Examensarbeit, 2005
122 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. EINLEITUNG
2. KINDER- UND JUGENDLITERATUR
2.1 BEGRIFFSKLÄRUNG
2.2 KINDERLITERATUR – EIN SPIEGEL DES GESELLSCHAFTLICHEN KINDHEITSBILDES
2.2.1 Die traditionelle Kinderliteratur
2.2.2 Die moderne Kinderliteratur
2.3 DER MODERNE KINDERROMAN – THEMATISCHE UND STILISTISCHE ASPEKTE
2.3.1 Der moderne problemorientierte Kinderroman
2.3.2 Der moderne psychologische Kinderroman
2.3.3 Der moderne komische Kinderroman
2.3.4 Der moderne phantastische Kinderroman
3. STERBEN UND TOD – DIE KINDLICHE PSYCHE
3.1 ERSTE ERFAHRUNGEN DES KINDES MIT DEM THEMA VERLUST UND TRENNUNG
3.2 TODESVORSTELLUNGEN IN VERSCHIEDENEN ALTERSSTUFEN
3.3 DIE TRAUERPHASEN NACH V. KAST
3.4 HILFEN IN DER TRAUER
3.4.1 Das Thema Sterben und Tod im modernen Kinderroman – ein aktueller Überblick
3.5 DIE FOLGEN UNBEWÄLTIGTER TRAUER
3.6 DIE BEDEUTUNG DER TODESUMSTÄNDE
3.6.1 Der plötzliche Tod
3.6.2 Der Tod nach Krankheit
3.6.2.1 Die Sterbephasen nach E. KÜBLER-ROSS
4. S. KILIAN: DIE MONDMUTTER
4.2 INHALTSANGABE
4.3 EINORDNUNG IN EINE LITERARISCHE GATTUNG
4.4 INHALTSANALYSE
4.4.1 Schaubild: Figurenkonstellation
4.4.2 Die Charaktere und ihr Trauerverhalten
4.4.3 Realitätsgehalt
4.5 STILANALYSE
4.5.1 Äußere Aufmachung
4.5.2 Struktur
4.5.3 Sprache
4.5.4 Symbolgehalt
4.6 SCHLUSSBETRACHTUNG
5. ELISABETH ZÖLLER: AUF WIEDERSEHEN, MAMA
5.1 DIE AUTORIN
5.2 INHALTSANGABE
5.3 EINORDNUNG IN EINE LITERARISCHE GATTUNG
5.4 INHALTSANALYSE
5.4.1 Schaubild: Figurenkonstellation
5.4.2 Die Charaktere und ihr Trauerverhalten
5.4.3 Realitätsgehalt
5.5 STILANALYSE
5.5.1 Äußere Aufmachung
5.5.2 Struktur
5.5.3 Sprache
5.5.4 Symbolgehalt
5.6 SCHLUSSBETRACHTUNG
6. VERGLEICH BEIDER KINDERROMANE
6.1 INHALTLICHER VERGLEICH
6.2 STILISTISCHER VERGLEICH
6.3 ABSCHLIEßENDER VERGLEICH
7. SCHLUSS
Die Arbeit untersucht den Umgang mit den Themen „Sterben und Tod“ in zeitgenössischen Kinderromanen, insbesondere am Beispiel von Susanne Kilians „Die Mondmutter“ und Elisabeth Zöllers „Auf Wiedersehen, Mama“. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinderliteratur dazu beitragen kann, junge Leser behutsam und altersgerecht mit diesen existenziellen Grenzerfahrungen zu konfrontieren und bei der Trauerbewältigung zu unterstützen.
3.6.2.1 Die Sterbephasen nach E. KÜBLER-ROSS
Ähnlich wie die Überlebenden durchlaufen auch die Sterbenden eine Art Trauer, die den Sterbeprozess begleitet. Der wohl bekannteste Versuch, diesen Sterbeprozess in verschiedene Stadien zu unterteilen, ist das Sterbephasenmodell von Dr. Elisabeth Kübler-Ross. Sie unterteilt den Vorgang in fünf Phasen:
- Erste Phase: „Nichtwahrhabenwollen und Isolierung“
- Zweite Phase: „Zorn“
- Dritte Phase: „Verhandeln“
- Vierte Phase: „Depression“
- Fünfte Phase: „Zustimmung“
Dieser Prozess ist kein lineares Geschehen, die einzelnen Phasen können unterschiedlich oft durchlaufen werden.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Enttabuisierung des Themas Tod in der Gesellschaft sowie in der Kinder- und Jugendliteratur und betont die Notwendigkeit für Lehrkräfte, sich mit den psychologischen Aspekten des Trauerns auseinanderzusetzen.
2. KINDER- UND JUGENDLITERATUR: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kinder- und Jugendliteratur und skizziert deren historische Entwicklung vom Zeitalter der Aufklärung bis hin zur modernen Kinderliteratur, wobei besonders der Wandel der Kindheitsbilder hervorgehoben wird.
3. STERBEN UND TOD – DIE KINDLICHE PSYCHE: Hier werden die psychologischen Grundlagen der kindlichen Todesvorstellung in verschiedenen Altersstufen erläutert und die Phasen der Trauerbewältigung sowie Hilfestellungen für trauernde Kinder detailliert dargestellt.
4. S. KILIAN: DIE MONDMUTTER: Das Kapitel bietet eine Inhaltsanalyse und stilistische Untersuchung von Susanne Kilians Roman „Die Mondmutter“, wobei insbesondere die Figurenkonstellation und das Trauerverhalten im Fokus stehen.
5. ELISABETH ZÖLLER: AUF WIEDERSEHEN, MAMA: Dieses Kapitel analysiert Elisabeth Zöllers Roman „Auf Wiedersehen, Mama“ hinsichtlich seines Inhalts, der Gattungszugehörigkeit sowie der Gestaltung der Charaktere im Kontext der Krankheit und des Todes einer Mutter.
6. VERGLEICH BEIDER KINDERROMANE: In diesem Kapitel werden die beiden untersuchten Romane inhaltlich und stilistisch einander gegenübergestellt, um die unterschiedlichen erzählerischen Intentionen und Herangehensweisen der Autorinnen herauszuarbeiten.
7. SCHLUSS: Im abschließenden Teil reflektiert die Autorin die Relevanz der Auseinandersetzung mit „Problemthemen“ für angehende Lehrkräfte und fasst die Erkenntnisse aus der Analyse der Kinderbücher zusammen.
Kinderliteratur, Sterben, Tod, Trauerbewältigung, Kindheitsbild, psychologische Entwicklung, Kinderroman, Verlust, Sterbephasen, Kübler-Ross, Verena Kast, Literaturanalyse, Trauer, Identifikation, Resilienz
Die Arbeit analysiert, wie zwei ausgewählte moderne Kinderromane das sensible Thema Sterben und Tod behandeln und welche Hilfestellungen diese für die kindliche Trauerbewältigung bieten.
Zentral sind die psychologische kindliche Wahrnehmung des Todes, die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur, Trauerphasenmodelle sowie die literarische Gestaltung von Verlust und Trauer in Kinderbüchern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Kinderliteratur als wichtiges Medium fungieren kann, um Kinder bei der Verarbeitung von Verlusten zu unterstützen und ihnen einen Zugang zur Auseinandersetzung mit dem Tod zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche und psychologische Analyse, indem sie primärliterarische Texte (Kinderromane) auf Basis entwicklungspsychologischer und literaturtheoretischer Modelle untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Trauer und Literatur sowie die konkrete Analyse der Romane „Die Mondmutter“ und „Auf Wiedersehen, Mama“, inklusive Charakterstudien und stilistischer Untersuchungen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Kindheitsautonomie, Trauerphasen (nach Verena Kast), Sterbephasen (nach Kübler-Ross), psychologischer Kinderroman und Realitätsgehalt aus.
Während Kilians „Die Mondmutter“ einen realistischen und teils harten Trauerprozess abbildet, konzentriert sich Zöllers „Auf Wiedersehen, Mama“ stärker auf eine tröstende, hoffnungsvolle Perspektive innerhalb einer intakten Familienstruktur.
Symbole wie der Mond oder Schatzkästchen dienen als Ankerpunkte und Trostspender; sie ermöglichen den jungen Protagonistinnen, ihre abstrakten Ängste in konkrete Erinnerungen zu transformieren und so eine Verbindung zu den verstorbenen Eltern zu wahren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

