Bachelorarbeit, 2019
36 Seiten
1 Einleitung
2 Der Verein
2.1 Allgemein
2.2 Der Kleintierzuchtverein
3 Gemeinnützigkeit
3.1 Ausschließlichkeit
3.2 Unmittelbarkeit
3.3 Selbstlosigkeit
3.4 Vor- und Nachteile
4 Die vier Tätigkeitsbereichen
4.1 Ideeller Bereich
4.1.1 Problemstellung
4.1.2 Ergebnis
4.2 Vermögensverwaltung
4.2.1 Problemstellung
4.2.2 Ergebnis
4.3 Zweckbetrieb
4.3.1 Problemstellung
4.3.2 Ergebnis
4.4 Wirtschaftlicher Bereich
4.4.1 Problemstellung
4.4.2 Ergebnis
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die steuerrechtliche Komplexität gemeinnütziger Vereine anhand der sogenannten Sphärentheorie. Ziel ist es, die steuerlichen Rahmenbedingungen für die vier Tätigkeitsbereiche eines Kleintierzuchtvereins zu analysieren und Problemlösungen für die Praxis aufzuzeigen.
4.2.1 Problemstellung
Der Kläger ist ein eingetragener Verein, der unstreitig gemeinnützig ist. Der Verein besitzt ein Haus mit den erforderlichen Räumen, in denen er seine gemeinnützigen Ziele verfolgt. Den großen Saal und andere Nebenräume in dem Hause vermietete er an Tagen, an denen er sie nicht selbst benötigt, in zahlreichen Fällen anderen Benutzern zur Abhaltung von Vorträgen, Filmen, Konzerten, Spieleabenden und Versammlungen. Für die Benutzung des Saales erhielt der Kläger in der Regel eine Vergütung von 50 Euro, im Winter von 60 Euro und für die Überlassung der anderen Räume 10 Euro bzw. 15 Euro. Bei wirtschaftlich ungünstigen Verhältnissen der Benutzer begnügte er sich mit einer geringeren Vergütung oder verzichtete auf sie. Unstreitig überließ er den Saal im Jahre 2017 an 41 verschiedene Veranstalter an 151 Tagen zur Benutzung, einigen einmal, einigen zwei- oder mehrmals, einem 17-mal, einem anderen 40-mal. Bei den Nebenräumen waren es 15 Benutzer an zusammen 96 Tagen. Die Einnahmen des Vereins aus dieser Raumüberlassung betrugen im Jahr 2017:
Für den Saal: 7.556 Euro
Für die sonstigen Räume: 1.063 Euro
Die Überlassung der oben genannten Vereinsräume, teilweise gegen Entgelt, wurde vom zuständigen Finanzamt dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Vereins zugeordnet und entsprechend der Rechtsordnung zur Abgabe der Körperschaftsteuererklärung aufgefordert.
Der Verein sah in der entgeltlichen Überlassung der Räume keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, sondern eine Vermögensverwaltung. Seitens des Vereins sind keine Schritte zur Vermietung der Räume unternommen wurden, sondern die Interessenten hätten selbst angefragt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung und Komplexität der Gemeinnützigkeit von Vereinen in Deutschland sowie die steuerlichen Konsequenzen bei einer Aberkennung des Status.
2 Der Verein: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Vereins und des Kleintierzuchtvereins und erläutert die vereinstypischen Merkmale wie die körperschaftliche Verfassung.
3 Gemeinnützigkeit: Hier werden die zentralen Voraussetzungen (Ausschließlichkeit, Unmittelbarkeit, Selbstlosigkeit) sowie die steuerlichen Vor- und Nachteile für gemeinnützige Körperschaften detailliert dargelegt.
4 Die vier Tätigkeitsbereichen: Dieser Hauptteil analysiert die Sphärentheorie, die zur Unterteilung in ideellen Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb dient.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Grundstruktur des deutschen Gemeinnützigkeitsrechts stimmig ist, aber aufgrund von Ermessensspielräumen eine gewisse Rechtsunsicherheit für Vereine besteht.
Gemeinnützigkeit, Abgabenordnung, Vereinsrecht, Sphärentheorie, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb, Wirtschaftsbetrieb, Steuervergünstigung, Selbstlosigkeit, Ausschließlichkeit, Unmittelbarkeit, Satzungszweck, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Kleintierzuchtverein.
Die Arbeit behandelt die steuerrechtliche Einordnung und die Problemlösungen für gemeinnützige Vereine, insbesondere mit Fokus auf Kleintierzuchtvereine.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit und die steuerliche Abgrenzung der vier verschiedenen Tätigkeitsbereiche innerhalb eines Vereins.
Ziel ist es, die Komplexität des Gemeinnützigkeitsrechts anhand von Praxisbeispielen verständlich darzustellen und Orientierung bei der steuerlichen Einstufung von Vereinseinnahmen zu bieten.
Die Autorin nutzt eine systematische Analyse aktueller Gesetzestexte, insbesondere der Abgabenordnung (AO), sowie eine Auswertung einschlägiger Rechtsprechung und Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des ideellen Bereichs, der Vermögensverwaltung, des Zweckbetriebs und des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gemeinnützigkeit, Sphärentheorie, Steuerrecht und Vereinsbesteuerung.
Die Vermietung von Vereinsräumen wird in der Regel als Vermögensverwaltung eingestuft, sofern keine aktive geschäftliche Betätigung wie beispielsweise Werbemaßnahmen vorliegt.
Dauerhafte Verluste im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb können gemeinnützigkeitsschädlich sein und im schlimmsten Fall zum Entzug des Gemeinnützigkeitsstatus führen, wenn sie mit Mitteln des ideellen Bereichs ausgeglichen werden.
Ja, aber nur unter strengen Voraussetzungen, wie einer entsprechenden Satzungsregelung, einem abgeschlossenen Dienstvertrag und einem Nachweis über die erbrachte Leistung, wobei die Vergütung nicht unangemessen hoch sein darf.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

