Magisterarbeit, 2005
140 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1 EINLEITUNG
2 KULTUR – GLOBALISIERUNG – INTERKULTURELLE KOMPETENZ
2.1 KULTUR
2.2 GLOBALISIERUNG
2.3 INTERKULTURALITÄT
2.4 INTERKULTURELLE HANDLUNGSKOMPETENZ
3 MODULERSTELLUNG
3.1 PLANUNG: VORÜBERLEGUNGEN ZUR ZUSAMMENSETZUNG DER ZIELGRUPPE
3.2 ZIELSETZUNG DES MODULS
3.3 THEORETISCHE VORÜBERLEGUNGEN ZUR METHODIK DES MODULS
3.3.1 KULTURASSIMILATOR-METHODE
3.3.1.1 Kultur und Kulturstandards nach Thomas
3.3.1.2 Kulturassimilator – Aufbau und Anwendung
3.3.1.3 Vorteile
3.3.1.4 Kritikpunkte
3.3.1.5 Mögliche methodische Modifizierungen
3.3.2 METAKOMMUNIKATION ALS MÖGLICHKEIT INTERKULTURELLER, INTERPERSONALER KONFLIKTLÖSUNG
3.3.3 INTEGRATIVE METHODE UND AUFBAU VON TRANSFERWISSEN
3.4 MODUL
3.4.1 PHASE (1): SENSIBILISIERUNG
3.4.2 PHASE (2): VERTIEFUNG
3.4.3 PHASE (3): METAKOGNITION
3.4.4 PHASE (4): TRANSFER
3.4.5 PHASE (5): EVALUATION
4 FAZIT
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines interaktionsorientierten Trainingsmoduls zur Vorbereitung von Fach- und Führungskräften auf interkulturelle Kooperationen in Deutschland. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie ein heterogenes Team aus inländischen und entsandten Kräften durch metakognitive Strategien und interaktionsorientierte Methoden eine gemeinsame Interkultur entwickeln kann, um Konflikte zu minimieren und Synergieeffekte zu maximieren.
3.3.1.2 Kulturassimilator – Aufbau und Anwendung
Kulturassimilatoren bilden in Bezug auf den dritten Aufgabenbereich der interkulturellen Psychologie (Die Entwicklung und Erprobung von Lernverfahren, die eine Übernahme fremdkultureller Orientierungssysteme in das eigene Handlungsschema ermöglichen) einen wichtigen und oft praktizierten Baustein Interkultureller Trainings. Eingeordnet in kulturspezifische/kognitive Trainings, wird mittels ihrer versucht, kognitive Merkmale interkultureller Handlungskompetenz aufzubauen. Neben den kognitiven Lerneffekten sollen aber auch emotionale und verhaltensorientierte Lerneffekte bei den Trainingsteilnehmern erzeugt werden (vgl. Thomas 2003a: 189). Den Trainingsteilnehmern werden in diesem, einzeln oder in Gruppenarbeit durchführbarem, Trainingsbaustein Fallbeispiele präsentiert, in denen Individuen zusammentreffen und aufgrund ihrer unterschiedlichen kulturellen Hintergründe Verwirrungen, Missverständnisse und Konflikte erleben.
Zu jedem Fallbeispiel werden den Trainingsteilnehmern mehrere Erklärungsalternativen für das Verhalten der kulturell-unterschiedlich geprägten Handlungspartner angeboten. Diese Erklärungsalternativen stammen aus einer Sammlung und Analyse kritisch verlaufender, konflikthafter Begegnungssituationen. Aus den daraus resultierenden Ergebnissen wurden die jeweiligen handlungswirksamen zentralen Kulturstandards ermittelt, aufgrund welcher die verschiedenen Erklärungsalternativen formuliert werden. Die Teilnehmer erhalten daraufhin die Aufgabe, aus den Alternativen die kulturadäquate „richtige“ Begründung auszuwählen. Die anderen Erklärungsalternativen beinhalten Fehlinterpretationen, „die typisch sind für Mitglieder der eigenen Kultur und auf Unkenntnis kultureller Einflussfaktoren, auf ethnozentrischem Denken und Vorurteilen beruhen“ (Thomas 2003a: 191).
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung begründet die Relevanz interkultureller Trainings für Fachkräfte und definiert das Ziel der Arbeit, ein interaktionsorientiertes Trainingsmodul zu entwickeln.
2 KULTUR – GLOBALISIERUNG – INTERKULTURELLE KOMPETENZ: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen durch die Definition von Kultur, Globalisierung und Interkulturalität gelegt, um das Konzept der interkulturellen Handlungskompetenz zu fundieren.
3 MODULERSTELLUNG: Hier wird das praktische Trainingskonzept entwickelt, wobei insbesondere die Planung, die methodischen Ansätze wie die Kulturassimilator-Methode und die Metakommunikation im Vordergrund stehen.
4 FAZIT: Das Fazit bewertet das entwickelte Trainingsmodul, hebt dessen Potentiale sowie Schwachstellen hervor und gibt Ausblicke auf weiterführende Diskurse in der interkulturellen Trainingsforschung.
Interkulturelle Kompetenz, Kulturassimilator, Globalisierung, Interkulturalität, Metakommunikation, Führungskräfte, Personalentwicklung, Kulturstandards, Interaktionstraining, Handlungsorientierung, Konfliktlösung, Synergiepotentiale, Diversity, Wissensmanagement, Transformationswissen.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und praktischen Erstellung eines interkulturellen Trainingsmoduls für Fach- und Führungskräfte, die in einem deutschen Kontext international kooperieren.
Zentrale Themen sind die dynamische Bestimmung von Kultur, Auswirkungen der Globalisierung auf Nationalkulturen, Interkulturalität als Kommunikationsprozess und die Förderung interkultureller Handlungskompetenz.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines interaktionsorientierten Trainingsmoduls, das über die bloße Vermittlung von „Do’s and Don’ts“ hinausgeht und Teilnehmer dazu befähigt, in authentischen, interkulturellen Situationen erfolgreich zu agieren.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse, einer kritischen Auseinandersetzung mit der Kulturassimilator-Methode nach Thomas und der Konzeption eines integrativen Trainingsmoduls, das auf Erfahrungslernen und Reflexion basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe Kultur, Globalisierung und Interkulturalität (Kapitel 2) sowie eine detaillierte Ausarbeitung des Trainingsmoduls inklusive Planung, methodischer Reflexion und konkreter Phasenplanung (Kapitel 3).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelle Handlungskompetenz, Kulturassimilator, Globalisierung, Metakommunikation und interaktionsorientiertes Training charakterisiert.
Die Autorin argumentiert, dass die klassische Methode von Thomas dazu neigt, Kulturen als zu homogen und statisch darzustellen. Um komplexe Realitäten abzubilden, ist eine Ergänzung durch metakommunikative Strategien und ein integratives, reflexives Vorgehen notwendig.
Die Zusammensetzung aus sowohl ausländischen als auch deutschen Führungskräften ist laut der Arbeit eine Besonderheit und Chance, da sie es ermöglicht, Interkulturalität nicht nur abstrakt, sondern im direkten Austausch zwischen den Akteuren real zu erfahren und zu reflektieren.
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