Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 2,0
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Diese Bachelorarbeit untersucht die Aktualität des Motivs der Melancholie in Goethes Die Leiden des jungen Werther. Die Arbeit beleuchtet die zeitgenössischen und zeitunabhängigen Aspekte der Melancholie und analysiert, wie der Text das Thema behandelt. Darüber hinaus wird die Authentizität der Romanwelt untersucht, um die Häufigkeit des Auftretens von Melancholie in der Literatur und Kultur zu beleuchten.
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Melancholie ein und skizziert die Bedeutungsveränderung des Begriffs von der Antike bis zur Neuzeit. Das zweite Kapitel konzentriert sich auf die Darstellung der Melancholie in Goethes Die Leiden des jungen Werther, einschließlich der Entstehung und möglichen Ursachen von Werthers Leiden. Das dritte Kapitel beleuchtet die Aktualität des Werther-Motivs in der heutigen Zeit, wobei ein Exkurs zu Olivier Adams Roman Keine Sorge, mir geht's gut die zeitübergreifenden Zusammenhänge der Melancholie-Thematik in der Literatur und Kultur verdeutlicht. Das vierte Kapitel analysiert die Authentizität der Lebenswelten in den untersuchten Texten, wobei die literaturwissenschaftliche Interpretation den Rahmen der Ausarbeitung bildet.
Melancholie, Die Leiden des jungen Werther, Johann Wolfgang von Goethe, Aktualität, Zeitlosigkeit, Authentizität, Literatur, Kultur, Medien, Roman, Briefroman, Depression, Gesellschaftsordnung, Konflikte, Epoche, Geschichte, Psychologie, Medizin, Sozialwissenschaft.
Die Leiden des jungen Werther behandeln zeitlose Gefühle wie unerwiderte Liebe, Weltschmerz und die Suche nach Authentizität. Viele dieser Themen finden sich heute unter dem Begriff Depression als Volkskrankheit wieder.
Melancholie wird bei Werther als ein schleichender Prozess gezeigt, der durch soziale Isolation und den Konflikt zwischen individuellem Freiheitsdrang und gesellschaftlichen Zwängen ausgelöst wird.
Wertheriaden sind literarische Werke, die Goethes Roman imitieren, parodieren oder dessen Motive in die jeweilige Gegenwart übertragen. Sie belegen das überzeitliche Interesse an der Figur Werther.
Werther leidet an der starren Ständegesellschaft des 18. Jahrhunderts, die ihm eine Entfaltung seiner Persönlichkeit verwehrt. Die Arbeit untersucht, ob moderne Gesellschaftskonflikte ähnliche melancholische Zustände hervorrufen.
Früher wurde Melancholie oft als Schicksal oder künstlerisches Temperament gesehen. Heute wird sie medizinisch als Depression diagnostiziert, wobei die Arbeit die Parallelen in der Symptomatik und der Tabuisierung aufzeigt.
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