Masterarbeit, 2018
123 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Eine Einführung in die HipHop-Kultur
2.1 HipHop in den USA
2.2 HipHop in der BRD
2.3 Deutschrap
2.3.1 Charakteristische Merkmale und Themenfelder
2.3.2 Gesellschaftlicher Diskurs
3 Identität und Identitätsentwicklung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund
3.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
3.2 Identitätsbildung im Jugendalter
3.3 Identitätsbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
4 Deutschrap und Identität – Bedeutung von Musik für die Identitätsentwicklung von Jugendlichen
4.1 Die Rolle der Musik im Leben Jugendlicher
4.2 Die Rolle von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Deutschrap
4.3 Identifikationsmöglichkeiten im Deutschrap
4.4 Schlussfolgerung für die Untersuchung
5 Forschungsdesign
5.1 Qualitative Sozialforschung
5.2 Sampling
5.3 Das Leitfadeninterview
5.4 Die Interviewdurchführung
5.5 Transkription
5.6 Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
6 Analyse der Interviewergebnisse
6.1 Biographische Aspekte der befragten Jugendlichen: „Irgendwas zwischen allem“
6.2 Bedeutung von Musik für Jugendliche: „Musik bestimmt mein Leben“
6.3 Rapper und ihr identitätsstiftendes Potenzial: „Der hat einfach genau mein Style“
6.4 Materialismus und Erfolg als Vorbildfunktion: „allein die 40K Rolli“
6.5 Peergroups, Zugehörigkeit und Abgrenzung: „Wenn die jetzt Schlager oder so hören würden, (…) dann würde ich mich ja auch nicht mit denen identifizieren“
6.6 Einstellung zu Deutschrap: „Wenn man die nicht als Beispiel nimmt, dann ist das OK“
7 Diskussion
8 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss von Deutschrap auf die Identitätsbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dabei wird analysiert, inwieweit Rapper als Identifikationsfiguren dienen, wie Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre soziale Verortung durch Musikkonsum gestalten und welche Rolle thematische Inhalte wie Erfolg, Materialismus und ethnische Herkunft in diesem Prozess spielen.
2.1 HipHop in den USA
Die Wurzeln der HipHop-Kultur liegen in den New Yorker Stadtbezirken Harlem und der Bronx. In den 1970er Jahren waren diese Stadtteile durch die dort vorherrschenden sozioökonomischen Bedingungen geprägt. Im Zuge der Deindustrialisierung blieben die afroamerikanischen und hispanischen Gemeinschaften in den verfallenen Gebieten der Stadt, während diejenigen, die sich einen Umzug in die wohlhabenderen Gegenden leisten konnten, diese verließen (vgl. Verlan & Loh). Die Marginalisierung dieser Bevölkerungsgruppen wurde zudem durch eine hohe Arbeitslosenquote begleitet, die wiederum zu einer Zunahme von Gewalt, krimineller Banden und zu Drogenproblemen führte. Das daraus resultierende Ghetto gilt bis heute als der Ausgangspunkt für die HipHop-Kultur und insbesondere für den Inhalt vieler Raptexte (vgl. ebd.). In dieser Phase der Aussichtslosigkeit, entwickelten die jungen Generationen kreative Ausdrucksformen, die sich zu den vier Elementen der HipHop-Kultur etablierten und zu der heutigen Definition von HipHop größtenteils beigetragen haben. Die vier Elemente umfassen das DJing, Graffiti bzw. das Writen, Breakdance und den Rap. Mittlerweile wurden die vier Elemente um das des Knowledge erweitert, welches das Wissen über die Fähigkeiten beinhaltet (vgl. Burkhard 2013, Güler Saied 2012).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Identitätsentwicklung im Jugendalter ein und skizziert die wachsende Bedeutung des Deutschrap als identitätsstiftendes Medium für Jugendliche.
2 Eine Einführung in die HipHop-Kultur: Dieses Kapitel behandelt die historischen Ursprünge der HipHop-Kultur in den USA und ihre Etablierung sowie Kommerzialisierung in Deutschland.
3 Identität und Identitätsentwicklung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Hier werden theoretische Grundlagen zu Entwicklungsaufgaben und Identitätsbildungsprozessen, insbesondere unter Berücksichtigung eines Migrationshintergrunds, erläutert.
4 Deutschrap und Identität – Bedeutung von Musik für die Identitätsentwicklung von Jugendlichen: Dieses Kapitel vernetzt die Themenbereiche Musik, Identität und Migrationshintergrund und bildet die theoretische Basis für die empirische Analyse.
5 Forschungsdesign: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Sozialforschung, inklusive Sampling und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
6 Analyse der Interviewergebnisse: Die Ergebnisse der geführten Leitfadeninterviews werden hier detailliert dargestellt und hinsichtlich biographischer Aspekte, Musikbedeutung und Identifikationspotenzial analysiert.
7 Diskussion: Die gewonnenen Erkenntnisse werden im letzten Hauptkapitel zusammenfassend diskutiert und kritisch in den theoretischen Rahmen eingeordnet.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Deutschrap.
Deutschrap, Identitätsbildung, Jugendliche, Migrationshintergrund, Identifikation, Gangsta-Rap, Musikgeschmack, soziale Verortung, Qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Vorbildfunktion, Materialismus, Peergroup, Mediale Diskurse, Authentizität
Die Arbeit analysiert, wie Deutschrap als Identitätsmedium fungiert und wie Jugendliche mit Migrationshintergrund dieses Genre nutzen, um ihre Identität zu entwickeln und sich gesellschaftlich zu verorten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung von Musik für die Identitätskonstruktion, der Rolle von Rappern als Vorbilder, den Themen Materialismus und Erfolg sowie der Relevanz der Peergroup für Jugendliche.
Ziel ist es, identitätsstiftende Merkmale des Deutschrap zu identifizieren und zu erörtern, ob und wie der Migrationshintergrund die Identifikationsprozesse der Jugendlichen beeinflusst.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf problemzentrierten Leitfadeninterviews mit neun Jugendlichen, deren Aussagen mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (HipHop-Grundlagen, Identitätstheorien) und einen empirischen Teil, in dem die Interviewergebnisse zu Themen wie Musikgeschmack, Rapper-Idole und schulische Erfahrungen analysiert werden.
Neben Begriffen wie Deutschrap, Identitätsbildung und Migrationshintergrund sind auch Forschungsbegriffe wie qualitative Sozialforschung und Identifikationspotenzial zentral.
Die befragten Jugendlichen empfinden die mediale Berichterstattung über Deutschrap überwiegend als einseitig und negativ, da das Genre häufig vorschnell als "asozial" abgestempelt wird.
Ja, die Interviews deuten darauf hin, dass die Identifikation mit Rappern als Vorbilder bei männlichen Jugendlichen stärker ausgeprägt ist, während sich Mädchen eher an Rapperinnen orientieren oder andere Aspekte in der Musik suchen.
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