Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Störungsbild Asperger-Syndrom
2.2 Klassifikation nach ICD-10 und DSM-V
2.3 Symptomatik
2.4 Prävalenz und Beschulung
3 Inklusion
4 Herausforderungen im inklusiven Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit dem Asperger-Syndrom
5 Fragestellung
6. Empirisch-belegte pädagogische Ansätze zur Förderung von sozialer Interaktion und Kommunikation im Unterricht
6.1 Das TEACCH-Programm
6.2 Das soziale Kompetenztraining SOSTA-FRA für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung
6.3 TOMTASS – Das Theorie-of-Mind-Training
7 Diskussion
Diese Arbeit untersucht pädagogische Ansätze zur Förderung der sozialen Interaktion und Kommunikation bei Schülern mit Asperger-Syndrom im inklusiven Unterricht an Regelschulen, um Lehrkräfte bei der Bewältigung damit verbundener Herausforderungen zu unterstützen.
6.1 Das TEACCH-Programm
Der Name TEACCH steht für Treatment and Education of Autistic and related Communication-handicapped Children und ist ein „pädagogisch-verhaltenstherapeutische[r] und ressourcenorientierte[r] Förderansatz, der insbesondere auf Menschen mit erheblichen Problemen im „perzeptiven, kommunikativen und interaktiven Bereich“ zugeschnitten ist (Kamp-Becker, Duketis, Sinzig, Poustka & Becker, 2010, S. 147). TEACCH entstand in den 60er Jahren und hat seinen Entwicklungsursprung in North Carolina bei Eric Schopler und seinem Forschungsteam (Rabsahl, 2016, S. 27). Das Forschungsteam arbeitete heraus, dass Strukturen in verschiedenen Lebenssituationen von Vorteil für Kinder mit Autismus sind und dass durch Anwendungen von Strukturen ihr Leben deutlich erleichtert wird, denn Autisten haben meist Schwierigkeiten ihr Detailwissen situationsabhängig sinnvoll anzuwenden (Rabsahl, 2016, S. 27). Hinter dem Konzept steckt der Gedanke, den autistischen Individuen zu einem Sinn und einer Bedeutung in ihrer Erfahrungswelt zu verhelfen, sodass ihr Verständnis und effektives Handeln gefördert werden (Rabsahl, 2016, S. 27).
Nach Rabsahl (2016) kann der Zugang zum Sinn und zur Bedeutung mit einer gezielten Strukturierung erreicht werden. Mithilfe der Erstellung eines Gesamtbildes aus ihren vielen kleinen Details, mit denen betroffene Kinder in ihrer sozialen Umwelt nicht anzufangen wissen, soll eine Kontextualisierung ermöglicht werden (Rabsahl, 2016, S. 27). Laut Rabsahl (2016) zielt das TEACCH-Programm insbesondere darauf ab, einen „hohen Bezug zum realen Lebensumfeld“ (S. 27) herzustellen. TEACCH soll die Kinder zum autonomen Handeln erziehen und sie fördern, indem eine bestmögliche, auf das betroffene Kind abgestimmte Lernatmosphäre kreiert wird (Rabsahl, 2016, S. 27).
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die soziale Stigmatisierung autistischer Menschen und begründet das Ziel, pädagogische Förderansätze zur Unterstützung von Schülern mit Asperger-Syndrom an Regelschulen zu identifizieren.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Störungsbild des Asperger-Syndroms, seine Klassifikation, Symptomatik sowie die aktuelle Situation der Beschulung.
3 Inklusion: Hier wird das Konzept der Inklusion als Menschenrecht im schulischen Kontext definiert und dessen Bedeutung für die Gestaltung einer passenden Lernumgebung hervorgehoben.
4 Herausforderungen im inklusiven Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit dem Asperger-Syndrom: Es werden typische Schwierigkeiten für Lehrkräfte, wie Aggressivität oder kommunikative Defizite der betroffenen Kinder, auf Basis von Studien geschildert.
5 Fragestellung: Basierend auf der Symptomatik und den Herausforderungen wird die zentrale Forschungsfrage nach effektiven Fördermaßnahmen für Asperger-Autisten an Regelschulen formuliert.
6. Empirisch-belegte pädagogische Ansätze zur Förderung von sozialer Interaktion und Kommunikation im Unterricht: Dieser Hauptteil beschreibt und bewertet die drei Programme TEACCH, SOSTA-FRA und TOMTASS hinsichtlich ihrer Eignung für den Unterricht.
7 Diskussion: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse, Reflexion der limitierenden Faktoren der Programme und Empfehlungen für die zukünftige schulische Praxis.
Asperger-Syndrom, Autismus-Spektrum-Störung, inklusive Beschulung, Regelschule, soziale Interaktion, Kommunikation, TEACCH, SOSTA-FRA, TOMTASS, Theorie-of-Mind, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Schulalltag, Elternkooperation, Lernatmosphäre, Sozialkompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Unterstützung von Schülern mit Asperger-Syndrom, um deren soziale Interaktion und Kommunikation in inklusiven Regelschulen zu fördern.
Die zentralen Themen umfassen die Symptomatik des Asperger-Syndroms, die Herausforderungen der inklusiven Beschulung sowie spezifische evidenzbasierte Förderprogramme.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte abzuleiten, wie sie Schüler mit Asperger-Syndrom im Unterricht effektiv unterstützen und deren Teilhabe verbessern können.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Bachelorarbeit, die bestehende Studien, Konzepte und Evaluationsergebnisse analysiert und zusammenführt.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung und kritischen Prüfung der drei Förderprogramme TEACCH, SOSTA-FRA und TOMTASS.
Zu den prägenden Begriffen gehören Asperger-Syndrom, Inklusion, soziale Kompetenz, TEACCH, SOSTA-FRA, TOMTASS und schulische Förderung.
Die Einbindung der Eltern ist für den Erfolg der Förderung essenziell, da sie wertvolle Informationen über das Kind beitragen und einen Transfer der gelernten sozialen Fertigkeiten in den Alltag unterstützen können.
Obwohl die Programme ihre Wirksamkeit primär in therapeutischen Settings bewiesen haben, werden in der Arbeit Möglichkeiten diskutiert, wie sie unter Berücksichtigung von Strukturierungshilfen in den Regelschulalltag integriert werden könnten.
Schulassistenzen können eine zentrale Rolle bei der Entlastung der Lehrkräfte spielen und dem Kind helfen, sich im komplexen Schulalltag zu orientieren und sicher zu fühlen.
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