Masterarbeit, 2016
94 Seiten, Note: 1,7
1 VORWORT
2 EINFÜHRUNG
2.1 PROBLEMSTELLUNG
2.2 FORSCHUNGSSTAND
2.3 ZIELSETZUNG
3 DIE VERLEGERIN IM AKTUELLEN FOKUS
I – HISTORISCHER TEIL
4 GESCHICHTE DER VERLEGERINNEN
4.1 ABSENZ ALS PRODUKT ANDROZENTRISCHER GESCHICHTSSCHREIBUNG
4.2 ERWACHEN DES VERLEGERISCHEN BEWUSSTSEINS
4.2.1 Die erste (Drucker)Verlegerin
4.2.2 Die deutschen Verlegerinnen des 16. und 17. Jahrhunderts
4.2.3 Das 18. Jahrhundert bis zur Gründung des Börsenvereins
4.3 ERWACHEN EINES POLITISCHEN BEWUSSTSEINS
4.3.1 Frauenbewegungen bis zum Ersten Weltkrieg
4.3.2 Die Kriegsjahre – zwischen Förderer und Zerstörer
4.3.3 Nachkriegszeit bis Neue Frauenbewegung
II – ANALYTISCHER TEIL
5 „HERZLICH WILLKOMMEN ZUR UMFRAGE FÜR VERLEGERINNEN!“
5.1 FORSCHUNGSDESIGN
5.2 AUSWERTUNG DER UMFRAGE
5.2.1 Unternehmen im Portrait
5.2.2 Firmengründung
5.2.3 Berufsalltag
5.2.4 Ausbildung und Karriereweg
5.2.5 Work-Life-Balance
5.2.6 Strukturelle Defizite und Mentalitätsmuster
5.3 ERGEBNISSE IM KONTEXT
6 AUSBLICK
Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die aktuelle Situation von Verlegerinnen in Deutschland, um der androzentrischen Forschung entgegenzuwirken und auf Basis einer quantitativen Studie die heutigen Berufsbedingungen, Karrierewege sowie strukturellen Hürden dieser Berufsgruppe zu analysieren.
Die erste (Drucker)Verlegerin
Die erste Datierung eines Verlegers hängt von der Definition desselben ab. Hiller erkennt verlegerische Initiativen, durch Neuausgaben und Bearbeitungen, bereits im 6. Jahrhundert vor Christus. Damals wurden von dem Tyrannen Peisistratos Gedichte von Homer und Hesiod gesammelt und publiziert. Schreibstuben, in denen Manuskripte vervielfältigt und anschließend im Buchhandel verkauft wurden, gab es in Athen bereits im 5. Jahrhundert vor Christus. Als Schutzgöttin suchten sie sich Pallas Athene aus, die dem Kopf des Vaters Zeus entsprungen war. Belegbar sind Frauen in diesen Institutionen im religiösen Kontext ab der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts nach Christus. Namentlich bekannt werden sie sechs Jahrhunderte später. Schwester Marietta und Schwester Rosarietta beispielsweise waren bezahlte Setzerinnen eines Dominikanerklosters in Osterode am Harz, Niedersachsen. Rautenberg konstatiert, dass sich ab 1480 die buchgeschichtliche Quellenlage zur Buchproduktion, aufgrund des Erhalts diverser Briefkonversationen und Rechnungsbücher, verbesserte. Bis ins späte Mittelalter gab es Schreibstuben mit Tendenz zur Spezialisierung. Mit der Erfindung Gutenbergs wurden die meisten zu Buchdrucker_innen. Ende des 15. und im 16. Jahrhundert konstituierte sich das Verlagswesen. Drucken, Verlegen und Verkaufen wurden in der Personalunion eines Druckerverlegers/ einer Druckerverlegerin ausgeführt. Die Differenzierung und Spezialisierung der üblichen „Mischbetriebe“ schritt im 16. Jahrhundert immer weiter fort. Das Buch dürfte zu jener Zeit noch nicht als besonderes Kulturgut gehandelt worden sein. Eher war es ein „lukrativer“ Geschäftszweig mit „hohen Gewinnspannen“. Bereits in diesem frühen Stadium der Branche waren Unternehmensformen vom Ein-Personen-Betrieb bis hin zum international agierenden Verlagshaus üblich.
1 VORWORT: Ein kurzer einleitender Text, der die Geschlechterrollen im Buchwesen über Jahrhunderte hinweg thematisiert.
2 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet die Unterrepräsentanz von Frauen in der buchwissenschaftlichen Forschung und skizziert das Forschungsziel der Arbeit.
3 DIE VERLEGERIN IM AKTUELLEN FOKUS: Dieses Kapitel beschreibt das Spezifikum des Verlegerberufs und die hohen Anforderungen an Inhaberinnen in der heutigen Zeit.
4 GESCHICHTE DER VERLEGERINNEN: Ein historischer Rückblick auf die Rolle von Frauen in der Buchbranche, von der Entstehung des Druckwesens bis zu den Frauenbewegungen des 20. Jahrhunderts.
5 „HERZLICH WILLKOMMEN ZUR UMFRAGE FÜR VERLEGERINNEN!“: Der analytische Teil präsentiert das methodische Design und die Ergebnisse der quantitativen Umfrage unter deutschen Verlegerinnen.
6 AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die zukünftige Entwicklung sowie aktuelle Problematiken der Branche.
Verlegerin, Buchwissenschaft, Geschlechtergeschichte, Buchhandel, Verlagswesen, Frauenbewegungen, Firmengeschichte, Führungspositionen, Empirische Forschung, Gender Gap, Unternehmenskultur, Berufsalltag, Karriere, Buchmarkt, Frauenverlage
Die Masterarbeit befasst sich mit der Rolle und der Geschichte von Verlegerinnen in Deutschland, um eine geschlechterbewusste Perspektive in die buchwissenschaftliche Forschung einzubringen.
Die Arbeit behandelt die historische Unsichtbarkeit von Frauen in der Buchbranche, die Entwicklung von Frauenbewegungen im Kontext des Buchwesens sowie aktuelle berufliche Herausforderungen für Unternehmerinnen.
Das Ziel ist es, die tatsächliche Lage und die Bedingungen zu erforschen, unter denen Frauen im Jahr 2016 als Verlegerinnen tätig sind, und dabei tradierte Stereotypen zu hinterfragen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus historischer Quellenanalyse und einer quantitativen empirischen Online-Befragung unter Mitgliedern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Block zur Emanzipationsgeschichte und einen analytischen Block, der Umfragedaten zu Berufsalltag, Ausbildung, Karriere und Work-Life-Balance auswertet.
Die zentralen Begriffe sind Verlegerin, Buchwissenschaft, Gender Gap, Führungspositionen, Unternehmenskultur und empirische Forschung.
Historisch gesehen waren viele Frauen als Witwen in Führungspositionen tätig, was oft als „Übergangslösung“ bis zur Übernahme durch einen Sohn angesehen wurde, jedoch oft eine aktive und eigenständige verlegerische Leistung verschleiert hat.
Die Arbeit stellt fest, dass es zwar eine Unterrepräsentanz in Top-Führungspositionen großer Verlage gibt, Frauen jedoch zunehmend kreative und steile Karrieren in vielfältigen Unternehmensformen verfolgen.
Die empirischen Daten zeigen, dass diese Vereinbarkeit von einem Teil der Verlegerinnen als belastend empfunden wird, wobei eine lebensphasenorientierte Personalpolitik und flexible Arbeitsmodelle als Schlüssel zur Verbesserung diskutiert werden.
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