Diplomarbeit, 2004
107 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 EVOLUTIONSPSYCHOLOGISCHE GRUNDLAGEN
2.1 DIE EVOLUTIONSTHEORIE VON CHARLES DARWIN
2.2 SEXUELLE SELEKTION
2.3 GRUNDANNAHMEN DER EVOLUTIONSPSYCHOLOGIE
2.4 EVOLUTIONSPSYCHOLOGISCHE SEXUALSTRATEGIEN DES MENSCHEN
2.4.1 DAS KONZEPT DES PARENTALEN INVESTMENTS
2.5 PARTNERWAHLPRÄFERENZEN
2.5.1 PARTNERWERT UND PARTNERPRÄFERENZEN VON FRAUEN
2.5.2 PHYSISCHE ATTRAKTIVITÄT ALS PARTNERKRITERIUM
2.6 WEIBLICHE SEXUELLE STRATEGIEN DER PARTNERWAHL UND DES INTRASEXUELLEN WETTBEWERBES
2.6.1 GRÜNDE FÜR DIE WAHL EINES KURZZEITPARTNERS SEITENS DER FRAU
2.7 DIE VERSTECKTE OVULATION
2.8 DER EINFLUSS DES FERTILITÄTSSTATUS AUF WEIBLICHE SEXUALSTRATEGIEN
3 GEGENWÄRTIGER FORSCHUNGSSTAND
4 HYPOTHESENABLEITUNG
4.1 ABLEITUNG DER ZENTRALEN HYPOTHESEN
4.1.1 SYSTEMATISCHE UNTERSCHIEDE IN DER WEIBLICHEN SELBSTWAHRNEHMUNG IN ABHÄNGIGKEIT DES FERTILITÄTSSTATUS
4.1.2 SYSTEMATISCHE UNTERSCHIEDE DES WEIBLICHEN VERHALTEN IN ABHÄNGIGKEIT DES OVULATIONSZYKLUS
4.2 EXPLORATIVE FRAGESTELLUNG
4.3 NEBENFRAGESTELLUNG: DER BEZIEHUNGSSTATUS ALS SYSTEMATISCHE EINFLUSSGRÖßE AUF WEIBLICHE SEXUELLE STRATEGIEN
4.4 ZUSAMMENFASSUNG DER HYPOTHESENABLEITUNG
4.5 HYPOTHESEN
5 EMPIRISCHE VORGEHENSWEISE
5.1 DURCHFÜHRUNG DER DATENERHEBUNG
5.2 MESSINSTRUMENTE
5.3 OPERATIONALISIERUNG DER UNABHÄNGIGEN VARIABLEN
5.4 OPERATIONALISIERUNG DER ABHÄNGIGEN VARIABLEN
5.4.1 INDEXKONSTRUKTION
6 ERGEBNISTEIL
6.1 DARSTELLUNG DES STATISTISCHEN ANALYSEVERFAHREN
6.2 BESCHREIBUNG DER STICHPROBE
6.3 ERGEBNISDARSTELLUNG
6.3.1 SYSTEMATISCHER VERÄNDERUNGEN DER ‚SELBSTWAHRGENOMMENEN ATTRAKTIVITÄT’ VON FRAUEN IN ABHÄNGIGKEIT IHRES FERTILITÄTS- UND BEZIEHUNGSSTATUS
6.3.2 DER EINFLUSS DES WEIBLICHEN OVULATIONSZYKLUS AUF DIE VERWENDUNG VON KOSMETIKA
6.3.3 SYSTEMATISCHE VERÄNDERUNGEN DES SELBSTBEURTEILTEN KLEIDUNGSSTILS VON FRAUEN IN ABHÄNGIGKEIT IHRES FERTILITÄTS- UND BEZIEHUNGSSTATUS
6.3.4 DER EINFLUSS DER WEIBLICHEN ZYKLUSPHASE UND DES BEZIEHUNGSSTATUS AUF DIE UNTERNEHMUNGSLUST BZW. TATSÄCHLICHEN UNTERNEHMUNGEN VON FRAUEN
7 ZUSAMMENFASSENDE INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE
8 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, ob und wie der weibliche Fertilitätsstatus sowie der Beziehungsstatus die Selbstwahrnehmung und das Verhalten von Frauen im Sinne evolvierter sexueller Strategien beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Frauen während ihrer hoch fertilen Phase adaptive Verhaltensweisen zeigen, die dazu dienen, ihre reproduktiven Chancen zu optimieren und den Erfolg bei der Partnerwahl zu steigern.
2.4.1 DAS KONZEPT DES PARENTALEN INVESTMENTS
Nach Ansicht der Evolutionspsychologie scheint ein Grund für die Entwicklung von geschlechterdifferenzierten Partnerwahlstrategien in der ungleichen Investition von Mann und Frau in die Reproduktion (elterliches Investment) zu liegen (Trivers, 1972). Die Zeit, Ressourcen und Energie die zur Produktion und Aufzucht der Nachkommen nötig sind, variieren zwischen den Geschlechtern. Vor dem Hintergrund, dass sich beim Mann die minimale Investition in die Reproduktion auf den Aufwand der Auswahl der passenden Partnerin und den Vollzug des Geschlechtaktes beschränkt, kann er sich bei der Partnerwahl vordergründig auf die Merkmale der Frau konzentrieren, die als Fitnessindikatoren dienen, um somit unbewusst dem primären Ziel aller Lebewesen nachzukommen, die eigenen Gene erfolgreich zu verbreiten. Da der Mann in der Regel bis ins hohe Alter zeugungsfähig ist, wäre es auf den ersten Blick für ihn die beste Reproduktionsstrategie, während seiner Lebensspanne so viele Partnerinnen wie möglich zu befruchten ohne dabei eine langfristige Bindung einzugehen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Partnerwahlstrategien aus evolutionspsychologischer Sicht und Darstellung der Forschungsrelevanz.
2 EVOLUTIONSPSYCHOLOGISCHE GRUNDLAGEN: Erläuterung der theoretischen Basis, insbesondere der Selektionstheorie und der Rolle des parental investment.
3 GEGENWÄRTIGER FORSCHUNGSSTAND: Zusammenfassung aktueller empirischer Studien zu zyklusabhängigen Verhaltens- und Kognitionsänderungen bei Frauen.
4 HYPOTHESENABLEITUNG: Systematische Ableitung der zentralen Hypothesen und Darstellung des Forschungsmodells.
5 EMPIRISCHE VORGEHENSWEISE: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobe und der verwendeten Messinstrumente zur Datenerhebung.
6 ERGEBNISTEIL: Präsentation und statistische Auswertung der Studienergebnisse in Bezug auf die aufgestellten Hypothesen.
7 ZUSAMMENFASSENDE INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Zusammenfassende Einordnung der Resultate in den evolutionspsychologischen Kontext und Diskussion der Limitationen.
8 AUSBLICK: Vorschläge für zukünftige Forschungsschwerpunkte und Zusammenfassung der wissenschaftlichen Bedeutung.
Evolutionspsychologie, Partnerwahl, Ovulationszyklus, Fertilität, Parental Investment, Sexuelle Selektion, Selbstwahrnehmung, Kleidung, Kosmetik, Reproduktion, Strategien, Fitness, Beziehungsstatus, intrasexueller Wettbewerb, Good Genes.
Die Arbeit untersucht, wie biologische Prozesse des weiblichen Menstruationszyklus das Verhalten und die Selbstwahrnehmung von Frauen im Kontext der Partnerwahl beeinflussen.
Im Zentrum stehen evolutionspsychologische Ansätze, die sexuelle Strategien, Partnerpräferenzen und den Wettbewerb um Partner unter Berücksichtigung von Fertilität und Beziehungsstatus beleuchten.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob Frauen während ihrer fruchtbaren Tage unbewusst Verhaltensweisen (wie Kleidungswahl oder Kosmetiknutzung) anpassen, um ihre Fitness oder ihre Attraktivität als Partnerin zu signalisieren.
Es wurde eine longitudinale Längsschnittstudie mit 40 Probandinnen durchgeführt, die über den Verlauf ihres Zyklus tägliche Fragebögen zur Selbsteinschätzung und zum Verhalten ausfüllten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Evolutionspsychologie, den aktuellen Forschungsstand, die Ableitung der Hypothesen sowie die detaillierte empirische Auswertung der erhobenen Daten mittels Varianzanalysen.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Evolutionspsychologie, Fertilitätsstatus, reproduktiver Erfolg, partnerwahlrelevante Signale und sexuelle Strategien beschreiben.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen in der hoch fertilen Phase bevorzugt figurbetonte und "sexy" Kleidung tragen, was als adaptive Strategie im Wettbewerb gedeutet werden kann.
Die Studie zeigt, dass Frauen in festen Partnerschaften bei der fruchtbarkeitsabhängigen Anpassung ihres Verhaltens stärker ausgeprägte Muster zeigen als Single-Frauen, was die Bedeutung gesicherter Ressourcen (Investment) unterstreicht.
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