Fachbuch, 2019
124 Seiten
1 Einleitung
2 Die Stimme des Unternehmens: Public Relations
2.1 PR per Definition, ihre Funktionen und Ziele
2.2 Im Fokus der PR: Reputation, Vertrauen und Glaubwürdigkeit
2.3 Mehr Medien, weniger Journalismus? Entwicklung der Medienlandschaft
2.4 Die Wahl des Kanals: Media Relations vs. Corporate Media
2.5 Die Wahl des Sprechers: Medientrend Personalisierung
3 Die Stimme der Krise: Krisenkommunikation
3.1 Die Krise – und was die Krise ausmacht
3.2 Die Krise meistern – mit Hilfe der Krisenkommunikation
4 Theorie -> Empirie: Forschungsfragen und Hypothesen
5 Methode: Der Weg zu Erkenntnis
5.1 Wahl der Methode: Darum ein Experiment
5.2 Das ist drin: Material, Aufbau und Durchführung
6 Ergebnisse: Was wirkt wie?
6.1 Welche Wirkung der Kanal hat (FF1)
6.2 Welche Wirkung die Personalisierung hat (FF2)
6.3 Interaktionseffekte zwischen Kanal und Personalisierung (FF3)
6.4 Weitere Ergebnisse
7 Diskussion und Fazit
Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen unterschiedliche Kommunikationskanäle (Corporate Publishing vs. journalistische Medien) und Personalisierungsstrategien (CEO vs. Pressesprecher) auf die Wahrnehmung von Unternehmen während einer Krise haben. Im Fokus steht die Beantwortung der Frage, ob personalisierte Kommunikation und eigene Medienkanäle gegenüber klassischen journalistischen Ansätzen einen Vorteil für die Unternehmensreputation bieten.
Die riskante Vorleistung: Vertrauen
Luhmann (2014) bezeichnet Vertrauen als (kommunikativen) „Mechanismus zur Reduktion von Komplexität“ und als „riskante Vorleistung“ (S. 27-28). In diesem Zusammenhang spielen bei der Vertrauensbildung und -erhaltung Erwartungen in zukünftige Ereignisse – die wiederum auf der Kenntnis vergangener Ereignisse bzw. Erfahrungen basieren – eine zentrale Rolle. Insbesondere in Situationen doppeltet Kontingenz erlangt das Vertrauen eine besondere Bedeutung. Dies meint Situationen, in denen den beteiligten Akteuren mehrere Handlungsalternativen zur Verfügung stehen und Unsicherheit über die tatsächliche zukünftige Handlung des Gegenübers besteht. Vertrauen besitzt somit eine Problemlösungskraft in sozialen Situationen, die sich durch die Unwissenheit in Bezug auf das zukünftige Handeln anderer Akteure kennzeichnet (Bentele & Seidenglanz, 2008, S. 346; Röttger et al., 2014, S. 151). Oder mit anderen Worten: Ein Individuum entscheidet sich bei mehreren Möglichkeiten für diejenige, der es das meiste Vertrauen entgegenbringt. Somit reduziert Vertrauen die Unsicherheit, die durch die eigene und fremde Handlungskontingenz entsteht. Jedoch wird keine absolute Sicherheit geschaffen. Dieses weiterhin bestehende Risiko wird von Luhmann (2014) als „riskante Vorleistung“ (S. 27-28) beschrieben (Röttger et al., 2014, S. 151).
Der Stellenwert von Vertrauen scheint in der heutigen modernen Informations- und Mediengesellschaft höher denn je zu sein. Dies ist dadurch bedingt, dass der größte Anteil der Wirklichkeitswahrnehmung des Weltgeschehens durch öffentliche Kommunikation vermittelt wird. Da medienvermittelte Informationen für den einzelnen Rezipienten in der Regel nicht direkt und unmittelbar prüfbar sind – zumindest nicht ohne einen erheblichen Aufwand für den Einzelnen – gewinnt öffentliches Vertrauen eine immer höhere Relevanz. Öffentliches Vertrauen bezieht sich zum einen auf die Zuschreibung von unterschiedlich ausgeprägtem Ver- oder Misstrauen öffentlicher Akteure. Zum anderen wird die Möglichkeit der Beobachtung dieser Akteure durch die PR mitgesteuert und innerhalb der Öffentlichkeit erst hergestellt. Es bezieht sich demnach auch auf die Mechanismen öffentlicher Kommunikation, durch die Vertrauen in Akteure konstituiert wird (Bentele & Seidenglanz, 2008, S. 346).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Krisenkommunikation ein und erläutert die Forschungsfragen bezüglich Kommunikationskanälen und Personalisierung.
2 Die Stimme des Unternehmens: Public Relations: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Public Relations und analysiert die Rolle von Reputation, Vertrauen sowie die Entwicklung der Medienlandschaft.
3 Die Stimme der Krise: Krisenkommunikation: Hier wird der Krisenbegriff theoretisch hergeleitet und die Krisenkommunikation als zentrales Aufgabenfeld definiert und phasenorientiert beschrieben.
4 Theorie -> Empirie: Forschungsfragen und Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden hier die Forschungsfragen und die daraus abgeleiteten Hypothesen für die empirische Studie aufgestellt.
5 Methode: Der Weg zu Erkenntnis: Dieses Kapitel beschreibt das Online-Experiment als Methode zur Untersuchung der Wirkung von Kanälen und Personalisierung in Krisenzeiten.
6 Ergebnisse: Was wirkt wie?: Die empirischen Daten werden deskriptiv und statistisch analysiert, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen.
7 Diskussion und Fazit: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext bestehender Forschung gesetzt.
Krisenkommunikation, Public Relations, Corporate Publishing, Personalisierung, Reputation, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Online-Experiment, Krisenmanagement, Unternehmenskommunikation, Medienlandschaft, Rezipientenverhalten, Attribution, Vorfallbewertung, Stakeholder
Die Arbeit untersucht die Effekte verschiedener Kommunikationsstrategien von Unternehmen während einer Krise auf die Zielgruppe der Rezipienten.
Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen journalistischen Medien und Corporate Publishing sowie der Einfluss personalisierter Kommunikation (insbesondere durch CEOs) im Krisenkontext.
Ziel ist es zu klären, welche Wirkung Corporate Publishing im Vergleich zu Media Relations sowie Personalisierung gegenüber Nicht-Personalisierung bei der Krisenbewältigung auf Rezipienten haben.
Es wurde ein Online-Experiment mit einer Befragung im 2x2-Design durchgeführt, an dem 253 Versuchsteilnehmer teilnahmen.
Der Hauptteil deckt theoretische Grundlagen zu Public Relations, Krisenkommunikation sowie das methodische Vorgehen und die ausführliche Präsentation der Ergebnisse ab.
Wichtige Begriffe sind Krisenkommunikation, Corporate Publishing, Media Relations, Personalisierung, Reputation, Vertrauen, Glaubwürdigkeit und empirisches Experiment.
Die Reputation ist ein zentraler, immaterieller Unternehmenswert, der durch eine Krise bedroht ist; die Arbeit untersucht, wie Kommunikation dazu beitragen kann, diesen Wert zu schützen oder zu mindern.
Das Experiment zeigt, dass sich die Experimentalgruppen hinsichtlich Kanal und Personalisierung nicht signifikant unterscheiden, da der Inhalt der Krisenkommunikation einen größeren Einfluss als der Kanal oder der Sprecher zu haben scheint.
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