Examensarbeit, 2018
67 Seiten, Note: 2,0
1. Hinführung – gemeinsame Herausforderung
2. Sozio-kulturelle Entwicklungen
2.1 Rechtliche Grundsätze
2.2 Religiöse Pluralität
2.3 Säkularisierung und Individualisierung – Die aktuelle Situation
2.4 Geschichte des Religionsunterrichts in Deutschland
3. Kirchliche Positionen
3.1 Aus Sicht der katholischen Kirche
3.1.1 Unitatis redintegratio
3.1.2 Würzburger Synode
3.1.3 Die bildende Kraft des Religionsunterrichts
3.1.4 Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen
3.1.5 Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts
3.2 Aus Sicht der evangelischen Kirche
3.2.1 Identität und Verständigung
3.2.2 10 Thesen
3.2.3 Religiöse Orientierung gewinnen
3.2.4 Konfessionell-kooperativ erteilter Religionsunterricht
3.3 Zusammenfassung der beiden Positionen
4. Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht
4.1 Umgang mit Konfessionalität
4.2 Neue Herausforderungen an den Religionsunterricht
4.3 Aufgaben des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts
4.4 Religionsdidaktische Zielvorstellungen
5. Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht in der Praxis
6. Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht – ein Modell für die Zukunft?
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die religionsdidaktischen Notwendigkeiten für einen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht in Deutschland als Antwort auf gesellschaftliche Pluralisierungsprozesse und sinkende Mitgliederzahlen in den Kirchen.
4.1 Umgang mit Konfessionalität
Evangelisch oder römisch-katholisch. Oft wird man genau das gefragt und die Antwort ist in dem Moment eindeutig zuzuordnen. Aber was bedeutet es genau, evangelisch oder katholisch zu sein. Die Antwort auf diese Frage sollte nicht nur für jeden Christen fundamental und somit von großer Bedeutung sein, sondern ist auch für den heutigen Religionsunterricht von größter Relevanz. Ja vielleicht sogar mehr denn je. Hinzu kommt, dass sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche an einer konfessionellen Ausrichtung des Religionsunterrichts festhalten.
Dabei geht die konfessionelle Ausrichtung weit über die rechtliche Verankerung durch Artikel 7 des GG hinaus. Die konfessionelle Bindung des Religionsunterrichts bzw. der Lehre ist wichtig, denn „noch immer stehen einige wichtige Unterschiede in der Glaubenslehre der vollen Kircheneinheit entgegen, z.B. beim Kirchenverständnis und beim sakralen Amt“ (Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz 1996, S. 54).
Worin genau bestehen nun aber die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Konfessionen? Sich das bewusst zu machen ist für den ökumenischen Dialog und die Kooperation im Religionsunterricht grundlegend. Stärkste verbindende Gemeinsamkeit ist wohl der Glaube an denselben Gott, so haben „katholische und evangelische Christen eine gemeinsame Basis des Glaubens […] und […] diese Gemeinsamkeit [ist] wesentlicher […] als alle noch verbleibenden konfessionellen Unterschiede“ (Frieling 1973, S. 10). Zudem schauen die beiden Konfessionen auf eine lange gemeinsame Glaubenstradition zurück, die sie bis zur Reformation als Gemeinschaft charakterisierte. So kam es erst im 16 Jahrhundert zur Abspaltung der evangelischen von den katholischen Christen. Weiteres gemeinsames Bindeglied der beiden Glaubensgruppen ist die Bibel als Heilige Schrift und Grundlage der altkirchlichen Bekenntnisse. Auch greifen sie in der religiösen Praxis auf viele gemeinsame Texte, Gebete und Lieder zurück.
1. Hinführung – gemeinsame Herausforderung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung des Religionsunterrichts angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und der wachsenden religiösen Pluralität.
2. Sozio-kulturelle Entwicklungen: Dieses Kapitel analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen von Säkularisierung und Individualisierung auf die aktuelle Schulsituation in Deutschland.
3. Kirchliche Positionen: Hier werden die kirchenamtlichen Dokumente und synodalen Beschlüsse von katholischer und evangelischer Seite zur Begründung und Gestaltung des Religionsunterrichts dargelegt.
4. Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht: Dieses Kapitel definiert das Modell der Kooperation und erörtert didaktische sowie inhaltliche Anforderungen an die konfessionelle Zusammenarbeit.
5. Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht in der Praxis: Anhand einer konkreten Lernsequenz zum Thema Martin Luther wird die praktische Umsetzbarkeit und der Mehrwert konfessioneller Kooperation illustriert.
6. Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht – ein Modell für die Zukunft?: Das Fazit bewertet das Modell der Kooperation als zukunftsfähigen Weg, um Identitätsbildung und religiöse Mündigkeit in der Schule zu fördern.
Religionsunterricht, konfessionell-kooperativ, Ökumene, Konfessionalität, Bildungsauftrag, religiöse Pluralität, Identitätsbildung, Schulpastoral, didaktische Kooperation, Säkularisierung, Religionsdidaktik, christlicher Glaube, Interreligiöser Dialog, Schulentwicklung, Religionsfreiheit
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie der konfessionelle Religionsunterricht in Deutschland unter den Bedingungen einer zunehmend säkularen und religiös pluralen Gesellschaft zukunftsfähig bleiben kann.
Die Arbeit behandelt die rechtliche Legitimation, die theologischen Positionen der Kirchen, didaktische Konzepte der Kooperation sowie die konkrete Praxis der Zusammenarbeit im Unterricht.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie konfessionelle Kooperation als Modell dazu beitragen kann, religiöse Mündigkeit und Identität der Schülerinnen und Schüler zu fördern, ohne die eigene Konfessionalität aufzugeben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung kirchlicher Verlautbarungen, aktueller Denkschriften, rechtlicher Grundlagen und fachdidaktischer Literatur sowie der Analyse eines Praxisbeispiels.
Im Hauptteil werden die historischen und rechtlichen Bedingungen, die offiziellen Standpunkte der evangelischen und katholischen Kirche sowie die didaktischen Anforderungen an konfessionell-kooperatives Lernen detailliert dargelegt.
Zentrale Begriffe sind Konfessionalität, ökumenischer Geist, religiöse Pluralität, didaktische Kooperation, Bildungsauftrag und Identitätsbildung.
Beide Kirchen befürworten das Modell als Weg, um religiöse Bildung in einer pluralen Welt zu stärken, wobei die Betonung auf einem konfessionellen Profil in ökumenischer Offenheit liegt.
Die Lehrkraft ist entscheidend, da sie durch ihre eigene konfessionelle Verortung authentische Impulse setzt und gleichzeitig die didaktische Aufgabe wahrnimmt, den Dialog zwischen den Konfessionen professionell zu moderieren.
Nein, die Arbeit betont, dass kein einheitliches, starres Modell für ganz Deutschland existiert; vielmehr sollen regionale Verantwortliche vor Ort Modelle entwickeln, die zu den jeweiligen Gegebenheiten passen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

