Fachbuch, 2019
92 Seiten
1 Einleitung
2 Medienpädagogik
2.1 Geschichte der Medienpädagogik in Deutschland
2.2 Terminologische Klärung sowie Felder der Medienpädagogik
3 Lernen mit Neuen Medien
3.1 Funktionen Neuer Medien und deren Einsatzmöglichkeiten im schulischen Kontext
3.2 Lehr-Lerntheoretische Grundlagen mediendidaktischer Konzepte
4 Lehren und Lernen im Förderschwerpunkt Lernen
4.1 Erklärungen zur Genese von Lernbeeinträchtigungen und -störungen
4.2 Zu Fördernde Bereiche
4.3 Spezifische Förderung im Förderschwerpunkt Lernen
5 Neue Medien und das Für und Wider im Unterricht bei Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen
5.1 Positive Wirkungen Neuer Medien
5.2 Negative Wirkung Neuer Medien
6 Anforderungen an Schule und Personal
6.1 Bezug zu Lehrplänen und Kerncurricula
6.2 Technische und personelle Bedingungen für den Einsatz Neuer Medien an Schulen
6.3 Neue Medien und Schulentwicklung
6.4 Umgang mit Neuen Medien im Inklusiven Setting
7 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit digitale Medien den Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen unterstützen oder behindern können. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der didaktischen Implementierung und den spezifischen Voraussetzungen für diesen Förderbereich.
3.1.2 Medien zur Gestaltung des Lernprozesses
Als klassisches computergestütztes Medium gilt die Lernsoftware. Innerhalb dieser wird zwischen der Art der Nutzung (offline versus online) und dem Grad der didaktischen Aufbereitung unterschieden. Sie kann, angeboten und vertrieben von Verlagen mit pädagogischem Schwerpunkt oder von freien Anbietern, in Form von CD-Roms offline verwendet werden. Online hat der Verbraucher die Möglichkeit, auf didaktisch aufbereitete und an die geltenden Lehrpläne beziehungsweise Curricula angepasste Lernarrangements zurückzugreifen. Gestellt wird diese Form der Lernsoftware von Ministerien, Forschungsgruppen von Universitäten oder Verlagen. Auch stellen dieselben Anbieter extracurriculares Material zur Verfügung, was vom Verbraucher jedoch eigenmächtig auf seine didaktische Brauchbarkeit hin geprüft werden muss (Kron & Sofos 2003, S. 164 f.).
Die Klassifikation der Lernsoftware kann nach der Struktur und Funktion erfolgen, wonach sich Folgende ergibt: 1. Präsentations- und Visualisierungssoftware, 2. Drill- und Testsoftware, 3. Tutorielle Systeme, 4. Intelligente tutorielle Systeme, 5. Simulationen sowie 6. Hypermedia. Unter ersterem wird Software zur Darstellung von Sachverhalten und primär von Faktenwissen verstanden, wobei sie „[…] zur Einführung in eine neue Thematik, zur Aktivierung vorhandenen Wissens […] und zur gezielten Erläuterung narrativ schwer nachvollziehbarer Zusammenhänge“ genutzt wird und meist in lehrerzentrierten Settings Einsatz findet (Kron & Sofos 2003, S. 166).
1 Einleitung: Einführung in die Fragestellung zur Rolle Neuer Medien im Unterricht bei sonderpädagogischem Förderbedarf.
2 Medienpädagogik: Überblick über die historische Entwicklung der Medienpädagogik in Deutschland und Klärung zentraler Begriffe.
3 Lernen mit Neuen Medien: Analyse der Funktionen und Klassifizierung digitaler Medien sowie deren Einsatz in unterschiedlichen didaktischen Konzepten.
4 Lehren und Lernen im Förderschwerpunkt Lernen: Untersuchung der Genese von Lernbeeinträchtigungen und spezifischer Förderaspekte.
5 Neue Medien und das Für und Wider im Unterricht bei Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Diskussion der Chancen und Risiken beim Medieneinsatz sowie deren Auswirkung auf Lernprozesse.
6 Anforderungen an Schule und Personal: Darstellung der administrativen, personellen und technischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Medienintegration.
7 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Möglichkeiten und Notwendigkeit didaktisch fundierter Mediennutzung.
Neue Medien, Digitale Medien, Medienpädagogik, Förderbedarf, Förderschwerpunkt Lernen, Inklusion, Mediendidaktik, Lernsoftware, Motivation, Lernbeeinträchtigung, Medienkompetenz, Schulentwicklung, Digitalisierung, Unterrichtsgestaltung, Schriftspracherwerb
Die Arbeit untersucht den Einsatz digitaler Medien im Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen.
Es werden theoretische Grundlagen der Medienpädagogik, Lerntheorien, spezifische Förderbedarfe sowie die praktischen Voraussetzungen an Schulen analysiert.
Das Ziel ist es, Chancen und Risiken digitaler Medien zu identifizieren, um eine lernförderliche und bedürfnisgerechte Integration in den Unterricht zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und didaktischer Konzepte sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit curricularen Vorgaben.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Klassifizierung von Medien, der Lerntheorie im Kontext von Mediennutzung sowie konkreten Bedingungen für Lehrkräfte und Schulen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienpädagogik, Förderschwerpunkt Lernen, Inklusion, Motivation und Medienkompetenz.
Die Autorin hebt hervor, dass Lehrkräfte zwar die Wichtigkeit der Medienintegration anerkennen, jedoch oft durch mangelnde technische Ausstattung, fehlende Weiterbildung und administrativen Mehraufwand gehemmt werden.
Digitale Medien werden als Werkzeuge zur Steigerung der Lernmotivation eingesetzt, wobei insbesondere "edutainment"-Ansätze und handlungsorientierte Lernsettings hervorgehoben werden, die Schüler aktivieren sollen.
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