Masterarbeit, 2017
85 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziele und Vorgehensweise
2 Strategisches Management und strategische Planung
2.1 Grundlagen zum Strategiebegriff
2.2 Strategisches Management
2.3 Strategische Planung
2.4 Theoretische Konzepte
2.4.1 Der marktorientierte Ansatz (Market-based View)
2.4.2 Der ressourcenorientierte Ansatz (Resourced-based View)
2.4.3 Der evolutionstheoretische Ansatz
2.4.4 Vergleich der Ansätze
2.5 Sozialwirtschaftliche Besonderheiten
3 Strategischer Planungsprozess
3.1 Komponenten des strategischen Planungsprozesses
3.2 Strategische Zielbildung
3.2.1 Besonderheiten der sozialwirtschaftlichen Zielbildung
3.2.2 Die Stakeholder Sozialer Unternehmen
3.3 Umweltanalyse
3.3.1 Globale Umwelt
3.3.2 Branchen- bzw. Wettbewerbsumwelt
3.4 Unternehmensanalyse
3.4.1 Ermittlung von Stärken und Schwächen
3.4.2 Wertorientierter Ansatz
3.4.3 Ressourcen- und kompetenzorientierte Analyse
3.4.4 Klassischer Ansatz
3.4.5 Vergleich und Bewertung der strategischen Potentiale
3.4.6 Erstellung des Stärken-Schwächen-Profils
3.5 Strategische Optionen
3.5.1 Strategische Optionen auf der Gesamtunternehmensebene
3.5.2 Strategische Optionen auf der Geschäftsfeldebene
3.5.2.1 Strategie der Kostenführerschaft
3.5.2.2 Strategie der Differenzierung
3.5.2.3 Fokussierung und Nischenstrategie
3.6 Strategische Wahl
3.7 Strategieimplementation
3.8 Zusammenfassung
4 Behindertenhilfe und Bundesteilhabegesetz
4.1 Träger der Behindertenhilfe
4.1.1 Öffentliche Träger
4.1.2 Freie Träger
4.2 Entwicklungen in der Behindertenhilfe
4.2.1 Eingliederungshilfeleistungen
4.2.2 Entwicklung stationärer Hilfen
4.2.3 Ambulante Hilfen als Alternative
4.2.4 Zusammenfassung
4.3 Das Bundesteilhabegesetz
4.4 Sozialwirtschaftlich bedeutsame Dimensionen des Bundesteilhabegesetzes
4.4.1 Trennung der Leistungen zur Teilhabe und Leistungen zum Lebensunterhalt
4.4.2 Stärkung der Leistungsberechtigten und Steuerungsfunktion der Leistungsträger
4.4.3 Schnittstelle Eingliederungshilfe und Pflege
5 Auswirkungen auf die strategische Planung
5.1 Zielbildung
5.2 Umweltanalyse
5.3 Unternehmensanalyse
5.3.1 Identifikation strategischer Potentiale
5.3.2 Erstellung des Stärken-Schwächen-Profils
5.4 Differenzierung als strategische Option
6 Schlusswort
6.1 Fazit
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht den strategischen Planungsprozess in sozialwirtschaftlichen Unternehmen und analysiert dabei konkret die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes auf die strategische Planung in der Behindertenhilfe. Ziel ist es, ein für Sozialunternehmen geeignetes Phasenschema zu konzeptionieren, um auf die veränderten sozialpolitischen Rahmenbedingungen reagieren zu können.
1.1 Ausgangssituation
Am 01. Januar 2017 ist das Bundesteilhabegesetz in Kraft getreten. Mit der Einführung des Bundesteilhabegesetzes geht eine Veränderung sozialpolitischer Rahmenbedingungen einher, die insbesondere für das Arbeitsfeld der Behindertenhilfe mit erheblichen Strukturveränderungen verbunden ist. Hinzu kommt, dass die Regelungen des Bundesteilhabegesetzes in Verbindung mit den Neuregelungen der Pflegestärkungsgesetze betrachtet werden müssen. Aus dieser Perspektive verändern sich für Einrichtungen und Dienste, die Leistungen der Eingliederungshilfe erbringen, sowohl die Anforderungen an die Leistungserstellung als auch die Beschaffenheit ihres Marktumfeldes.
Es werden Überlegungen notwendig, die eine strategische (Neu-) Positionierung zum Inhalt haben. In diesem Kontext stehen die Leistungserbringer vor der Herausforderung, sich auf veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Daher gilt es, sowohl strategische als auch operative Anpassungsmaßnahmen zu analysieren, zu planen und gegebenenfalls umzusetzen (Nagy, 2017b, S.5).
In der Gesamtschau lässt sich vermuten, dass die Planung und Entwicklung geeigneter Strategien, als Antwort auf die durch das Bundesteilhabegesetz veränderten Rahmenbedingungen, eine Herausforderung für die meisten sozialwirtschaftlichen Unternehmen darstellt. Um beurteilen zu können welchen Einfluss diese Veränderungen auf die Handlungsfelder von sozialwirtschaftlichen Unternehmungen haben, bietet sich die strategische Planung als informationsverarbeitender Prozess an. In diesem Prozess lassen sich Analysen durchführen, Entscheidungen begründen und Strategien planen. Hier ist die fachliche Relevanz des hier behandelten Themas zu finden.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation nach Einführung des Bundesteilhabegesetzes und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Strategisches Management und strategische Planung: Erörtert grundlegende Managementbegriffe und theoretische Konzepte (Marktorientierung, Ressourcenorientierung, Evolutionstheorie) sowie die spezifischen Anforderungen sozialwirtschaftlicher Organisationen.
3 Strategischer Planungsprozess: Detailliert die Komponenten des Planungsprozesses wie Zielbildung, Umwelt- und Unternehmensanalyse sowie die Ableitung strategischer Optionen für Sozialunternehmen.
4 Behindertenhilfe und Bundesteilhabegesetz: Analysiert das System der Behindertenhilfe, aktuelle Entwicklungen wie den Trend zur Ambulantisierung und die zentralen Reforminhalte des Bundesteilhabegesetzes.
5 Auswirkungen auf die strategische Planung: Verknüpft die Erkenntnisse aus der Analyse des Bundesteilhabegesetzes mit dem strategischen Planungsprozess, mit Fokus auf Zielbildung, Umwelt- und Unternehmensanalyse sowie Strategieoptionen.
6 Schlusswort: Fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen, reflektiert das Vorgehen kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Handlungsfelder.
Strategische Planung, Sozialwirtschaft, Bundesteilhabegesetz, Behindertenhilfe, Strategisches Management, Unternehmensanalyse, Umweltanalyse, Eingliederungshilfe, Differenzierung, Ressourcen, Kernkompetenzen, Stakeholder, Zielbildung, Sozialraumorientierung, Ambulantisierung.
Die Arbeit analysiert, wie das Bundesteilhabegesetz die strategische Planung von Einrichtungen der Behindertenhilfe beeinflusst und welche Anpassungsstrategien für Sozialunternehmen daraus resultieren.
Die zentralen Themen umfassen strategisches Management in der Sozialwirtschaft, die Komponenten des Planungsprozesses, die Reformschritte des Bundesteilhabegesetzes und deren praktische Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung.
Das primäre Ziel ist die Konzeptionierung eines Phasenschemas für den strategischen Planungsprozess, das spezifisch auf die Besonderheiten und Anforderungen sozialwirtschaftlicher Unternehmen zugeschnitten ist.
Es erfolgt eine fundierte literaturbasierte Analyse und Zusammenführung bestehender betriebswirtschaftlicher Modelle mit der spezifischen Situation in der Sozialwirtschaft, um daraus ein praxistaugliches Modell für die strategische Planung abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung strategischen Managements, die Prozessmodellierung der strategischen Planung, die Analyse der politischen und sozialen Veränderungen durch das Bundesteilhabegesetz sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf die strategische Unternehmensführung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Strategische Planung, Sozialwirtschaft, Bundesteilhabegesetz, Behindertenhilfe und Differenzierungsstrategien charakterisieren.
Diese gesetzliche Neuerung zwingt Unternehmen dazu, ihre bisherigen Gesamtpaket-Einrichtungskonzepte zu überarbeiten, da Fachleistungen und Existenzsicherung nun getrennt kalkuliert und finanziert werden müssen.
Da Sozialunternehmen sich oft nicht über den Preis (Kostenführerschaft) definieren können, ist die Differenzierung über Qualität, Personenbezug und eine spezialisierte Sozialraumorientierung entscheidend für den nachhaltigen Erfolg und die Kundenbindung.
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