Masterarbeit, 2007
104 Seiten
1 Einführung
1.1 Entstehung der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Bedeutung der Untersuchung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Definitionen
2.1 Begriffsabgrenzung: China
2.2 Der Expatriate
2.3 Kultur
2.4 Interkulturelle Kompetenz
3 Kulturstandards
3.1 Deutsche Kulturstandards
3.1.1 Sachorientierung
3.1.2 Regelorientierung
3.1.3 Zeitplanung
3.1.4 Trennung von Arbeits- und Privatbereich
3.1.5 Direktheit und Wahrhaftigkeit
3.1.6 Individualismus
3.2 Chinesische Kulturstandards
3.2.1 Soziale Harmonie
3.2.2 Hierarchie
3.2.3 Guanxi und Renqing
3.2.4 Das Danwei-System
3.2.5 Gesicht
3.2.6 Etikette
3.2.7 Regelrelativismus
3.3 Fazit
4 Akkulturation
4.1 Begriffsdefinition Akkulturation
4.2 Die Akkulturationsgruppen
4.3 Der Akkulturationsprozess
4.3.1 Die U-Kurven-Hypothese nach Lysgaard
4.3.2 Die Kulturschocktheorie von Oberg
4.3.3 Der Akkulturationsprozess nach Hofstede und Schugk
4.3.4 Der Akkulturationsprozess und Adaption nach Berry
4.3.5 Vergleich der Modelle
4.4 Akkulturationsstress
4.5 Akkulturationsvariablen
4.5.1 Interne Faktoren
4.5.2 Externe Faktoren
4.6 Die Akkulturation von Expatriates
4.7 Der Akkulturationserfolg
5 Befragung deutscher Expatriates in China
5.1 Methodische Vorüberlegungen
5.2 Die Art der Datenerhebung
5.3 Die Befragten
5.4 Aufbau und Inhalt des Fragebogens
5.4.1 Aufenthalt in China
5.4.2 Interkulturelle Vorerfahrungen
5.4.3 Sprachkenntnisse
5.4.4 Berufliche Situation in China
5.4.5 Umzug nach China
5.4.6 Kontakte und Freizeit
5.4.7 Vorstellungen China – Deutschland
5.4.8 Integration
5.4.9 Allgemeines
5.4.10 Zusammenfassung
5.5 Das Datenmaterial
5.6 Ergebnisse der Fragebogen-Studie
5.6.1 Die Stichprobe
5.6.2 Selbsteinschätzung der Integration
5.6.3 Soziodemografische Merkmale
5.6.4 Leben in China
5.6.5 Sprache
5.6.6 Interkulturelle Vorerfahrungen
5.6.7 Familie
5.6.8 Motive
5.6.1 Soziale Netzwerke
5.6.2 Aufenthaltsdauer
5.6.3 Bezug zu Deutschland
5.6.4 Berufliche Situation und Arbeitsumfeld
5.6.5 Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt
5.6.6 Als Expatriate in China
5.6.7 Bilder von Deutschland und China
5.6.8 Zufriedenheit in China
5.6.9 Überprüfung der Akkulturationswege nach Berry
5.7 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.8 Bezug zu den Forschungsfragen
6 Kritik und Ausblick auf weitere Forschungen
7 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Integration deutscher Expatriates in die chinesische Gesellschaft, wobei sie insbesondere analysiert, wie diese mit der Ausnahmesituation eines Auslandsaufenthaltes zurechtkommen und welche Faktoren ihre Anpassung an die fremde Kultur beeinflussen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie gut die Integration gelingt, welche inneren und äußeren Bedingungen diese fördern oder hemmen und wie man mithilfe dieser Erkenntnisse die Anpassung künftiger Entsandter erleichtern kann.
Die U-Kurven-Hypothese nach Lysgaard
Lysgaard veröffentlichte im Jahr 1955 seine U-Kurven-Hypothese. Er fand in einer Studie zum Anpassungserfolg heraus, dass die von ihm untersuchten 200 norwegischen Fulbright-Stipendiaten, die entweder bis zu sechs Monaten oder mehr als 18 Monate im Ausland waren, sich als gut angepasst bezeichneten, die Gruppe dazwischen (sechs bis 18 Monate) beschrieb sich hingegen als weniger angepasst. (vgl. Lysgaard, 1955, S. 45, 49) Dieses Phänomen stellte er unabhängig von anderen Variablen, wie Alter, Studienprogramm, etc. bei allen Studenten fest. Lysgaard leitete daraus ab, dass ein Anpassungsprozess in verschiedenen Stufen dem Verlauf einer U-Kurve folgt. Einer anfänglich guten Anpassung mit gehobener Stimmung folgt eine Anpassungskrise, in der das Individuum unzufrieden mit der Situation und daher niedergeschlagen ist. Anschließend kommt erneut eine Phase guter Anpassung verbunden mit Optimismus und Zufriedenheit. (vgl. Lysgaard, 1955, S. 49; Glaser, 1999, S. 51f.)
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Auslandstätigkeit in Zeiten der Globalisierung und definiert das Ziel, die Integration deutscher Expatriates in China wissenschaftlich zu untersuchen.
2 Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe der Arbeit, insbesondere Expatriate, Kultur und interkulturelle Kompetenz, definiert, um ein gemeinsames Verständnis als theoretische Basis zu schaffen.
3 Kulturstandards: Dieses Kapitel stellt deutsche und chinesische Kulturstandards gegenüber, um die kulturelle Distanz und die daraus resultierenden Herausforderungen für Expatriates zu verdeutlichen.
4 Akkulturation: Hier werden theoretische Modelle der kulturellen Anpassung, das Phänomen des Kulturschocks sowie Einflussvariablen auf den Akkulturationsprozess vorgestellt.
5 Befragung deutscher Expatriates in China: Dieser Hauptteil beschreibt die Konzeption und Durchführung der empirischen Studie mittels Onlinefragebogen sowie die Auswertung und Interpretation der gewonnenen Daten.
6 Kritik und Ausblick auf weitere Forschungen: Dieses Kapitel reflektiert das methodische Vorgehen der Studie kritisch und gibt Empfehlungen für weiterführende wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der Ergebnisse, welche die mangelnde Integration vieler Expatriates aufzeigt und die Wichtigkeit der Vorbereitung unterstreicht.
Akkulturation, China, Expatriate, Heimatblase, Interkulturelle Kompetenz, Kulturstandards, Anpassung, Kulturschock, Integration, Auslandsentsendung, Soziale Netzwerke, Sprachkenntnisse, Arbeitsumfeld, Onlinefragebogen, Sozialisation
Die Arbeit analysiert die Situation von deutschen Expatriates in China und untersucht, inwieweit diese sich in das chinesische Umfeld integrieren oder ob sie dazu neigen, sich in einer isolierten "Heimatblase" zu bewegen.
Die zentralen Themen umfassen Akkulturationsmodelle, interkulturelle Kommunikation, den Vergleich deutscher und chinesischer Kulturstandards sowie die empirische Auswertung eines Fragebogens zu Integrationsfaktoren.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen und einer empirischen Datenerhebung herauszufinden, welche Faktoren eine erfolgreiche Anpassung fördern oder behindern, um daraus Empfehlungen für Unternehmen und Expatriates abzuleiten.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen und qualitativen Ansatz in Form einer Onlinefragebogen-Studie unter deutschen Expatriates, um ein breites Spektrum an Meinungen und Verhaltensweisen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Kulturstandards und Anpassungsmodellen sowie die detaillierte Darstellung und Analyse der Ergebnisse aus der Befragung deutscher Expatriates zu Themen wie Sprache, soziales Umfeld und Familie.
Die wichtigsten Schlagworte sind Akkulturation, Expatriate, interkulturelle Kompetenz, Heimatblase, Kulturschock und Integration.
Es beschreibt das von der Autorin beobachtete Verhalten, dass viele Deutsche im Ausland versuchen, ihre gewohnte deutsche Lebensweise strikt beizubehalten, während sie die chinesische Umgebung ignorieren.
Die Arbeit zeigt, dass die Familie als soziales Auffangnetz fungiert; Expatriates, die mit Partner vor Ort leben, integrieren sich tendenziell besser als Alleinstehende, wenngleich Kinder auch zur Abkapselung führen können, wenn sie internationale Schulen besuchen.
Überraschenderweise ergab die Studie, dass eine längere Aufenthaltsdauer nicht automatisch zu einer besseren Integration führt; vielmehr zeigten Expatriates mit einer mittleren Dauer (zwei bis vier Jahre) die besten Integrationsergebnisse.
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