Bachelorarbeit, 2005
79 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele und Vorgehensweise
1.3 Kooperation
2. Ältere Menschen in der Informationsgesellschaft
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Der demografische Wandel
2.2.1 Sinkende Bevölkerungszahlen
2.2.2 Steigende Lebenserwartung
2.2.3 Wachstum der älteren Bevölkerungsschichten
2.2.4 Internationale Betrachtung des Alterungsphänomens
2.2.5 Wirtschaftliche Macht der Älteren
2.3 Ältere Menschen im Internet
2.3.1 Anteil der Internetnutzer
2.3.2 Dauer und Häufigkeit der Internetnutzung
2.3.3 Interessengebiete
2.3.4 Problemfelder und Einstiegshürden
2.3.5 Internationaler Vergleich
2.4 Zusammenfassung und Ausblick
3. Altersbedingte Veränderungen älterer Menschen
3.1 Theorien und Modelle zum Alterungsprozess
3.2 Wahrnehmungssysteme
3.2.1 Sehvermögen
3.2.2 Hörvermögen
3.3 Bewegungsapparat
3.3.1 Motorik
3.3.2 Mobilität
3.4 Psychologische Aspekte
3.4.1 Gedächtnis
3.4.2 Lernverhalten
3.5 Soziale Aspekte
3.6 Kriterien für seniorengerechte Websites
3.7 Fazit
4. Seniorengerechte Websites
4.1 Barrierefreiheit im World Wide Web
4.1.1 Begriffsbestimmung
4.1.2 Technische Grundlagen
4.1.3 Entwicklung der Barrierefreiheit
4.1.4 Barrierefreiheit in Deutschland
4.1.5 Relevanz der BITV abseits der Verwaltungsebene
4.2 Überprüfung der BITV-Richtlinien
4.2.1 Vorgehensweise
4.2.2 Anforderung 1
4.2.3 Anforderung 2
4.2.4 Anforderung 3
4.2.5 Anforderung 4
4.2.6 Anforderung 5
4.2.7 Anforderung 6
4.2.8 Anforderung 7
4.2.9 Anforderung 8
4.2.10 Anforderung 9
4.2.11 Anforderung 10
4.2.12 Anforderung 11
4.2.13 Anforderung 12
4.2.14 Anforderung 13
4.2.15 Anforderung 14
4.3 Zusammenfassung
4.4 Handlungsempfehlungen für Websitebetreiber
4.5 Praktisches Beispiel: www.bsnf.de
4.5.1 Über den Verein
4.5.2 Betrachtung der Website vorher
4.5.3 Betrachtung der Website nachher
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die gesetzlichen Vorgaben der „Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung“ (BITV) den spezifischen Bedürfnissen älterer Menschen im Internet gerecht werden. Das Ziel ist es, die Eignung der BITV als Maßstab für seniorengerechte Websites zu bewerten und basierend auf den identifizierten Lücken Handlungsempfehlungen für Websitebetreiber abzuleiten sowie in einem Relaunch-Projekt modellhaft umzusetzen.
1.1 Problemstellung
Unsere Gesellschaft altert. Im Jahr 2020 wird mehr als jeder Vierte in Deutschland 60 Jahre oder älter sein (vgl. BMFSFJ 2002). Bereits heute hat die „Generation 60plus“ einen enormen Einfluss, sowohl gesellschaftlich als auch monetär.
Jahrelang wurde diese Entwicklung von der Wirtschaft vernachlässigt, jetzt bewegt sich der Markt allmählich: Die gegenwärtigen Aktivitäten zeigen, dass die Bedürfnisse der „Neuen Alten“ zunehmend ernst genommen werden. Schlagworte wie „Design for All“, barrierefreies Wohnen, Seniorenmarketing oder „Silver Shopper“ existieren zwar schon längere Zeit, rücken aber doch erst jetzt ins kollektive Bewusstsein der Wirtschaft. Der Tenor lautet: Die Alterung der Gesellschaft ist auch eine wirtschaftliche Chance, sich auf dem Markt von den Mitbewerbern abzuhebn.
Vor diesem Hintergrund ist ein weiterer Trend von Bedeutung, nämlich die Zahl der älteren Menschen, die das Internet nutzen. Neueste Erhebungen zeigen, dass dies die einzige Bevölkerungsgruppe ist, bei der die Zahl der Onliner überproportional wächst. So hat sich der Anteil der über 60-Jährigen, die gelegentlich das Internet nutzen, von 7,8% im Jahr 2002 auf 14,5% im Jahr 2004 nahezu verdoppelt. In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: 2,8 Millionen Deutsche über 60 Jahren bewegen sich mittlerweile im Internet (vgl. Van Eimeren, Gerhard, Frees 2004, S. 352).
Hierbei tun sich verschiedenartige Problemfelder auf, denn die immer größer werdende Gruppe der surfenden Senioren hat altersspezifische Bedürfnisse im Internet. Die Hürden reichen dabei von mangelndem Know-how über physische Einschränkungen bis hin zu psychischen Veränderungsprozessen. Daraus ergibt sich ein akuter Handlungsbedarf: Den speziellen Anforderungen und Erwartungen der „Generation 60plus“ muss auch im Internet Rechnung getragen werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die demografische Alterung Deutschlands ein, erläutert die wachsende Bedeutung der "Generation 60plus" im Internet und stellt die Forschungsfrage nach der Tauglichkeit der BITV für diese Zielgruppe.
2. Ältere Menschen in der Informationsgesellschaft: Dieses Kapitel analysiert den demografischen Wandel, die zunehmende Internetnutzung durch Senioren sowie deren wirtschaftliche Bedeutung und charakteristische Interessenfelder.
3. Altersbedingte Veränderungen älterer Menschen: Der Abschnitt beleuchtet physische und psychische Veränderungen im Alter wie Seh- und Hörvermögen, motorische Fähigkeiten sowie Gedächtnis und Lernverhalten, um daraus Kriterien für seniorengerechte Websites abzuleiten.
4. Seniorengerechte Websites: Dieses zentrale Kapitel definiert Barrierefreiheit, erläutert die technischen Grundlagen wie HTML/CSS und führt eine detaillierte Überprüfung aller 14 BITV-Anforderungen hinsichtlich ihrer Relevanz für ältere Menschen durch.
5. Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass die BITV nicht ausreicht, um seniorengerechte Websites zu gewährleisten, und unterstreicht die Notwendigkeit ergänzender Richtlinien für diese Zielgruppe.
BITV, Barrierefreiheit, Generation 60plus, demografischer Wandel, Internetnutzung, Senioren, Webdesign, Bedienbarkeit, Usability, Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung, Seniorenmarketing, WCAG, Medienkompetenz, Barrierefreies Webdesign.
Die Arbeit untersucht, ob die bestehenden gesetzlichen Richtlinien für barrierefreie Websites (BITV) ausreichen, um den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen im Internet gerecht zu werden.
Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Erforschung altersbedingter physiologischer und psychischer Einschränkungen sowie deren Auswirkungen auf die Nutzung von Internettechnologien.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob die BITV als alleiniger Maßstab für seniorengerechte Websites dienen kann oder ob zusätzliche, spezifische Kriterien für die „Generation 60plus“ notwendig sind.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturrecherche, einer systematischen vergleichenden Analyse der BITV-Anforderungen mit seniorenspezifischen Bedürfnissen sowie einer praktischen Anwendung der Ergebnisse durch einen Relaunch.
Im Hauptteil werden zunächst die demografischen Grundlagen und altersbedingten Einschränkungen dargestellt. Anschließend folgt eine detaillierte Prüfung der 14 BITV-Anforderungen sowie Handlungsempfehlungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem BITV, Barrierefreiheit, Generation 60plus, demografischer Wandel, Senioren, Internetnutzung und Usability.
Die Untersuchung zeigt, dass die Einhaltung der BITV zwar eine gute Basis bietet, aber für eine wirklich seniorengerechte Gestaltung ergänzende Konzepte notwendig sind, um diese wirtschaftlich bedeutende Zielgruppe erfolgreich anzusprechen.
Die Website des Bayerischen SeniorenNetzForums wurde vor und nach einem Relaunch analysiert, um zu demonstrieren, wie die aus der Theorie abgeleiteten Erkenntnisse konkret in die technische und gestalterische Praxis umgesetzt werden können.
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