Bachelorarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung, aktueller Forschungsstand und Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Was ist die Europäische Union?
2.2 Aktuelle wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem VK und Deutschland
2.3 Begriffsdefinition Brexit und denkbare Szenarien
3 Empirie
3.1 Forschungsdesign
3.1.1 Qualitative Forschung und Gütekriterien
3.1.2 Experteninterview
3.1.3 Auswahl des Experten und Durchführung des Experteninterviews
3.2 Qualitative Inhaltsanalyse: inhaltliche Strukturierung
3.2.1 Durchführung der Methode
3.2.2 Charakterisierung und Auswahl der Untersuchungsgegenstände im medialen Kontext
3.2.3 Charakterisierung und Auswahl der Untersuchungsgegenstände im wissenschaftlichen Kontext
3.2.4 Untersuchungszeitraum
3.2.5 Leit- bzw. Forschungsfragen
3.2.6 Durchführung der Analyse
3.2.7 Entwicklung und Erklärung des Kategoriensystems
3.3 Quantitativ-formale Inhaltsanalyse
4 Ergebnisse, Diskussion und Ausblick
4.1 Folgen des Brexit - Zusammenfassung der Effekte
4.1.1 Wechselkurseffekte
4.1.2 Direktinvestitionseffekte
4.1.3 Zolleffekte
4.1.4 Arbeitnehmerfreizügigkeitseffekte
4.1.5 Auswirkungen auf EU-Fördermittel und der europäischen Regionalpolitik
4.2 Folgen eines EU-Austritts des Vereinigten Königreichs für die Wirtschaft Deutschlands nach Sektoren
4.2.1 Folgen des Brexit für die deutsche Automobilindustrie
4.2.2 Folgen des Brexit für die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie
4.2.3 Folgen des Brexit für die deutsche Metallbau- und Maschinenbauindustrie
4.2.4 Folgen des Brexit für die Dienstleistungs- und Finanzindustrie
4.3 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht durch eine fundierte Medien- und Dokumentenanalyse die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) auf den Industriestandort Deutschland, um Handlungsempfehlungen und Risikobewertungen für betroffene Sektoren abzuleiten.
1 Einleitung
In einem Referendum am 23. Juni 2016 stimmten 51,89 Prozent der Briten, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten, für den Brexit (72,2% Wahlbeteiligung), also gegen den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union. Die Einwohner Nordirlands und Schottlands haben jedoch mehrheitlich gegen den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt, weshalb daraufhin regelmäßig Forderungen aufkamen, sich von dem Vereinigten Königreich abzuspalten. Dennoch erklärte das Vereinigte Königreich (VK) am 29. März 2017 offiziell ihren Austrittswillen aus der Europäischen Union nach Artikel 50 des EU-Vertrags. Angestrebt wird nach dem Ausstieg eine alternative Art der wirtschaftlichen Kooperation zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich. Dies stellt einen Präzedenzfall in der Historie der Europäischen Union dar (vgl. Da Costa et al. 2017 S.2).
Um eine neue Kooperationsgrundlage zu schaffen beziehungsweise ein Austrittsabkommen zu verhandeln, haben die Verhandlungspartner insgesamt zwei Jahre Zeit. Bis März 2019 ist das VK jedoch verpflichtet, den aktuell bestehenden Verträgen mit den EU-27 nachzukommen. Danach endet die Mitgliedschaft der Briten in der Europäischen Union. Nach Ablauf dieser Frist sind die bisher getroffenen Vereinbarungen nicht mehr gültig. Großbritannien scheidet aus dem europäischen Binnenmarkt aus und bekommt für die Europäische Union den Status eines Drittlandes. Um zu klären, wie die zukünftigen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den 27 in der EU verbleibenden Mitgliedstaaten gestaltet werden sollen, befindet sich man sich aktuell in entsprechenden Verhandlungen (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Brexits ein, erläutert den historischen Kontext sowie die Dringlichkeit der wirtschaftlichen Fragestellungen für den Standort Deutschland.
2 Theorie: Dieses Kapitel definiert die Europäische Union und analysiert die wirtschaftlichen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich sowie die Begrifflichkeiten rund um den Brexit.
3 Empirie: Das Kapitel beschreibt das methodische Forschungsdesign, einschließlich der qualitativen Inhaltsanalyse, der Auswahl der Experten und der methodischen Vorgehensweise bei der Medienanalyse.
4 Ergebnisse, Diskussion und Ausblick: Hier werden die identifizierten Effekte des Brexits präsentiert, nach Sektoren wie Automobil- und Chemieindustrie differenziert und im Kontext der aktuellen politischen Unsicherheiten diskutiert.
Brexit, Europäische Union, Wirtschaftsstandort Deutschland, Handelsbeziehungen, Automobilindustrie, Finanzsektor, Zolleffekte, Direktinvestitionen, Wechselkurse, Export, Binnenmarkt, Strukturpolitik, Medienanalyse, Wirtschaftsforschung, Drittlandstatus.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Konsequenzen, die der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union für die deutsche Wirtschaft haben könnte.
Zentrale Felder sind der bilaterale Handel, makroökonomische Effekte wie Zölle und Währungsstabilität sowie die Auswirkungen auf spezifische Industriezweige in Deutschland.
Das Ziel ist es, mittels einer Medien- und Dokumentenanalyse aufzuzeigen, wie wahrscheinlich bestimmte wirtschaftliche Auswirkungen sind und welche Risiken sowie Chancen sich für deutsche Unternehmen ergeben.
Die Arbeit nutzt einen Methodenmix, bestehend aus Experteninterviews und einer qualitativen, theoriegeleiteten Inhaltsanalyse von Medienberichten und wissenschaftlichen Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Effekte (z.B. Wechselkurs, Investitionen) und eine detaillierte Sektoranalyse (Automobil, Chemie, Maschinenbau, Finanzen).
Wichtige Schlagworte sind Brexit, deutsche Exportwirtschaft, Handelsbarrieren, Direktinvestitionen und industrielle Wertschöpfungsketten.
Da der Automobilsektor zu den exportstärksten Branchen Deutschlands gehört und extrem eng mit dem britischen Markt verflochten ist, reagiert er besonders empfindlich auf Zölle und Handelshemmnisse.
Frankfurt wird als potenzieller Gewinner im Dienstleistungs- und Finanzsektor identifiziert, da die Stadt von der Verlagerung von Finanzdienstleistern aus London profitieren könnte.
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