Bachelorarbeit, 2019
99 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Förderungsnotwendigkeit der Stressprävention von Führungskräften
2 Theoretische Grundlagen – empirischer Forschungsstand
2.1 Stresstheorien und salutogenetisches Präventionsmodell
2.1.1 Begriffliche Abgrenzung und stresstheoretische Konzepte
2.1.2 Das Salutogenese-Modell: Prävention durch Kohärenzgefühlsicherung
2.2 Positive Psychologie und Coaching: Symbiose von Theorie und Praxis
2.2.1 Positive Psychologie und Coaching - Konzepteinblicke
2.2.2 Positive Psychologie Interventionen
2.3 Milieueinblick: Zielgruppe Führungskräfte Mittelmanagement
3 Forschungsmethodisches Vorgehen
3.1 Überblick des qualitativen Forschungsprozesses
3.2 Recherche, Induktive Selektion und systematische Literaturreview
3.3 PPI-Bewertungsverfahren (B)
3.4 Synthese der Erkenntnisse (C), Diskussion (D), Praktische Implikation (E)
4 Erkenntnisse
4.1 Teil A: Nutzwertanalyse
4.1.1 Erkenntnisse aus PPI-Selektionsverfahren und Datenaufbereitung
4.1.2 Erkenntnisse des qualitativ / quantitativen Bewertungsverfahrens
4.2 Teil B: Studienerkenntnisse zu den Umsetzungsstrategien
4.2.1 Detaillierter Einblick in die Studienerkenntnisse
4.2.2 Narrative Synthese der vorliegenden Studienergebnisse
4.3 Diskussion der Erkenntnisse
4.3.1 Teil A: Erkenntnisse aus der Kohärenzgefühlbewertung von PPI
4.3.2 Teil B: Erkenntnisse zu den Umsetzungsstrategien
4.4 Einschränkungen der Arbeit
4.5 Praktische Implikationen
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie durch empirisch fundierte Interventionen der Positiven Psychologie (PPI) und gezieltes Coaching die Stressbewältigungskompetenzen von Führungskräften im Mittelmanagement gestärkt werden können. Dabei steht die salutogenetische Perspektive und die gezielte Förderung des Kohärenzgefühls im Zentrum, um präventiv gegen chronischen Stress und dessen Folgen zu wirken.
1.1 Förderungsnotwendigkeit der Stressprävention von Führungskräften
Ein Umbruch einer monetären Wirtschaft hin zu einer Wellbeing Ökonomie ist seit den letzten zwei Jahrzehnten sichtbar geworden (vgl. Seligman, 2003, S. 263 f.; Diener et al., 2015, S. 234 ff.). Der Strukturwandel durch den technologischen Fortschritt und die damit einhergehende Beschleunigung der politischen, sozialen und ökonomischen Globalisierung führen zu geänderten Lebens- und Arbeitsbedingungen. Diese Änderungen tragen zu verbesserten Lebensstandards bei (vgl. Troger, 2014, S. V; Hünefeld, 2016, S. 53 ff.), sind aber bipolar, haben also auch eine Kehrseite (vgl. Struhs-Wehr, 2017, S. 61; Steiger, Lippmann, 2013, S. 146). Psychische Krankheiten werden in zehn Jahren weltweit die Hauptursache von Krankheit sein (vgl. WHO, 2008, S. 51). Laut Weltgesundheitsorganisation ist die größte Gesundheitsgefahr der nahen Zukunft negativer Stress. Wittchen et al. (2011) zeigen auf, dass mehr als ein Drittel der europäischen Bevölkerung an psychischen Krankheiten leidet (vgl. ebd., S. 655).
Gemäß Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind psychische Erkrankungen bereits heute die häufigste Ursache von Frühberentungen in Deutschland (vgl. BAuA, 2014). Der Anstieg psychisch bedingter Krankheiten ist umfassend bestätigt (vgl. DGFP, 2011, S. 3; TK, 2013, S. 4 ff.; RKI, 2015, S. 112). Sie resultieren aus gesteigertem Leistungsdruck, Angst und Überforderung (vgl. Troger, 2014, S. V; TK, 2013, S. 4 ff.; Zimber, Hentrich, 2015, S. 2). Bereits in zwei Jahren scheint jeder zweite arbeitsbedingte Fehltag in Deutschland auf Stress zurückführbar zu sein (vgl. Poulsen, 2012, S. 13; DAK, 2018, S. 16 f.).
Nicht punktueller Stress sondern andauernder, chronischer Stress beeinflusst die Gesundheit negativ (vgl. DGFP, 2011, S. 13 ff.). Gemäß der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) sind mehr als 10% der Befragten chronischen Dauerstressbelastungen ausgesetzt (vgl. Hapke et al., 2013, S. 749 ff.). Die SHAPE Studie (vgl. Kromm, Frank, 2009, S. 19) erfasste umfangreich die Stresssituation von Führungskräften im deutschsprachigen Raum.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Belastung durch chronischen Stress in der modernen Arbeitswelt und definiert das Ziel, salutogenetische Stressprävention für Mittelmanager zu etablieren.
2 Theoretische Grundlagen – empirischer Forschungsstand: Dieses Kapitel verknüpft Stresstheorien, das Salutogenese-Modell sowie Konzepte der Positiven Psychologie und des Coachings, um eine wissenschaftliche Basis für die Interventionen zu schaffen.
3 Forschungsmethodisches Vorgehen: Hier wird der explorative Forschungsprozess erläutert, der die Auswahl empirisch validierter Interventionen und deren Bewertung anhand salutogenetischer Kriterien beschreibt.
4 Erkenntnisse: Dieser Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Nutzwertanalyse der ausgewählten Interventionen sowie die Erkenntnisse zu optimalen Umsetzungsstrategien aus der Literaturanalyse.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der triadischen Konzepte zusammen und gibt einen Ausblick auf den Bedarf an weiterer empirischer Forschung im Feld der Stressprävention für Führungskräfte.
Salutogenese, Coaching, Positive Psychologie, Stressprävention, Kohärenzgefühl, Führungskräfte, Mittelmanagement, Interventionen, Resilienz, Arbeitsbelastung, Signaturstärken, Stressmanagement, Gesundheit, Wohlbefinden, Ressourcen.
Die Bachelor-Thesis untersucht, wie Führungskräfte im Mittelmanagement durch gezieltes Coaching und Interventionen der Positiven Psychologie ihre Stressbewältigungskompetenzen stärken und präventiv ihre psychische Gesundheit schützen können.
Die zentralen Themen sind das Salutogenese-Modell nach Antonovsky, die Anwendung von Positive Psychology Interventions (PPI) und deren praktische Integration in das Business-Coaching für Führungskräfte.
Das primäre Ziel ist es, empirisch gesicherte PPI zu identifizieren, die das Kohärenzgefühl stärken, und Strategien aufzuzeigen, wie diese effektiv im Coaching mit Managern des Mittelmanagements eingesetzt werden können.
Die Arbeit nutzt ein exploratives Vorgehen mit einer systematischen Literaturrecherche, gefolgt von einer qualitativen Nutzwertanalyse zur Bewertung der salutogenetischen Relevanz der Interventionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, das methodische Vorgehen bei der PPI-Auswahl sowie eine detaillierte Auswertung der Studienerkenntnisse hinsichtlich ihrer salutogenetischen Wirkung und Umsetzbarkeit.
Zu den prägenden Begriffen gehören Salutogenese, Positive Psychologie, Kohärenzgefühl, Führungskräfte-Coaching, Stressprävention und Signaturstärken.
Mittelmanager befinden sich in einer spezifischen Sandwich-Position zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern, was sie besonders anfällig für Rollenkonflikte und chronischen Stress macht.
Das Kohärenzgefühl (basierend auf Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit) ist der zentrale Wirkfaktor der Salutogenese, der als "Puffer" gegen negative Stressfolgen fungiert.
Ja, die Arbeit leitet konkrete Umsetzungsempfehlungen für den Coaching-Prozess ab, die auf die zeitliche Belastung und die spezifischen Bedürfnisse von Führungskräften zugeschnitten sind.
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