Diplomarbeit, 2005
127 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Definition der ‚Arbeit’
I Historischer Teil
1. 100 Jahre Entwicklung der Frauenerwerbsarbeit, von der Industrialisierung bis zur Jahrtausendwende
1.1 Die Frauenerwerbssituation in der Industrialisierung ‚Trennung von Erwerbs- und Hausarbeit’
1.2 Die Frauenerwerbssituation im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik ‚Errungenschaften und Verluste’
1.3 Die Frauenerwerbssituation im Nationalsozialismus ‚Widersprüchlichkeit von Realität und Theorie’
1.4 Die Frauenerwerbssituation nach dem Zweiten Weltkrieg ‚Vollbeschäftigung durch Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Gleiche Rechte – doppelte Pflichten’
1.5 Die Frauenerwerbssituation in den 1960/70er Jahren ‚Auf den Boom folgen Sättigungseffekte und Krise’
1.5.1 Die Sonderform der Teilzeiterwerbstätigkeit
1.6 Die Frauenerwerbssituation in den 1980er/90er Jahren ‚Grenzen des Wachstums’
2. Exkurs: Die Frauenerwerbssituation in der DDR
2.1 Die geschichtliche Entwicklung der Frauenerwerbssituation in der DDR
2.2 Die Deutsche Wiedervereinigung und ihre Folgen
3. Zusammenfassung des historischen Teils
II Theoretische Fundierung und aktuelle Bezugnahme
1. Das Arbeitskräfteangebot und die Arbeitskräftenachfrage
1.1 Die Entwicklung des Arbeitsangebotes
1.2 Die Entwicklung der Arbeitsnachfrage
1.2.1 Die Arbeitsmarktsegregation
1.2.2 Der strukturelle Wandel der Arbeitsnachfrage
1.3 Zusammenfassung
2. Die Entwicklung der Erwerbsarbeitsverhältnisse
2.1 Das Normalarbeitsverhältnis
2.2 Die Arbeitszeitflexibilisierung
2.3 Zusammenfassung
3. Die Prekären Beschäftigungsverhältnisse
3.1 Die gesetzlichen Regelungen der befristeten Beschäftigungsverhältnisse
3.1.1 Frauen und befristete Erwerbsarbeitsverträge
3.2 Die gesetzlichen Regelungen der Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse
3.2.1 Elternzeit und Teilzeiterwerbsarbeit
3.2.2 Frauen und Teilzeiterwerbsarbeit
3.3 Die gesetzlichen Regelungen der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse
3.3.1 Frauen und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse
3.4 Zusammenfassung
4. Die Entwicklung der Erwerbslosigkeit
4.1 Die Struktur der Erwerbslosigkeit
4.2 Zusammenfassung
5. Kinderbetreuung als Einflussfaktor auf die Frauenerwerbstätigkeit
5.1 Die Entwicklung der Müttererwerbstätigkeit
5.2 Die Entwicklung der Kinderbetreuungseinrichtungen
5.3 Die familienfreundlichen Maßnahmen
5.4 Zusammenfassung
6. Die Beschäftigungsziele der Europäischen Union
6.1 Die tatsächliche Beschäftigungslage in der Europäischen Union
6.2 Zusammenfassung
7. Resümee
Die Diplomarbeit analysiert umfassend die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit in Deutschland, angefangen bei der Industrialisierung bis hin zur aktuellen Situation. Das primäre Ziel ist es, die historischen Entwicklungsphasen darzustellen und die zentralen Einflussfaktoren – wie Bildung, Arbeitsmarktdynamiken und die Kinderbetreuungssituation – zu identifizieren, um das Verständnis für die Problematiken der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die strukturelle Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt zu schärfen.
1.1 Die Frauenerwerbssituation in der Industrialisierung ‚Trennung von Erwerbs- und Hausarbeit’
Im Zuge der Industrialisierung vollzog sich eine Trennung der Haushaltsarbeit und der Erwerbsarbeit. Bildeten vor der Industrialisierung Heim und Produktionsstätte oft eine Einheit, trennten sich diese, aufgrund der Fabrikbildung, während der Industrialisierung in zunehmendem Maße. Dies förderte die geschlechtsspezifische Aufgabenteilung, welche durch die Gesetzgebung, das geschlechtsspezifische und differenzierte Bildungswesen sowie durch die geltenden Werte und Normen gesichert wurde. Die Frauen galten als zuständig für den Reproduktionsbereich und für die Familie, die Männer hingegen als zuständig für die Ernährung der Familie und dadurch für das Einkommen der Familie. Damit bildete sich die Normalarbeitszeit und mit ihr das Normalarbeitsverhältnis heraus.
Zwar verdienten Frauen auch Einkommen durch Anbieten ihrer Arbeitskraft auf dem Erwerbsmarkt, doch entsprach dies einem Hinzuverdienst. An Stelle der Eigenarbeit trat die Lohnarbeit. In die Industriearbeit wurden zunächst die Männer integriert, sowie die unverheirateten Frauen. Männer, als auch unverheiratete Frauen stellten sich ortsungebundener dar, als verheiratete Frauen, wobei die Mehrzahl der Frauen nicht in der Industrie beschäftigt war, sondern in dienenden Tätigkeiten im Häuslichen Dienst. Die Erwerbsquote der Männer im erwerbsfähigen Alter lag im Jahre 1882 an der 90 % Marke.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Frauenerwerbstätigkeit ein, definiert den Arbeitsbegriff und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Forschungsziele.
2. Die Definition der ‚Arbeit’: Dieses Kapitel beleuchtet die historische und begriffliche Entwicklung von ‚Arbeit’ vom antiken Verständnis als Minderwertigkeit bis zum modernen Lohnarbeitsbegriff und dessen Auswirkungen auf das Frauenbild.
1. 100 Jahre Entwicklung der Frauenerwerbsarbeit, von der Industrialisierung bis zur Jahrtausendwende: Ein historischer Abriss, der die wechselhafte Geschichte von Frauen auf dem Arbeitsmarkt durch verschiedene Epochen (Industrialisierung, Weltkriege, Wiederaufbau) skizziert.
2. Exkurs: Die Frauenerwerbssituation in der DDR: Dieser Abschnitt analysiert die spezifische Erwerbssituation ostdeutscher Frauen, geprägt durch staatlich geförderte Berufstätigkeit, und die Folgen der Wiedervereinigung.
3. Zusammenfassung des historischen Teils: Ein Resümee der historischen Phasen, welches den zentralen Widerspruch zwischen häuslicher Arbeit und Erwerbsarbeit hervorhebt.
1. Das Arbeitskräfteangebot und die Arbeitskräftenachfrage: Theoretische Untersuchung der Faktoren, die das Arbeitsangebot (demografisch, soziologisch) und die -nachfrage (Technik, Wirtschaft) bestimmen.
2. Die Entwicklung der Erwerbsarbeitsverhältnisse: Analyse der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses und der zunehmenden Arbeitszeitflexibilisierung.
3. Die Prekären Beschäftigungsverhältnisse: Detaillierte Darstellung von Befristungen, Teilzeit- und geringfügigen Beschäftigungen und deren spezifische Bedeutung für Frauen.
4. Die Entwicklung der Erwerbslosigkeit: Untersuchung der Ursachen und Strukturen der Arbeitslosigkeit unter besonderer Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Betroffenheit.
5. Kinderbetreuung als Einflussfaktor auf die Frauenerwerbstätigkeit: Untersuchung des direkten Zusammenhangs zwischen Kinderbetreuungsangeboten und der Erwerbsquote von Müttern.
6. Die Beschäftigungsziele der Europäischen Union: Analyse der EU-Strategien zur Steigerung der Beschäftigungsquoten von Frauen und der Situation in den Mitgliedsstaaten.
7. Resümee: Eine abschließende Synthese der Ergebnisse, die die Widersprüche zwischen Bildungserfolgen und Arbeitsmarktrealitäten für Frauen diskutiert.
Frauenerwerbstätigkeit, Industrialisierung, Erwerbsarbeitsverhältnisse, Normalarbeitsverhältnis, Teilzeitarbeit, Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitsmarktsegregation, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erwerbslosigkeit, EU-Beschäftigungsziele, Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Bildungsexpansion, Wirtschaftsgeschichte, DDR-Frauenerwerbsarbeit
Die Diplomarbeit untersucht die historische und aktuelle Situation sowie die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit in Deutschland und deren Abhängigkeit von sozioökonomischen und politischen Rahmenbedingungen.
Zentrale Felder sind die historische Entwicklung der Erwerbsarbeit, die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses, prekäre Beschäftigungsformen (Teilzeit, geringfügige Beschäftigung), die Rolle der Kinderbetreuung und internationale Beschäftigungsziele der EU.
Das Ziel ist es, die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit aus historischer Perspektive nachzuzeichnen und die aktuellen Einflussfaktoren zu identifizieren, die die Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestimmen.
Als Untersuchungsmethode steht die Inhaltsanalyse im Vordergrund, mittels derer Fachliteratur und statistische Daten (z. B. Mikrozensus) systematisch ausgewertet wurden.
Im Hauptteil (Teil II) erfolgt eine theoretische Fundierung und empirische Analyse aktueller Lagefaktoren wie Arbeitsangebot, Arbeitsnachfrage, verschiedene Beschäftigungsverhältnisse und der Einfluss der Kinderbetreuungssituation.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Frauenerwerbstätigkeit, Teilzeitarbeit, Normalarbeitsverhältnis, Erwerbslosigkeit, Kinderbetreuung und Arbeitsmarktsegregation zusammenfassen.
Die DDR-Frauenerwerbstätigkeit unterscheidet sich aufgrund anderer sozioökonomischer Rahmenbedingungen und politischer Vorgaben stark von der Bundesrepublik, was die heutige Diskrepanz in der Erwerbssituation zwischen Ost- und Westdeutschland maßgeblich erklärt.
Die Verfügbarkeit und Qualität institutioneller Kinderbetreuung sind entscheidende Faktoren für die Erwerbsneigung von Müttern; ein Mangel führt häufig zur Rückkehr in die ‚stille Reserve’ oder zur Beschränkung auf prekäre Teilzeitarbeitsverhältnisse.
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