren, um gegenseitig und unmittelbar direkt in A- und H-Aktien zu investieren. Es ist ein einzigartiges Pilotprojekt mit Einschnitts-Charakter, das im Folgenden genauer betrachtet wird.
1 Problemstellung: Einleitung in die Thematik des Stock Connect Programms und Erläuterung der Relevanz für den chinesischen Transformationsprozess.
2 Grundlagen und Definitionen: Erläuterung zentraler Begriffe wie Kapitalmarkt, Finanzmarktakteure und die methodische Herangehensweise Chinas.
3 Volkswirtschaftliche Entwicklungskonzepte zur Bedeutung von Kapitalmärkten: Analyse der theoretischen Bedeutung von Börsen und Kapitalmärkten für Wirtschaftswachstum und Transformation.
4 Analyse der Kapitalmärkte Chinas und die Änderungen durch Stock Connect: Historische Analyse der chinesischen Kapitalmarktentwicklung und detaillierte Betrachtung des Stock Connect Programms.
5 Ausblick: Zukünftige Bedeutung der Kapitalmärkte in China: Prognose über die weitere Entwicklung des chinesischen Kapitalmarktes und globale Implikationen.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des SH-HK-SC als Meilenstein für die Kapitalmarktöffnung Chinas unter Beibehaltung staatlicher Kontrolle.
Shanghai Hong Kong Stock Connect, Kapitalmarkt, China, Wirtschaftsreformen, Kapitalakkumulation, Transformation, Börse, Aktienmarkt, Liberalisierung, Finanzintermediäre, Investitionen, Staatseinfluss, Wirtschaftswachstum, Northbound, Southbound
Die Arbeit analysiert das 2014 gestartete Pilotprojekt "Shanghai Hong Kong Stock Connect" und dessen Rolle im chinesischen Kapitalmarkt-Transformationsprozess.
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung des chinesischen Kapitalmarktes, volkswirtschaftliche Theorien zur Kapitalmarktentwicklung und die Auswirkungen politisch gesteuerter Liberalisierungsversuche.
Ziel ist es zu beurteilen, ob das Stock Connect Programm einen Meilenstein für die Öffnung der organisierten chinesischen Kapitalmärkte markiert und wie es in das Leitmotiv "Crossing the river by feeling for stones" passt.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu entwicklungstheoretischen Konzepten mit einer historischen und deskriptiven Analyse der chinesischen Finanzmarktentwicklung unter Verwendung von Marktdaten und offiziellen Berichten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über die Bedeutung von Kapitalmärkten, eine historische Analyse Chinas seit dem Zweiten Weltkrieg sowie eine spezifische Untersuchung der Struktur und Auswirkungen des Stock Connect 2014.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalmarktöffnung, Transformation, Shanghai-Hong Kong Stock Connect, staatliche Kontrolle und Wirtschaftswachstum geprägt.
Der Autor führt dies auf die Angst der Regierung vor destabilisierenden Spekulationen, unkontrollierten Kapitalabflüssen und dem Wunsch nach Erhaltung der staatlichen Kontrolle über Schlüsselindustrien zurück.
Dieser Leitspruch steht für eine "Try-and-Error"-Strategie, bei der durch vorsichtige Experimente Lerneffekte generiert werden, um Reformen ohne Gefährdung der Stabilität umzusetzen.
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