Magisterarbeit, 1995
181 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Die Blockpartei CDUD in der SBZ/DDR
2.1. Geschichte der CDUD
2.1.1. Die Gründung der CDUD
2.1.2. Die CDUD im Transformationsprozess des Parteiensystems der SBZ/DDR auf dem Weg zur Blockpartei
2.1.3. Die CDUD als Blockpartei
2.2. Funktionen der CDUD im politischen System der DDR
2.2.1. Das politische System der DDR
2.2.2. Aufgaben der CDUD im Parteiensystem der DDR
2.3. Das politische "Programm" der CDUD
2.4. Struktur und Mitglieder der CDUD
2.4.1. Der Aufbau der CDUD
2.4.2. Die Mitglieder der CDUD
2.5. Parteielite und Kaderpolitik
2.6. Beteiligung der CDUD am politischen Prozess in der DDR und ihre Stellung im politischen System
3. Die Wende in der DDR und die Transformation des Parteiensystems in der DDR
3.1. Die Wende in der DDR
3.1.1. Ursachen der Wende in der DDR
3.1.2. Der Verlauf der Wende in der DDR
3.2. Die Transformation des Parteiensystems der DDR
3.2.1. Die Phase der Bipolarisierung
3.2.2. Die Phase der Ausdifferenzierung
3.2.3. Die Phase der Angleichung
3.2.4. Die Phase der Vereinigung
4. Die Transformation der CDUD
4.1. Der historische Verlauf der Transformation der CDUD
4.1.1. Die Anfänge des Transformationsprozesses der CDUD: Von ersten Reformvorschlägen der Parteibasis bis zum Volkskammer-wahlkampf
4.1.2. Exkurs: Der "Demokratische Aufbruch" im Umbruchprozess der DDR
4.1.3. Exkurs: Die Deutsche Soziale Union (DSU) im Umbruchprozess der DDR
4.1.4. Die CDUD zwischen Volkskammerwahlen und Wiedervereinigung
4.2. Vorgaben für den Transformationsprozess der CDUD
4.3. Die programmatische Erneuerung der CDUD
4.3.1. Erste Ansätze einer Programmdiskussion in der CDUD
4.3.2. Die Programmdiskussion auf dem CDUD-Sonderparteitag vom 15./16.12.1989
4.3.3. Das Wahlprogramm der CDUD für die Volkskammerwahlen im März 1990 und die Programme der beiden anderen in der "Allianz für Deutschland" zusammengefassten Parteien „Demokratischer Aufbruch“ und DSU
4.3.4. Die Programmentwicklung der CDUD zwischen Volkskammerwahlen und Vereinigungsparteitag
4.4. Struktur und Mitgliederentwicklung der CDUD im Transformationsprozess
4.4.1. Die neue Parteisatzung
4.4.2. Die Mitgliederentwicklung in der CDUD während des Transformationsprozesses
4.4.3. Die Mitgliederstruktur in der sich transformierenden CDUD
4.5. Die Elitentransformation in der CDUD
4.5.1. Die Bildung einer Übergangselite in der CDUD
4.5.2. Die Bestätigung der Übergangselite auf dem CDUD-Sonderparteitag im Dezember 1989
4.5.3. Grabenkämpfe innerhalb der Parteielite und Bestätigung der Übergangselite durch die Volkskammerwahlen
4.5.4. Die Parteielite zwischen Volkskammerwahlen und Vereinigungsparteitag
4.5.5. Heterogenisierung der Parteielite durch den Beitritt von DBD und DA
4.5.6. Die Parteielite auf dem Vereinigungsparteitag der CDU
4.5.7. Die Parteielite der ehemaligen CDUD nach dem Vereinigungsparteitag
4.5.8. Ausblick: Die Entwicklung der Parteielite in den neuen Bundesländern nach der Bundestagswahl vom 2.12.1990
5. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht den Transformationsprozess der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDUD) von einer Blockpartei im SED-regierten Mehrparteiensystem der DDR hin zu einer demokratischen Volkspartei innerhalb des gesamtdeutschen Parteiensystems. Dabei wird analysiert, wie die Partei unter den Bedingungen des politischen Umbruchs 1989/90 ihre programmatischen, strukturellen und personellen Grundlagen erneuerte, um in einem kompetitiven Wettbewerb bestehen zu können.
2.1.1. Die Gründung der CDUD
Nur einen Tag nach ihrer Einrichtung am 9.6.1945 erließ die "Sowjetische Militäradministration in Deutschland" (SMAD) mit Sitz in Berlin-Karlshorst ihren "Befehl Nr.2 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärischen Administration" vom 10.6.1945, in dem sie noch vor einem entsprechenden Beschluss der Westalliierten für ihre Besatzungszonen - "im Bereich der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland die Schaffung und Tätigkeit aller antifaschistischen Parteien" und die Gründung von freien Gewerkschaften und Organisationen erlaubte. In Punkt 3 des Befehls wurde verfügt, dass die "antifaschistischen Parteiorganisationen und freien Gewerkschaften (...) ihre Statuten oder die Programme ihrer Tätigkeit in den örtlichen Selbstverwaltungen und bei den militärischen Kommandanten zu registrieren und ihnen gleichzeitig die Listen der Mitglieder ihrer führenden Organe vorzulegen" haben. Ihre Tätigkeit sollte nur "unter der Kontrolle der Sowjetischen Militärischen Administration und in Übereinstimmung mit den von ihr herausgegebenen Instruktionen ausgeübt" (Punkt 4 des Befehls Nr.2) werden.
Damit war die Voraussetzung für die Gründung von Parteien auf dem Territorium der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gegeben. Als dritte Partei nach der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) (11.6.1945) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) (15.6.1945) konstituierte sich die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDUD) am 26.6.1945 in der SBZ.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung und Wiedervereinigung sowie die Problematik fehlender Strategien der Akteure beim Umbruch.
2. Die Blockpartei CDUD in der SBZ/DDR: Dieses Kapitel erläutert die Geschichte, Struktur und systemische Funktion der CDUD als Blockpartei unter der Führung der SED bis zum Ende der 1980er Jahre.
3. Die Wende in der DDR und die Transformation des Parteiensystems in der DDR: Der Text beschreibt die Ursachen der Wende, den Zerfall des SED-Regimes und die Phasen des Transformationsprozesses des Parteiensystems.
4. Die Transformation der CDUD: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der programmatischen, strukturellen und personellen Erneuerung der CDUD während der Wende und bis zur Vereinigung mit der CDU.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert den Transformationsprozess, der als ein nur formal abgeschlossener Prozess interpretiert wird, da die innere Integration und Einigung der Partei über 1990 hinaus andauerten.
CDUD, Ost-CDU, Transformationsprozess, DDR, Blockpartei, SED, Wende, Parteiensystem, Demokratische Erneuerung, Elitentransformation, Volkspartei, Wiedervereinigung, Politische Kultur, DDR-Geschichte, Parteienforschung.
Die Arbeit analysiert den Transformationsprozess der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands (CDUD) in der DDR von 1989 bis 1990, von einer systemkonformen Blockpartei hin zu einer demokratischen Partei im vereinten Deutschland.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Geschichte der CDUD als Blockpartei, ihre Rolle im politischen System der DDR, die Auswirkungen der Wende auf das Parteiengefüge sowie die programmatische, strukturelle und personelle Transformation der Partei.
Das Ziel ist es, den speziellen Charakter der Transformation der CDUD nachzuvollziehen und zu verdeutlichen, wie und auf welchen Ebenen diese Erneuerung stattfand.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die historische Ereignisse, parteiinterne Dokumente und wissenschaftliche Literatur nutzt, um den Transformationsprozess der Partei systematisch aufzuarbeiten.
Im Hauptteil stehen die historische Entwicklung während der Wende, die programmatische Neuausrichtung durch Positionspapiere und Satzungsänderungen sowie die personelle Elitentransformation innerhalb der Partei im Vordergrund.
Begriffe wie Transformation, Blockpartei, Zirkularelite, Parteisystem, DDR-Geschichte und demokratische Erneuerung sind essenziell für die Arbeit.
Die Übergangselite war maßgeblich an der Reform der Parteistrukturen und der Ablösung der alten, diskreditierten Führung unter Gerald Götting beteiligt, um die Partei durch einen "Zirkulareliten"-Ansatz wieder wählbar zu machen.
Die Transformation wird ambivalent bewertet: Während sie formal als "Erfolg" im Sinne eines Übergangs in ein demokratisches Parteiensystem gilt, weist sie angesichts des Abbruchs der Eigenständigkeit und der starken Abhängigkeit von der West-CDU auch Züge eines "Mißerfolgs" auf.
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