Fachbuch, 2019
125 Seiten
1 Einführung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretische rundlagen zum Beschwerdeverhalten und Beschwerdemanagement
2.1 Grundlegende Definitionen und Inhalte zum Beschwerdeverhalten
2.2 Grundlegende Definitionen und Inhalte zum Beschwerdemanagement
2.3 Unterschiedliche Beschwerdetypologien
3 Methodik der Literaturanalyse
4 Literaturanalyse
4.1 Einführende Überlegungen
4.2 Beschwerdeverhalten als Kundenreaktion auf Unzufriedenheit
4.3 Einflussfaktoren auf das Beschwerdeverhalten
4.4 Auswirkungen des Beschwerdeverhaltens
5 Darstellung und Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Implikationen der Ergebnisse
6.1 Implikationen für die Praxis
6.2 Implikationen für die Forschung
6.3 Ausblick
7 Schlussbetrachtung / Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Beschwerdeverhalten von Endkunden ab der Jahrtausendwende, um ein fundiertes Verständnis über die Entstehung, Ausprägungen, Ursachen und Folgen von Beschwerden zu erlangen und daraus praxisorientierte Implikationen für das Beschwerdemanagement abzuleiten.
4.2 Beschwerdeverhalten als Kundenreaktion auf Unzufriedenheit
Bereits zu Beginn der siebziger Jahre begannen Zufriedenheitsforscher der Konsumerismus-Bewegung wie Hirschman (1970), Fornell (1976) oder Day / Landon (1977), sich mit dem Beschwerdeverhalten von Kunden sowohl theoretisch als auch empirisch auseinanderzusetzen. Das Augenmerk der Beschwerdeverhaltensforschung lag zu diesem Zeitpunkt zwar bereits auf den durch Unzufriedenheit motivierten Handlungen der Konsumenten, aber gleichzeitig auch auf der Stabilisierung lediglich kurzfristiger Geschäftsbeziehungen. (Reis, Pena, & Lopes, 2003; Wünschmann, 2007)
Nach der Jahrtausendwende hat sich der Fokus verstärkt auf den Aufbau sowie die Pflege langfristiger Kundenbeziehungen gerichtet. Damit ein Unternehmen aber Kunden an sich binden kann, benötigt es ein erfolgreiches Kundenbeziehungsmanagement, das wiederum eine systematische Sammlung, Bearbeitung, Auswertung und Nutzung von Beschwerden voraussetzt. Die Auslöser einer Beschwerde können dabei äußerst vielfältig sein. Sie können einerseits auf der Verkaufsseite, also beim Händler selbst, liegen. Unfreundliche oder falsche Beratung, unsachgemäße Lieferung oder mangelhafte Montage fungieren hierfür als Beispiele. Andererseits kann auch der Hersteller für eine Beschwerde verantwortlich sein, wenn seine Produkte nicht die versprochenen Eigenschaften erfüllen. Aber auch aus einer unrealistischen Erwartungshaltung auf Kundenseite, beispielsweise an die Lieferung, Beratung oder Qualität der Produkte, kann Unzufriedenheit resultieren. (Reis, Pena, & Lopes, 2003; Wagner, 2007)
Unternehmen sehen sich deshalb mit der Notwendigkeit konfrontiert, die Zufriedenheit ihrer Kunden zu messen und adäquate Reaktionen auf deren potentielle Unzufriedenheit zu finden. Ein professionelles Beschwerdemanagement, das vorrangig nicht nur als Kostenfaktor gesehen wird, kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. (Fürst, 2008) Erhaltene Beschwerden liefern wertvolle Informationen, mit deren Hilfe interne Verbesserungsmaßnahmen angeregt werden können, die bewirken, dass Kunden zukünftig weniger Grund zur Beschwerde haben und daher stärker an das Unternehmen gebunden sind.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Problemstellung im Kontext des Wettbewerbs und definiert die Forschungsfragen sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theoretische rundlagen zum Beschwerdeverhalten und Beschwerdemanagement: Hier werden die zentralen Begriffe geklärt, theoretische Einordnungen vorgenommen und unterschiedliche Typologien von Beschwerdeführern vorgestellt.
3 Methodik der Literaturanalyse: Dieser Abschnitt begründet den gewählten methodischen Ansatz der systematischen Literaturanalyse, die auf den Kriterien von Randolph basiert, um eine objektive Auswertung sicherzustellen.
4 Literaturanalyse: Das Kapitel bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Ursachen, Einflussfaktoren und Auswirkungen des Beschwerdeverhaltens sowie Ansätzen zur Messung der Kundenzufriedenheit.
5 Darstellung und Zusammenfassung der Ergebnisse: Hier werden die zentralen Erkenntnisse der Literaturanalyse resümiert und der Argumentationsgang der Arbeit zusammenfassend dargestellt.
6 Implikationen der Ergebnisse: Auf Basis der Ergebnisse werden praxisorientierte Handlungsempfehlungen für das Beschwerdemanagement sowie Anknüpfungspunkte für die zukünftige Forschung formuliert.
7 Schlussbetrachtung / Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Einsichten der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung eines aktiven Beschwerdemanagements für den Unternehmenserfolg.
Beschwerdemanagement, Beschwerdeverhalten, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Kundenbeziehungsmanagement, Konsumentenforschung, Beschwerdeursachen, Beschwerdestimulierung, Beschwerdebearbeitung, Beschwerdeinformationsnutzung, Kundenorientierung, Qualitätsmanagement, Feedbackmanagement, B2C-Bereich, Unternehmensloyalität.
Die Arbeit befasst sich mit dem Beschwerdeverhalten von Endkunden in der Zeit ab der Jahrtausendwende und untersucht, wie Unternehmen durch professionelles Beschwerdemanagement unzufriedene Kunden halten und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Beschwerdebegriffs, Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit, Einflussfaktoren auf das Beschwerdeverhalten und die Auswirkungen von Beschwerden auf die langfristige Kundenbindung.
Das Hauptziel ist es, ein detailliertes und modernes Verständnis für das Beschwerdemanagement im Business-to-Consumer-Bereich (B2C) zu entwickeln und managementrelevante Erkenntnisse zur Vorbeugung und zum Umgang mit Beschwerden zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse, die angelehnt an Randolph (2009) relevante Forschungsbeiträge seit der Jahrtausendwende mittels eines schematischen Filtrierungs- und Selektionsprozesses identifiziert und auswertet.
Der Hauptteil analysiert die Zusammenhänge zwischen Kundenzufriedenheit und Beschwerdeverhalten, klassifiziert Einflussfaktoren (problem-, situations-, anbieter- und kundenbezogen) und diskutiert Reaktionsmöglichkeiten unzufriedener Kunden sowie deren Konsequenzen für die Organisation.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Beschwerdemanagement, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Beschwerdeverhalten und CRM aus.
Angesichts zunehmenden Wettbewerbs und hoher Neukundenakquisekosten stellt das Beschwerdemanagement eine entscheidende Chance dar, um gefährdete Kundenbeziehungen zu stabilisieren, Prozesse zu optimieren und die Marke durch hohe Servicequalität zu differenzieren.
Die Arbeit leistet eine umfassende theoretische Übersicht über Art, Ausmaß, Ursachen und Folgen des Beschwerdeverhaltens der letzten 20 Jahre und überführt diese Erkenntnisse in einen konkreten Maßnahmenkatalog für die betriebliche Praxis.
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