Diplomarbeit, 2005
82 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
DAS PHÄNOMEN DER PRODUKT- UND MARKENPIRATERIE
1.1. Klärung wichtiger Begriffe
1.2. Arten der Produkt- und Markenpiraterie
1.3. Ausmaß und wirtschaftliche Bedeutung
2. URSACHEN VON NACHAHMUNGEN
2.1. Wettbewerbsverhalten und Pioniervorteil
2.2. Angebotsseitige Pioniervorteile
2.3. Nachfragerseitige Pioniervorteile
2.4. Risiken der Pionierstellung
2.5. Aufholstrategie des Folgers
3. RAHMENBEDINGUNGEN ZUR VERMEIDUNG UND ZUM UMGANG MIT PLAGIATEN
3.1. Juristische Rahmenbedingungen
3.2. Rahmenbedingungen des Marktumfeldes
4. MAßNAHMEN DES MARKETING
4.1. Ausgewählte Maßnahmen im Rahmen des Marketing-Mix
4.1.1. Angebotspolitische Ansätze
4.1.2. Kommunikationspolitische Ansätze
4.1.3. Vertriebspolitische Ansätze
4.1.4. Gegenleistungspolitische Maßnahmen
4.2. Strategische Ansätze
4.2.1. Produktentwicklung
4.2.2. Marktdurchdringung
4.2.3. Marktentwicklung
4.2.4. Kooperationsstrategien
5. DARSTELLUNG VON PLAGIATSFÄLLEN ANHAND DREIER BEISPIELE DER BITO-LAGERTECHNIK BITTMANN GMBH
5.1. Darstellung der BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH
5.2. Sachverhalt des Falles „Mehrwegbehälter“ (MB)
5.3. Plagiat zum Mehrwegbehälter des Wettbewerbers A
5.3.1. Beschreibung des Nachahmerprodukts
5.3.2. Beurteilung
5.4. Plagiat zum Mehrwegbehälter von Wettbewerber B
5.4.1. Beschreibung des Nachahmerprodukts
5.4.2. Beurteilung
5.5. Empfehlungen zum Umgang mit den beiden Plagiatsfällen des Mehrwegbehälters
5.6. Plagiat zum Sichtlagerkasten des Kunden C
5.6.1. Sachverhalt des Falles „Sichtlagerkasten“ (SK)
5.6.2. Beschreibung des Nachahmerprodukts
5.6.3. Beurteilung
5.6.4. Empfehlung zum Umgang
6. CHINESISCHE PRODUKT- UND MARKENPIRATERIE
6.1. Besonderheit chinesischer Produkt- und Markenpiraterie
6.2. Bedeutung und Empfehlung für BITO
7. FAZIT UND AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht das wachsende Phänomen der Produkt- und Markenpiraterie mit einem Fokus auf die BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH. Ziel ist es, den Ursprung und die Auswirkungen dieser illegalen Nachahmungen zu analysieren sowie konkrete Strategien zur Vermeidung und zum Umgang mit Plagiaten zu entwickeln, um die Marktposition des Pionierunternehmens nachhaltig zu sichern.
1.1. Klärung wichtiger Begriffe
Dem allgemeinen Verständnis nach sind Piraten Freibeuter, die vom 16. bis 19. Jahrhundert auf Kaperfahrt gingen und weder Rechte, noch Pflichten kannten. Auch heute begegnen uns sogenannte Produktpiraten, die unter Missachtung von Schutzrechten gefälschte Waren verbreiten.
„Produktpiraterie ist das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen von Waren, für die die rechtmäßigen Hersteller Erfindungsrechte, Designrechte und Verfahrensrechte besitzen“ (Zollamt, 2005). Demnach wird der Tatbestand als gewerbsmäßige, kriminelle Schutzrechtsverletzung verstanden, was mit einer Gewinnerzielungsabsicht und mit Vorsatz geschieht. Dabei übernimmt der Marken- und Produktpirat unerlaubt das technische Wissen, das sich ein Unternehmen in langjähriger und mühevoller Arbeit und unter enormem finanziellen Mitteleinsatz erworben hat, um es für seine Produkte zu nutzen (ebenda, 2005).
„Markenpiraterie ist als die Fälschung von Markenartikeln, insb. deren Warenzeichen, neben der Verletzung des Urheberrechts und anderer gewerblicher Schutzrechte sowie der Nachahmung sonderrechtlich nicht geschützter Produkte Teil der Produktpiraterie ..“ (Dichtl/Issing, 1993, S.1377). Diese Art der gewerbsmäßigen Schutzrechtsverletzung läuft systematisch ab und bildet das Zentrum der gewerblichen Tätigkeit. Die Markenpiraterie ist mit dem angelsächsischen Begriff „Counterfeiting“ identisch.
Daneben existiert noch der Tatbestand des „Me-too“. Unter Me-too ist ein Produkt zu verstehen, welches in vieler Hinsicht dem Originalprodukt gleicht und bei Erfolg des Erstanbieters auf den Markt kommt (www.wikipedia.de (b), 2005). Während Produkt- und Markenpiraterie illegal sind, ist die Verbreitung von Me-too Produkten legal.
1. EINLEITUNG: Einführung in das Phänomen der Produktpiraterie und Abgrenzung der Forschungsziele sowie der methodischen Vorgehensweise.
DAS PHÄNOMEN DER PRODUKT- UND MARKENPIRATERIE: Definition und Kategorisierung der verschiedenen Formen von Nachahmungen, wie Produktplagiate und Me-too-Produkte, sowie eine Einschätzung der wirtschaftlichen Schäden.
2. URSACHEN VON NACHAHMUNGEN: Untersuchung der Wettbewerbsdynamik, insbesondere der Anreize für Nachahmer, die vom Erfolg eines Pioniers profitieren wollen.
3. RAHMENBEDINGUNGEN ZUR VERMEIDUNG UND ZUM UMGANG MIT PLAGIATEN: Analyse der rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz geistigen Eigentums sowie der strukturellen Einflussfaktoren des Marktumfeldes.
4. MAßNAHMEN DES MARKETING: Darstellung operativer Maßnahmen des Marketing-Mix sowie strategischer Ansätze (z.B. Produktentwicklung, Kooperationen) zur Sicherung des Pioniervorteils.
5. DARSTELLUNG VON PLAGIATSFÄLLEN ANHAND DREIER BEISPIELE DER BITO-LAGERTECHNIK BITTMANN GMBH: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf konkrete Praxisbeispiele aus dem Unternehmen, inklusive Beurteilung und Handlungsempfehlungen.
6. CHINESISCHE PRODUKT- UND MARKENPIRATERIE: Spezifische Analyse der Situation in China und Ableitung von Empfehlungen für eine risikoarme Marktexpansion.
7. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bedeutung der Integration von Schutzmaßnahmen in sämtliche Unternehmensprozesse.
Produktpiraterie, Markenpiraterie, Plagiat, Me-too-Produkt, BITO-Lagertechnik, Wettbewerbsvorteil, Pioniervorteil, gewerblicher Rechtsschutz, Patent, Marketing-Mix, Produktdifferenzierung, Know-how-Schutz, China, Wettbewerbsdynamik, Kundenbindung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Strategien von Unternehmen, um sich gegen die Nachahmung ihrer Produkte (Plagiate) durch Wettbewerber zu schützen oder adäquat darauf zu reagieren.
Die Arbeit behandelt die Ursachen der Piraterie, rechtliche Schutzmöglichkeiten, strategische Marketing-Antworten und das Management von Plagiatsfällen in der Praxis.
Das Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für das Unternehmen BITO-Lagertechnik abzuleiten, um den Schutz ihres geistigen Eigentums zu verbessern und Wettbewerbsvorteile langfristig zu sichern.
Es erfolgt eine theoretische Heranleitung durch Literaturanalyse sowie die praktische Untersuchung von authentischen Plagiatsfällen anhand des betriebsinternen Wissens der BITO-Lagertechnik.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Ursachen, Recht, Strategie) und die konkrete Fallanalyse von Mehrwegbehältern und Sichtlagerkästen bei der BITO-Lagertechnik.
Wichtige Begriffe sind Produktpiraterie, Markenpiraterie, Schutzrechte, BITO-Lagertechnik, Wettbewerbsvorteile, Me-too-Produkte und Marktentwicklung.
Ein Plagiat ist eine illegale Kopie unter Missachtung von Schutzrechten, während ein Me-too-Produkt zwar sehr ähnlich ist, jedoch auf legalem Weg ohne direkte Verletzung von Patenten oder Markenrechten entsteht.
China stellt aufgrund des niedrigen Lohnniveaus und der verbreiteten Produktpiraterie sowohl eine Chance für die Marktexpansion als auch ein erhebliches Risiko für den Schutz des eigenen Know-hows dar.
Da keine direkten Schutzrechte verletzt wurden und die Erfolgsaussichten einer Klage wegen Designkopie aufgrund der Abhängigkeit von richterlichen Entscheidungen als zu unsicher und kostspielig eingestuft wurden.
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