Masterarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
2 STRUKTUR DER ARBEIT
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
3.1 DAS INTERNET ALS RAUM DER BILDUNG
3.1.1 DIGITALE LEHR - UND LERNMEDIEN
3.1.2 DER (DIGITALE) KOMPETENZBEGRIFF
3.2 FAMILY DIGITAL LITERACY
3.2.1 FAMILIE UND DIGITALE BILDUNG
3.2.2 DIGITALE BILDUNGSUNGLEICHHEIT NACH BOURDIEU
3.3 MEDIENERZIEHUNG IN DER FAMILIE
3.3.1 MUSTER MEDIENERZIEHERISCHEN HANDELNS NACH WAGNER
3.4 ELTERLICHE HAUSAUFGABENHILFE
3.4.1 FUNKTIONEN VON HAUSAUFGABEN
3.4.2 ELTERN ALS HAUSAUFGABENBEGLEITER
3.4.3 TYPEN DER HAUSAUFGABENHILFE
3.4.4 INTERNETUNTERSTÜTZENDE HAUSAUFGABENPRAXIS
4 FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESENHERLEITUNG
5 METHODIK
5.1 STICHPROBE
5.2 ERHEBUNGSINSTRUMENTE
5.3 DURCHFÜHRUNG
5.4 HINWEISE ZUR DATENAUSWAHL
5.4.1 ELTERLICHE HAUSAUFGABENHILFE IM FRAGEBOGEN
5.4.2 KOMPETENZQUIZ
5.5 HINWEISE ZUR DATENAUSWERTUNG
6 ERGEBNISSE
6.1 DESKRIPTIVE BEFUNDE
6.1.1 QUALITATIVE HAUSAUFGABENHILFE
6.1.2 QUANTITATIVE HAUSAUFGABENHILFE
6.1.3 KOMPETENZTEST
6.2 ERGEBNISSE DER KORRELATION
6.2.1 KORRELATION VON ADÄQUATER HAUSAUFGABENHILFE UND KOMPETENZ
6.2.2 KORRELATION – KOMPETENZ UND QUANTITÄT DER ELTERLICHEN HAUSAUFGABENHILFE
7 DISKUSSION
7.1 ZUSAMMENFASSUNG
7.2 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
7.2.1 KOMPETENZEN IM KONTEXT DER INTERNETNUTZUNG
7.2.2 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE IM HINBLICK AUF DIE DIGITALE HAUSAUFGABENHILFE
7.2.3 KORRELATIONSINTERPRETATION
7.3 HYPOTHESENPRÜFUNG UND BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNG
7.4 KRITIK
8 AUSBLICK
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den Zusammenhang zwischen der elterlichen Unterstützung bei der Erledigung digitaler Hausaufgaben und den digitalen Kompetenzen von Schülern und Schülerinnen der fünften und sechsten Klassen empirisch zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob eine adäquate elterliche Hilfe einen messbaren Effekt auf die Medienkompetenz der Kinder im Umgang mit dem Internet hat.
3.1.1 DIGITALE LEHR - UND LERNMEDIEN
In den folgenden Ausführungen soll ein Blick auf die in der Fachliteratur vorhandenen Erklärungsmodelle zum Einsatz digitaler Medien in Lehr- und Lernprozessen zunächst im schulischen Kontext gerichtet werden, da bislang noch keine Modelle für den informellen Bildungsort Familie vorliegen. Auch wenn innerhalb dieser Arbeit der familiäre Rahmen im Blickpunkt liegt, kann diese Betrachtung sinnvoll sein. Zum einen agieren Eltern im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung im weitesten Sinne als Lehrer und Lehrerinnen ihrer Kinder, zum anderen muss man aber auch Bedenken, dass die Forderung nach der Erledigung digitaler Hausaufgaben immer auch mit einer fortschreitenden Digitalisierung in der Schule erfolgt. Wie die im Vorfeld beschriebene Entwicklung des Internets und dessen Nutzung im schulischen Bereich bereits vermuten lässt, besitzen digitale Lehr- und Lernmedien vielfältige Potenziale, die heute zwar theoretisch bekannt sind, praktisch in Schulen aber noch nicht hinreichend ausgeschöpft werden (Petko, 2010).
Eines der größten Potenziale zur Leistungssteigerung im Umgang mit digitalen Medien in pädagogischen Kontexten liegt im Austausch und in der Kooperation der Lehrpersonen. Darauf verweisen sowohl allgemeine Studien, wie beispielsweise The Rational Optimist von Ridley (2010), als auch empirische Studien, wie z.B. die bereits angesprochene Untersuchung von Hattie (2013). Das Stichwort lautet in diesem Kontext «kollektive Intelligenz» (Zierer 2016, S. 184). Wird das Internet somit als gemeinschaftliche nutzbare Ressource betrachtet, kann es durchaus positive Wirkung auf die schulische und auch private Lernwelt haben.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung digitaler Medien und die damit einhergehende Problematik der digitalen Ungleichheit und Bildungsbenachteiligung.
2 STRUKTUR DER ARBEIT: Überblick über den Aufbau der Arbeit, von den theoretischen Grundlagen über die empirische Analyse bis zur Diskussion der Ergebnisse.
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erläuterung relevanter Konzepte wie Family Digital Literacy, Medienerziehung und elterliche Hausaufgabenhilfe im digitalen Kontext.
4 FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESENHERLEITUNG: Herleitung der zentralen Forschungsfrage und der zu prüfenden Hypothese zur elterlichen Unterstützung.
5 METHODIK: Darstellung des methodischen Vorgehens bei der Reanalyse bestehender Datensätze zur Erfassung von Hausaufgabenhilfe und Medienkompetenz.
6 ERGEBNISSE: Präsentation der deskriptiven Befunde und der Korrelationsanalysen zwischen elterlicher Unterstützung und Testergebnissen.
7 DISKUSSION: Interpretation der Ergebnisse im Lichte der Theorie, Beantwortung der Fragestellung sowie kritische Würdigung der Forschung.
8 AUSBLICK: Reflexion über die Bedeutung der Familie als Bildungsort und Implikationen für zukünftige Fördermaßnahmen.
Digitale Bildung, Family Digital Literacy, Hausaufgabenhilfe, Medienkompetenz, Digitale Ungleichheit, Medienerziehung, Informatonskompetenz, Eltern-Kind-Interaktion, Wissensgesellschaft, Bildungsbenachteiligung, Digitale Lernmedien, Empirische Sozialforschung, Informationsverarbeitung, Schulische Leistung, Erziehungsstile.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Unterstützung durch Eltern bei digitalen Hausaufgaben und der Entwicklung digitaler Medienkompetenzen bei Kindern in der fünften und sechsten Klasse.
Die Themenfelder umfassen die Rolle der Familie als Bildungsort, Konzepte der Medienerziehung, unterschiedliche Typen der elterlichen Hausaufgabenhilfe und die digitale Ungleichheit nach Bourdieu.
Das primäre Ziel ist es zu prüfen, inwieweit eine adäquate elterliche Unterstützung bei der Erledigung digitaler Hausaufgaben die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler positiv beeinflusst.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Reanalyse bereits erhobener Datensätze, bei der quantitative Methoden (SPSS-Analysen) angewandt werden, um Korrelationen zwischen Unterstützung und Kompetenzlevel aufzuzeigen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu digitaler Bildung und Medientypen auch die Ergebnisse der deskriptiven Statistik sowie Korrelationsberechnungen zwischen verschiedenen Hilfe-Typen und Testergebnissen dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Family Digital Literacy, Medienkompetenz, Adäquate Hausaufgabenhilfe, Digitale Ungleichheit und medienerzieherisches Handeln.
Adäquate Hilfe zeichnet sich durch verbale Auseinandersetzung und Orientierung am Kind aus, während kontrollierende Hilfe durch starre Vorgaben, Verbote und eine stärkere Einmischung der Eltern gekennzeichnet ist.
Die Arbeit zeigt, dass der Zusammenhang zwischen elterlicher Hilfe und digitaler Kompetenz signifikant, aber gering ausgeprägt ist, was die Notwendigkeit für weiterführende mediendidaktische Konzepte für Eltern betont.
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