Examensarbeit, 2005
177 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Adverbdeskription und ihre Bedeutung für die deutsche und französische Sprache
3. Kritik an den traditionellen französischen Schul- und Lerngrammatiken deutscher und französischer Autoren für deutsche und französische Lerner
4. Eine neue Konzeption des Adverbs
4.1 Ad-Formen/Ad-Verben versus Adverbien: Anmerkungen zur Terminologie und zur Reihung der Ad-Formen
4.2 Die Kennzeichnung der Ad-Formen
4.2.1 Unveränderliche Formen und Adjektive als Ad-Formen
4.2.2 Die Kennzeichnung mittels –ment
4.2.3 Die Neutrumendung als Ad-Formenkennzeichnung
4.2.4 Die unregelmäßige Ad-Formenkennzeichnung
4.3 Die Ad-Formen-Typen und ihre Kennzeichnung
4.3.1 Das Ad-Verb und die unregelmäßigen Formen bien, mal, mieux und pis
4.3.2 Übereingestimmtes Adjektiv statt Ad-Form
4.4 Das Ad-Verb mit Ad-Formenkennzeichnun
4.4.1 Das Suffix -ment als Ad-Verbkennzeichnung
4.4.2 Die neutrale Adjektivendung als Ad-Verbkennzeichnung
4.4.3 Adjektive mit ausschließlich neutraler Kennzeichnung
4.4.4 Die unregelmäßige Ad-Verbkennzeichnung
4.4.5 Das Ad-Ad-Verb (Ad-2-Verb)
4.4.6 Das Ad-Adjektiv
4.4.7 Das Ad-Ad-Adjektiv (Ad-2-Adjektiv)/ Ad-Ad-Ad-Adjektiv (Ad-3-Adjektiv)
4.4.8 Die Ad-Nominalphrase (Ad-NP)
4.4.9 Die Ad-Präpositionalphrase (Ad-PP)/ Ad-Ad-Präpositionalphrase (Ad-2-PP)
4.4.10 Die Ad-Satz-Formen (Ad-S)/ Ad-Ad-Satz-Formen (Ad-2-S)
4.4.11 Die Ad-Konjunktion oder Ad-Nebensatz-Form (Ad-K/Ad-NS)
4.4.12 Die limitativen Ad-Formen
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine Abwendung von der traditionellen, semantisch geprägten Adverbdeskription zu begründen und eine neue, schülerorientierte Adverbkonzeption zu entwickeln, die auf einer rein syntaktischen Betrachtungsweise basiert.
4.1 Ad-Formen/Ad-Verben versus Adverbien: Anmerkungen zur Terminologie und zur Reihung der Ad-Formen
Der lateinische Terminus Adverb bzw. adverbium ist etymologisch auf die griechische Bezeichnung epìrrhēma (Ad-Verb, Zu-Verb) zurückzuführen und brachte in der griechischen Grammatik ursprünglich eine sehr enge Betrachtungsweise zum Ausdruck. Das Adverb galt lange Zeit als eine Wortart, die lediglich dem Verb zu dessen inhaltlicher Modifizierung hinzugefügt werden konnte. Dabei wurde keineswegs in Betracht gezogen, dass ein Adverb ebenso Zu-Wort zu anderen Wortarten zu sein vermochte. In der heutigen Zeit haben die meisten Grammatiker eingesehen, dass Adverbien auch andere Wortarten wie Adjektive, Nomina, weitere Adverbien und sogar ganze Sätze semantisch modifizieren können. Trotz dieser Erkenntnis hat in der herkömmlichen Grammatik bis auf einige wenige Ausnahmen keine Begriffsänderung stattgefunden.
Der französische Grammatiker Grevisse beschreibt in Le bon usage immerhin sehr ausführlich, welche Position die mit -ment gekennzeichnete Form je nach dem zu bestimmenden Wort einnehmen kann, leitet daraus dennoch keine spezielle Terminologie ab. Obwohl Klein/Kleineidam die Adverbien hauptsächlich aus semantischer Sichtweise betrachten, eruieren sie in dem Satz J’ai bien téléphoné, mais vous n’étiez pas là. die Form bien als verstärkendes Satzadverb. Der Begriff Satzadverb impliziert eine syntaktische Betrachtungsweise, wird jedoch in keiner Weise erläutert, auf andere Formen ausgeweitet oder an weiterführenden Beispielen nachgewiesen. Abermals zeigt die Adverbdarstellung dieses Autorenpaares ihre Schwächen in der mangelnden Lernerorientierung.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Adverbdeskription sowie der schulpraktischen Motivation.
2. Die Adverbdeskription und ihre Bedeutung für die deutsche und französische Sprache: Gegenüberstellung der Adverbverwendung im Deutschen und Französischen und Aufzeigen der resultierenden Lernschwierigkeiten.
3. Kritik an den traditionellen französischen Schul- und Lerngrammatiken deutscher und französischer Autoren für deutsche und französische Lerner: Analyse und Kritik der semantischen Adverbkategorisierung in verschiedenen Standardgrammatiken.
4. Eine neue Konzeption des Adverbs: Einführung der neuen Terminologie und detaillierte Untersuchung der Kennzeichnungsmöglichkeiten und syntaktischen Funktionen der Ad-Formen.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Plädoyer für eine lernerorientierte, syntaktisch begründete Adverbdeskription.
Adverb, Ad-Form, Ad-Verb, Französisch, Syntax, Lernerorientierung, Schulgrammatik, Kennzeichnung, -ment, Adjektiv, Ad-Adjektiv, Ad-Präpositionalphrase, Krenn, Sprachunterricht, Grammatik.
Die Hausarbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse der traditionellen Adverbdeskription im Französischen und schlägt eine alternative, syntaktisch basierte Adverbkonzeption vor.
Zentrale Themen sind die Kritik an der semantischen Adverbklassifizierung, die Einführung der "Ad-Form"-Terminologie und die Untersuchung von syntaktischen Prozessen bei Ad-Formen.
Das Ziel ist es, Wege zu einer lernerorientierten Adverbkonzeption zu öffnen, die Schwächen traditioneller Grammatiken überwindet und im Schulalltag besser vermittelbar ist.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse und Untersuchung ausgewählter Grammatiken sowie eine belegbasierte syntaktische Untersuchung authentischer französischer Textbeispiele aus Literatur und Presse.
Der Hauptteil erarbeitet detailliert verschiedene Ad-Formen (wie Ad-Verb, Ad-Adjektiv, Ad-Nominalphrase) und analysiert deren Kennzeichnung durch Suffixe (-ment), neutrale Endungen oder unregelmäßige Formen.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Adverb, Ad-Form, Französische Syntax und Lernerorientierung charakterisieren.
Sie dient dazu, die Problematik der Unterscheidung zwischen Adjektiv- und Adverbfunktion zu verdeutlichen und wird als Ausgangspunkt für eine erweiterte Regelkonzeption für das Französische genutzt.
Sie stellen eine Neuschöpfung der Krenn'schen Konzeption dar, die eine besonders eingrenzende oder beschränkende Bestimmung syntaktischer Elemente ausdrücken.
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