Diplomarbeit, 2002
180 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Durchführung und Rücklauf der empirischen Untersuchung
1.2.1 Durchführung
1.2.2 Rücklauf
2. Die Struktur der untersuchten Unternehmen
2.1 Die Struktur der untersuchten Unternehmen mit Beirat
2.1.1 Wirtschaftssektor und Rechtsform
2.1.2 Unternehmensgröße
2.1.3 Inhabergeneration
2.2 Die Definition des Familienunternehmens
3. Der Beirat
3.1 Die Definition des Beirates
3.2 Schuldrechtlicher oder organschaftlicher Beirat
3.2.1 Der schuldrechtliche Beirat
3.2.2 Der organschaftliche Beirat
3.3 Beirat und Beratungsfunktion
3.4 Beirat und Kontrollfunktion
3.5 Der Beirat zwischen Beratungs- und Kontrollfunktion
4. Die Zusammensetzung des Beirates
4.1 Ansprüche an die fachlichen und persönlichen Qualifikationen der Beiratsmitglieder
4.2 Externen Personen im Beirat
4.3 Gesellschafter und Mitglieder der Eignerfamilie im Beirat
4.4 Das Verhältnis der kategorisierten Personenkreise im Beirat
4.5 Die Alterstruktur der Beiratsmitglieder
4.6 Die Anzahl der Beiratsmitglieder
5. Kompetenzen und Aufgaben des Beirates
5.1 Die Kompetenzschwerpunkte des Beirates
5.2 Die Kompetenzen des Beirates hinsichtlich einzelner Aufgabenfelder
5.3 Die Kompetenzen des Beirates in Korrelation zu anderen Determinanten
5.3.1 Die Betrachtung der Kompetenzen in Verbindung mit der Inhabergeneration
5.3.1.1 Die Entwicklung der Kompetenzschwerpunkte im Verlauf der Generationen
5.3.1.2 Die Entwicklung der Zustimmungs- und Entscheidungsbefugnisse hinsichtlich einzelner Aufgaben im Verlauf der Generationen
5.3.2 Die Anzahl der Beiratsmitglieder im Verhältnis zum Kompetenzschwerpunkt
5.3.3 Die Kompetenzschwerpunkte in Korrelation zur Zusammensetzungsstruktur der Beiräte
5.3.4 Die Herkunft der Beiratsmitglieder in Verbindung zum Kompetenzschwerpunkt
6. Die Häufigkeit der Beiratssitzungen
7. Die Vergütung der Beiratsmitglieder
7.1 Die Rechtsgrundlage
7.2 Die Vergütungsart
7.3 Die Vergütungshöhe
7.4 Die Vergütungshöhe in Korrelation zu anderen Determinanten
7.4.1 Die Vergütungshöhe in den verschiedenen Wirtschaftssektoren
7.4.2 Die Vergütungshöhe im Verlauf der Inhabergenerationen
7.4.3 Die Höhe der Vergütung im Verhältnis zum Umsatz
7.4.4 Die Vergütungshöhe in Korrelation zur Zusammensetzungsstruktur
7.4.5 Die Höhe der Vergütung in Verbindung mit dem Kompetenzschwerpunkt
8. Die Bewertung der Beiratsgremien aus Sicht der Familienunternehmen
8.1 Die Bewertung der Leistung der Beiratsgremien
8.2 Die Bewertung der Leistung der Beiräte in Korrelation zu andern Determinanten
8.2.1 Die Leistungsbewertung der Beiratsgremien in Verbindung mit dem Kompetenzschwerpunkt
8.2.2 Die Bewertung der Leistung der Beiräte in Korrelation zur Zusammensetzungsstruktur
8.2.3 Die Leistungsbewertung der Beiratsgremien im Verhältnis zur Sitzungshäufigkeit
8.2.4 Die Bewertung der Leistung in Verbindung zur Vergütung
9. Die Akquisition von Beiratsmitgliedern
10. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Rolle des Beirats als Führungsinstrument in Familienunternehmen durch eine empirische Bestandsaufnahme, um ein besseres Verständnis über Aufgaben, Kompetenzen und Zusammensetzung dieser Gremien zu gewinnen.
3.1 Die Definition des Beirates
Der Begriff des Beirats hat wenig Kontur. Er ist vielmehr ein Phänomen, das aus einem praktischen Bedürfnis heraus entstanden ist. Dies liegt daran, dass es weder im Aktiengesetz noch im GmbH-Gesetz oder im HGB einen ausdrücklichen Hinweis gibt, der den Beirat als Organ definiert.
In der Rechtsform der Aktiengesellschaft ist ein Aufsichtsrat als Kontrollgremium mit klar definierten Rechten und Pflichten zwingend vorgeschrieben. Einen dem Aktienrecht entsprechenden Aufsichtsrat ist bei der GmbH nur einzurichten, wenn das Unternehmen mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt. Dieser ist dann mit zwei Drittel mit Arbeitgebervertretern und einem Drittel Arbeitnehmervertretern zu besetzen (drittparitätisch). Beschäftigt das Unternehmen mehr als 2.000 Mitarbeiter, so ist ein Aufsichtsrat nach § 1 MitbG zu bilden, der paritätisch besetzt werden muss. § 52 GmbHG gibt die Möglichkeit, auch ohne die oben genannten Voraussetzungen einen Aufsichtsrat zu bilden, den fakultativen Aufsichtsrat. Des weiteren ist im GmbH-Gesetz lediglich die Rede von Mitgliedern des Aufsichtsrates „oder ähnlichen Organs“, woraus die Zulässigkeit der Einrichtung zusätzlicher Organe gefolgert werden kann. Die Einrichtung ist bei Personengesellschaften, trotz fehlender Explizierung im Gesetz, aufgrund der in den §§ 109, 161 Abs. 2 und 163 HGB geregelten „gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsfreiheit“ ableitbar. Daraus folgt, dass ein Beirat grundsätzlich bei jeder Rechtsform eingerichtet werden kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik und Zielsetzung der empirischen Untersuchung zur Rolle des Beirats in Familienunternehmen ein.
2. Die Struktur der untersuchten Unternehmen: Dieses Kapitel charakterisiert die untersuchten Unternehmen anhand ihrer äußeren Strukturmerkmale wie Sektor, Rechtsform und Größe.
3. Der Beirat: Das Kapitel definiert den Begriff Beirat, unterscheidet rechtliche Ausprägungen und erläutert Beratungs- sowie Kontrollfunktionen.
4. Die Zusammensetzung des Beirates: Hier werden fachliche und persönliche Qualifikationsanforderungen, Herkunft und Alter der Beiratsmitglieder analysiert.
5. Kompetenzen und Aufgaben des Beirates: Dieses Kapitel untersucht die Kompetenzschwerpunkte und Aufgabenfelder des Beirats in Abhängigkeit verschiedener Einflussgrößen.
6. Die Häufigkeit der Beiratssitzungen: Der Abschnitt betrachtet die Sitzungsfrequenz als Indikator für die Intensität der Beiratstätigkeit.
7. Die Vergütung der Beiratsmitglieder: Dieses Kapitel analysiert rechtliche Grundlagen, Vergütungsarten und die Vergütungshöhe unter verschiedenen Gesichtspunkten.
8. Die Bewertung der Beiratsgremien aus Sicht der Familienunternehmen: Dieser Teil wertet die Zufriedenheit der Unternehmen mit der Arbeit ihrer Beiräte aus.
9. Die Akquisition von Beiratsmitgliedern: Hier werden die Wege und Methoden untersucht, auf denen Unternehmen ihre Beiratsmitglieder finden.
10. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung des Beirats als Führungsinstrument für Familienunternehmen.
Beirat, Familienunternehmen, Unternehmensführung, Beratungsfunktion, Kontrollfunktion, Kompetenzschwerpunkte, Beiratszusammensetzung, Vergütung, Unternehmensnachfolge, Strategische Planung, Unternehmensleitung, Empirische Untersuchung, Corporate Governance, Personalkompetenz, Akquisition.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, Aufgabenstellung und Wirksamkeit von Beiräten in Familienunternehmen auf Basis einer empirischen Erhebung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Zusammensetzung, den Kompetenzen, der Vergütung der Beiratsmitglieder sowie deren Bewertung durch die Unternehmensleitung.
Ziel ist es, die Art und Weise, wie Beiräte in der Praxis agieren, zu analysieren und Zusammenhänge zwischen Unternehmensstruktur und Beiratsgestaltung aufzudecken.
Es wird eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung von Familienunternehmen durchgeführt, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil analysiert die Struktur der Unternehmen, die Definition und Funktion des Beirats, die Zusammensetzung, Kompetenzverteilung, Sitzungshäufigkeit, Vergütung und die Bewertung des Beirats.
Wichtige Begriffe sind Beirat, Familienunternehmen, Unternehmensführung, Beratung, Kontrolle, Zusammensetzung und Vergütung.
Der Beirat ist in Deutschland kein gesetzlich definiertes Organ im Aktiengesetz oder GmbH-Gesetz, weshalb sich die Ausgestaltung stark nach den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens richtet.
Die Untersuchung zeigt Trends auf, wie sich die Kompetenzverteilung und die Anforderungen an den Beirat im Laufe der Generationsfolge und mit zunehmender Unternehmenskomplexität verändern.
Während früher die Direktansprache im Bekanntenkreis dominierte, zeigt die Studie einen Trend hin zur professionellen Suche durch Personalberater.
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