Bachelorarbeit, 2013
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Begriffsklärung
2.1. Alleinstehende
2.2. Alleinerziehende
2.2.1. Allgemeine Definition
2.2.2. Entstehung und Entwicklung des Begriffs „Alleinerziehende“
3. Lebensumstände von Alleinerziehenden in Deutschland
3.1. Lebenssituation alleinerziehender Frauen
3.1.1. Alleinerziehende Mütter, Beruf und materielle Situationen
3.1.2. Alleinerziehende Mütter im Alltag
3.2. Lebenssituation alleinerziehender Männer
3.2.1. Alleinerziehende Väter, Beruf und materielle Situation
3.2.2. Alleinerziehende Väter im Alltag
4. Alleinerziehende in Deutschland
5. Lebensverhältnisse von Alleinerziehenden in West- und Ostdeutschland
5.1. Erwerbstätigkeit: Analyse des Arbeitsmarktes von Alleinerziehenden in Deutschland
5.1.1. Beteiligung am Erwerbsleben von Alleinerziehenden mit Kindern unter 18 Jahren (2011)
5.2. Erwerbstätigkeit: Alleinerziehende in West- und Ostdeutschland
5.2.1. Schul- und Ausbildungsniveau von Alleinerziehenden in Deutschland
5.3. Die Wohnsituation von Alleinerziehenden
6. Ressourcen alleinerziehender Mütter und Väter
6.1. Finanzielle Unterstützungen des Staates
6.2. Besondere Wohnformen für alleinerziehende Mütter, Väter und Kinder.
6.3. Soziale Netzwerke
6.3.1. Primäre Netzwerke
6.3.2. Sekundäre Netzwerke
6.3.3. Tertiäre Sozialnetzwerke
7. Studentische Eltern und alleinerziehende Studierende
7.1. Fallbeispiel: Alleinerziehende Studentin aus München
7.2. Studieren mit Kind(ern) an der Hochschule Rhein-Main
7.2.1. Auswertung des Interviews mit der Frauenbeauftragten
7.2.2. Auswertung des Interviews mit der Vertreterin des AStA der Hochschule Rhein-Main
7.2.3. Auswertung des Interviews mit dem Vertreter der KHG Rüsselsheim
7.3. Auswertung der Umfrage für studierende Eltern und alleinerziehende Studierende an der Hochschule Rhein-Main
7.4. Alleinerziehende Studierende in Kamerun - ein Vergleich
8. Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die Lebensumstände von alleinerziehenden Müttern und Vätern in Deutschland, wobei der Fokus auf der spezifischen Situation von alleinerziehenden Studierenden an der Hochschule Rhein-Main liegt. Ziel ist es, Herausforderungen aufzuzeigen und Ansätze zur Verbesserung ihrer Lebens- und Studiensituation zu identifizieren.
7.1. Fallbeispiel: Alleinerziehende Studentin aus München
„Morgens. Leise raschelnde Tapser in Richtung meines Bettes. Dann zwei kleine Hände, die in mein Gesicht patschen. Ich öffne ein Auge. Zwei blaue Augen strahlen mich an: „Mama!“. Ich linse auf meinen Radiowecker. Warum ich ihn jeden Tag stelle, weiß ich auch nicht so genau, aber es ist ja so, dass ich Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt. Halb sieben - hey, sie hat mich direkt schlafen lassen! Immerhin habe ich mich bis nachts um eins mit der Literatur der Ming-Zeit und den Vokabeln von Lektion 44 herumschlagen. Das gehört zum Sinologiestudium einfach dazu. „Mama! Aufstehen?“. Sie strahlt mir ins Gesicht. „Möcht essen!“. Was will man noch bei dieser Argumentation noch erwidern? Ich stehe auf und mache Frühstück. Wenn mir vor drei Jahren einer gesagt hätte, wie abhängig ich mal von koffeinhaltigen Heißgetränken sein würde, ich hätte ihn wohl für verrückt erklärt. Aber es hilft nichts, Kind muss angezogen und fertig gemacht werden, ich auch die Uni ruft. Schnell das Kind in der Kinderkrippe abgeliefert und ab zur U- Bahn. Manchmal sehne ich mich schon zurück, nach der Möglichkeit den Wecker einfach auszuschalten und noch mal zwei oder drei Stunden weiterzuschlafen.
Oder nach der Möglichkeit, das Kind einfach einem anwesenden Lebensabschnittspartner in die Hand zu drücken mit den Worten „Mach du heute mal“. Schlafmangel ist erstaunlicherweise ein Zustand, an den man sich gewöhnt. Schwieriger wird es, wenn ich selber mal krank werde. Das ist in den letzten Jahren Gott sei Dank nur zweimal der Fall gewesen, aber wenn man selber z. B. mit Magen- Darm- Grippe im Bett liegt, wird es schwer den Bedürfnissen eines Kindes gerecht zu werden. Gott sei Dank gibt es aber in solchen Fällen hilfsbereite Zeitgenossen. Im letzten Frühjahr habe ich mir auf dem Spielplatz den Knöchel angebrochen und musste Gips tragen. Da es schwierig ist, ein Kind, das gerade laufen kann, mit Krücken wieder anzufangen, hatte ich ein echtes Problem. Da erwies sich eine Erzieherin aus der Kinderkrippe als rettender Engel, die meine Tochter auf dem Weg einfach abgeholt hat. Die restliche Gipszeit konnte ich dann bei meiner Tante verbringen.“
1. Einführung: Definition der Zielgruppe und Darlegung der zentralen Fragestellung bezüglich der Lebensumstände alleinerziehender Studierender.
2. Begriffsklärung: Abgrenzung der Begriffe „Alleinstehende“ und „Alleinerziehende“ inklusive historischer Entwicklung.
3. Lebensumstände von Alleinerziehenden in Deutschland: Detaillierte Betrachtung der Lebenssituation von Müttern und Vätern, differenziert nach Geschlecht und Alltagssituation.
4. Alleinerziehende in Deutschland: Statistische Darstellung der Entwicklung und Verbreitung dieser Familienform.
5. Lebensverhältnisse von Alleinerziehenden in West- und Ostdeutschland: Analyse von Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt, Bildungsniveau und Wohnsituation.
6. Ressourcen alleinerziehender Mütter und Väter: Überblick über staatliche Unterstützungsleistungen, Wohnformen und soziale Netzwerke.
7. Studentische Eltern und alleinerziehende Studierende: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen an Hochschulen inklusive Interviewauswertungen und internationalem Vergleich.
8. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerungen zur Verbesserung der Situation für die Zielgruppe.
Alleinerziehende, Studierende Eltern, Vereinbarkeit von Studium und Kind, Hochschule Rhein-Main, Kinderbetreuung, Finanzielle Unterstützung, Soziale Netzwerke, Frauenbeauftragte, AStA, Arbeitsmarkt, Bildung, Wohnsituation, Rüsselsheimer Modell, Eineltern-Familie, Geschlechterrollen
Die Bachelor-Arbeit untersucht die Lebensumstände alleinerziehender Mütter und Väter in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf die speziellen Herausforderungen alleinerziehender Studierender an der Hochschule Rhein-Main.
Die Arbeit behandelt die sozioökonomische Lage Alleinerziehender, staatliche Unterstützungsressourcen, soziale Netzwerke, die Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft sowie die Rolle von Hochschulinstitutionen.
Ziel ist es, die spezifischen Schwierigkeiten alleinerziehender Studierender aufzuzeigen und Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung ihrer Studiensituation an der Hochschule Rhein-Main zu erarbeiten.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Inhaltsanalyse von statistischen Daten sowie qualitative Interviews mit Vertretern der Hochschule (Frauenbeauftragte, AStA, KHG) und Befragungen Studierender.
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Analyse der Lebenssituation Alleinerziehender in Deutschland und eine spezifische Untersuchung der studentischen Elternschaft inklusive Fallbeispielen und Verbesserungsvorschlägen.
Wichtige Begriffe sind Alleinerziehende, Studierende Eltern, Hochschule Rhein-Main, Vereinbarkeit Studium und Kind, Kinderbetreuung sowie soziale Netzwerke.
Institutionen wie die Frauenbeauftragte und der AStA fungieren als zentrale Anlaufstellen für Beratung und Vernetzung, wobei die Arbeit kritisch den Bedarf an ausgebauter Unterstützung hervorhebt.
Das Rüsselsheimer Modell ist ein Projekt der KHG, das inspiriert von Mikrokredit-Ideen Darlehen für ausländische Studierende mit Kind ermöglichen soll, um finanzielle Barrieren abzubauen.
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