Examensarbeit, 2018
139 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
TEIL I
1 Begriffsdefinition Sterben und Tod
1.1 Entwicklung der Todesvorstellungen bei Kindern und Jugendlichen
1.2 Das Erleben des Todes für Kinder in der heutigen Gesellschaft
2 Begriffsdefinition Trauer
2.1 Modell der Trauerphasen
2.2 Duales Prozessmodell der Trauerbewältigung
2.3 Traueraufgaben
2.4 Kindertrauer und deren Begleitung
3 Sterben, Tod und Trauer in der Grundschule
3.1 Verankerung der Themen im Bildungsplan
3.2 Chancen und Gründe der schulischen Auseinandersetzung
3.3 Hospiz macht Schule
TEIL II
4 Eine Evaluationsstudie zur Veränderung kognitiver Konzepte, Umgangsformen und Emotionen von SchülerInnen nach einer Interventionseinheit mit dem Thema Sterben, Tod und Trauer im Grundschulunterricht
4.1 Fragestellung und Hypothesen
4.2 Untersuchungsplan
4.2.1 Definition der Variablen
4.2.2 Definition Haupteffekt und Interaktionseffekt
4.3 Methode
4.3.1 Stichprobe
4.3.2 Material
4.3.3 Durchführung
4.4 Ergebnisse
4.4.1 Kodierung und Auswertungsverfahren
4.4.2 Darstellung der Ergebnisse
4.4.2.1 Kognitive Konzepte
4.4.2.2 Umgangsformen
4.4.2.3 Emotionen
5 Diskussion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Projekt "Hospiz macht Schule" auf das Verständnis und den Umgang von Grundschülern der dritten Klasse mit den Themen Sterben, Tod und Trauer hat. Im Zentrum steht die Evaluation kognitiver Konzepte, emotionaler Reaktionen und Bewältigungsstrategien der Kinder nach einer spezifischen Intervention.
Einleitung
Die Zeit, in der das Thema Tod tabuisiert wurde, scheint vorbei zu sein. Dies zeigt sich durch eine steigende mediale Präsenz im Fernsehen, in Büchern, Zeitschriften und Zeitungen. Hospize werden gegründet und es wird über Sterbehilfe diskutiert. Dennoch fällt es Erwachsenen nicht leicht, ehrlich mit Kindern darüber zu sprechen (vgl. Steinbrinker 2010, S.26). Eine Beschäftigung mit dem Thema scheint oft schwer, da sie auch eine Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit nach sich zieht (vgl. Lesemann/Steinbrinker 2003, S.40). Jedoch kann eine offene Herangehensweise dazu beitragen, dass der Tod als etwas Normales und Natürliches betrachtet wird. Denn „[t]ritt der Tod ins Leben, macht er oft sprachlos“ (Franz 2015, S.40). Es ist eine Herausforderung sich dem Tod zu stellen, statt ihn zu verschweigen. Die Gründe nicht darüber zu sprechen, können vielfältig sein. Einen davon nennt Matthews (1991):
„Hinter unserem Versuch, Kinder vor dem Gedanken an den Tod zu schützen, [verbirgt sich], der Versuch, uns selbst zu schützen. Und manchmal ist es nicht die Angst der Kinder, sondern unsere eigene Angst vor dem Thema, die uns davor zurückschrecken lässt, auf Fragen der Kinder nach Sterben und Tod einzugehen“ (Matthews 1991, nach Michalik 2006, S.20).
Dieses Zitat hebt deutlich hervor, dass es häufig nicht die Angst der Kinder ist, sondern die der Erwachsenen, die über den Tod schweigen lässt. Doch vor allem Kinder sollten so früh wie möglich lernen, was es mit diesen Themen auf sich hat, denn Sterben, Tod und Trauer tauchen auch in ihren Lebenswelten auf.
1 Begriffsdefinition Sterben und Tod: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Sterben und Tod, beleuchtet die kindliche Entwicklung von Todesvorstellungen und analysiert den aktuellen gesellschaftlichen Umgang mit diesen Themen.
2 Begriffsdefinition Trauer: Hier werden zentrale Trauertheorien vorgestellt, darunter das Phasenmodell von Verena Kast, das duale Prozessmodell der Trauerbewältigung sowie das Konzept der Traueraufgaben nach William Worden.
3 Sterben, Tod und Trauer in der Grundschule: Dieses Kapitel erörtert die Verankerung dieser Themen im Bildungsplan, die Gründe für ihre Behandlung im Unterricht und stellt das Projekt "Hospiz macht Schule" vor.
4 Eine Evaluationsstudie zur Veränderung kognitiver Konzepte, Umgangsformen und Emotionen von SchülerInnen nach einer Interventionseinheit mit dem Thema Sterben, Tod und Trauer im Grundschulunterricht: Der empirische Teil dokumentiert die methodische Umsetzung der Studie, stellt die Hypothesen vor und präsentiert die Ergebnisse der Befragung zur Wirksamkeit der Intervention.
5 Diskussion und Ausblick: Hier werden die Forschungsergebnisse kritisch reflektiert, methodische Einschränkungen diskutiert und Vorschläge für weiterführende Studien im Bereich der Kindertrauerarbeit gemacht.
Sterben, Tod, Trauer, Hospiz macht Schule, Grundschule, Kindertrauer, Evaluationsstudie, Todeskonzepte, Umgangsformen, Emotionen, pädagogische Intervention, Prävention, Trauerbewältigung, Kognitive Entwicklung, Bildungsplan.
Die Arbeit evaluiert das Projekt "Hospiz macht Schule" und dessen Auswirkungen auf Drittklässler bezüglich ihres Verständnisses und Umgangs mit den Themen Sterben, Tod und Trauer.
Zentral sind die theoretische Fundierung von Trauer und Tod, die kindliche Entwicklung von Todesverständnissen sowie die praktische Implementierung präventiver Bildungsangebote in Grundschulen.
Das Ziel ist die Untersuchung der Wirksamkeit der Intervention "Hospiz macht Schule" auf kognitive Konzepte, Umgangsformen und emotionale Reaktionen der teilnehmenden Kinder.
Es wurde eine quantitative Evaluationsstudie im Prä-Post-Kontrollgruppen-Design durchgeführt, wobei Daten mittels Fragebögen erhoben und statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und den empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Evaluationsstudie detailliert dargestellt und interpretiert werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sterben, Tod, Trauer, Hospiz macht Schule, Kindertrauer und pädagogische Intervention charakterisiert.
Er dient als Ausgangspunkt für die Analyse, wie und wo thantologische Themen explizit in den Religionsunterricht eingebettet sind und welche pädagogischen Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Dies ermöglicht eine differenzierte Erfassung von Zustimmungstendenzen der Kinder, während die verbale Unterstützung durch die Lehrperson für Klarheit sorgt.
Sie fungieren als externe Bezugspersonen, die mit ihrer Erfahrung den Kindern einen unbefangenen Austausch ermöglichen, Ängste abbauen und emotionalen Raum bieten.
Die Autorin führt dies unter anderem auf die kleine Stichprobengröße, methodische Schwierigkeiten bei der Fragebogenausfüllung durch Kinder und die Komplexität der psychologischen Konstrukte zurück.
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