Bachelorarbeit, 2018
57 Seiten, Note: 1,4
1. Einführung in die Thematik, Problemstellung und Gang der Arbeit
2. Gesetzliche und gesetzesähnliche Rahmenbedingungen für die Jahresabschlussprüfung
2.1 Vorschriften nach HGB und IDW-Prüfungsstandards
2.1.1 Prüfungspflicht
2.1.2 Ziel, Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung
2.1.3 Risikoorientierter Prüfungsansatz
2.1.4 Die Wesentlichkeit im Rahmen der Abschlussprüfung
2.1.5 Auftragsannahme
2.1.6 Prüfungsplanung
2.1.7 Durchzuführende Prüfungshandlungen
2.1.8 Prüfungsbericht
2.1.9 Bestätigungsvermerk
2.2 Vorschriften zur Erstellung des Jahresabschlusses im Krankenhaus
2.2.1 Anwendungsbereich der Krankenhausbuchführungsverordnung
2.2.2 Prüfungspflicht
2.2.3 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung
2.2.4 Buchführung und Jahresabschluss im Krankenhaus
3. Ablauf der Abschlussprüfung in zwei ausgewählten Branchen
3.1 Fragestellung und Vorgehensweise
3.2 Abschlussprüfung in einem Krankenhaus anhand eines Fallbeispiels
3.2.1 DRG- und PEPP System
3.2.2 Umsatzerlöse
3.2.3 Anlagevermögen
3.2.4 Personalaufwand
3.3 Abschlussprüfung in einem Gesundheitsunternehmen
3.4.1 Umsatzerlöse
3.4.2 Anlagevermögen
3.4.3 Personalaufwand
3.4 Abschlussprüfung in einem Industrieunternehmen anhand eines Fallbeispiels
3.4.1 Umsatzerlöse
3.4.2 Anlagevermögen
3.4.3 Personalaufwand
3.5 Vergleich der Wirtschaftsprüfung in den zwei ausgewählten Branchen
4. Untersuchung der für die Krankenhäuser in Deutschland zuständigen WPGs
4.1 Zielstellung, Hypothese, Auswahlmethode und Vorgehensweise
4.2 Ergebnisse der Untersuchung vor Einbeziehung dreier Konzerne
4.3 Ergebnisse der Untersuchung bei Einbeziehung der drei großen Krankenhauskonzerne
4.3.1 Platzierung der WPGs und Anteil der WPGs an den Mandanten
4.3.2 Evaluierung der aufgestellten Hypothese
4.3.3 Analyse der statitischen Untersuchung
5. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Abschlussprüfung zwischen prüfungspflichtigen Krankenhäusern und Industrieunternehmen zu identifizieren, um zu klären, ob eine branchenspezifische Spezialisierung für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (WPGs) ökonomisch sinnvoll ist.
3.2.1 DRG- und PEPP System
Beim DRG-System wird jeder Fall entsprechend seiner spezifischen demografischen und klinischen Merkmale einer Diagnosegruppe zugeordnet.
Für jede dieser Diagnosegruppen gibt es eine vierstellige alphanummerische Verschlüsselung. Diese vier Stellen definieren die Diagnosegruppe präzise.
Wofür stehen die 4 Stellen der DRG?
1. Stelle: Aufgrund der Hauptdiagnose wird der Patient in eine Major Diagnostic Catergory, kurz MDC eingeteilt, welche sich in der Regel auf das zu behandelnde Organ bezieht.
2. und 3. Stelle: Abbildung der Behandlungsform, welche sich in operative, medizinische und sonstige Partition unterteilt.
4. Stelle Abhängig von der Schwere der Erkrankung (Nebendiagnose, Alter usw.) werden wird ein Buchstabe zugeteilt. Die Behandlungskosten der Patienten einer jeden Gruppe sollte annährend gleich sein.
Sein Anwendungsgebiet sind stationäre Behandlungen in Akutkrankenhäusern.
Für jede Behandlung fällt eine Fallpauschale an, die folgendermaßen berechnet wird: Landesbasisfallwert*Bewertungsrelation.
Die Bewertungsrelation für jeden einzelnen Fall, wird vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK), welches jährlich einen Fallpauschalenkatalog mit den entsprechenden Bewertungsrelationen veröffentlicht, festgelegt.
Der Landesbasisfallwert (LBFW) wird jedes Jahr neu zwischen den Vertragsparteien verhandelt.
Auf der einen Seite steht die jeweilige Landeskrankenhausgesellschaft und auf der anderen steht der jeweilige Landesverband der Kranken- und Ersatzkassen sowie der Verband der Privaten Krankenversicherung.
Der LBFW wird aufgrund der in den vergangenen Jahren entstandenen und den für das Geschäftsjahr zu erwartenden Kosten festgelegt.
Je aufwendiger die Behandlung des Patienten ist, desto höher ist die Bewertungsrelation.
1. Einführung in die Thematik, Problemstellung und Gang der Arbeit: Diese Einleitung definiert die Prüfungspflicht nach dem HGB und skizziert das Ziel der Arbeit, Unterschiede in der Abschlussprüfung zwischen Krankenhäusern und Industrieunternehmen aufzuzeigen.
2. Gesetzliche und gesetzesähnliche Rahmenbedingungen für die Jahresabschlussprüfung: Dieses Kapitel erläutert die allgemeinen handelsrechtlichen Grundlagen der Wirtschaftsprüfung und stellt spezifische Vorschriften für Krankenhäuser wie die Krankenhausbuchführungsverordnung (KHBV) vor.
3. Ablauf der Abschlussprüfung in zwei ausgewählten Branchen: Hier wird der konkrete Prüfungsprozess anhand von drei Fallbeispielen verglichen, wobei insbesondere die Auswirkungen der unterschiedlichen Branchenlogiken auf die Prüfungshandlungen untersucht werden.
4. Untersuchung der für die Krankenhäuser in Deutschland zuständigen WPGs: In diesem Teil erfolgt eine statistische Marktanalyse, die belegt, dass sich spezialisierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erfolgreich im Krankenhaussektor behaupten.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bestätigt, dass die Spezialisierung für den Prüfungserfolg in der Gesundheitswirtschaft entscheidend ist, da sie aufgrund gleichartiger Prozesse die Einarbeitungszeiten verkürzt.
Wirtschaftsprüfung, Jahresabschlussprüfung, Krankenhaus, Industrieunternehmen, Prüfungspflicht, DRG-System, PEPP-System, Krankenhausbuchführungsverordnung, Risikoorientierter Prüfungsansatz, Wesentlichkeit, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mandanten, Spezialisierung, Fallpauschalen, Qualitätssicherung.
Die Arbeit untersucht, ob es wesentliche Unterschiede in der Durchführung einer Abschlussprüfung zwischen Krankenhäusern und Industrieunternehmen gibt und welche Auswirkungen dies auf die Wahl und Spezialisierung der Wirtschaftsprüfer hat.
Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Grundlagen der Rechnungslegung, die spezifischen Anforderungen an die Krankenhausprüfung (wie DRG und PEPP) und die Marktsituation der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland.
Das Ziel ist zu klären, ob für Krankenhäuser die Beauftragung spezialisierter Wirtschaftsprüfungsgesellschaften aufgrund eines effizienteren Prüfungsprozesses vorteilhafter ist als die Beauftragung von Generalisten.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen mit einer fallstudienbasierten Untersuchung der Prüfungshandlungen sowie einer statistischen Auswertung der Marktdaten von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Prüfungsstandards, die Analyse branchenspezifischer Besonderheiten bei der Prüfung von Krankenhäusern und Industrieunternehmen anhand von Fallbeispielen sowie eine statistische Marktanalyse.
Wirtschaftsprüfung, Krankenhaussektor, DRG-System, Mandanten, Prüfungsansatz und Spezialisierung sind die prägenden Begriffe.
Da Krankenhäuser durch das DRG-System einer weitgehend standardisierten Leistungsabrechnung folgen, sind die Prüfungsprozesse deutlich ähnlicher als in der Industrie, wo jedes Unternehmen individuell andere Produkte und Dienstleistungen anbietet.
Der KHFA ist ein Gremium des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW), welches Empfehlungen für die Abschlussprüfung von Krankenhäusern abgibt und somit maßgeblich die Prüfungsstandards in diesem Sektor mitsteuert.
Die Arbeit schließt, dass nicht die Größe der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausschlaggebend ist, sondern die fachliche Spezialisierung auf den Gesundheits- und Sozialsektor, um Prüfungen effizient und fundiert durchzuführen.
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