Bachelorarbeit, 2011
45 Seiten
1 Überblick: Problemaufbau und methodisches Vorgehen
2 Über Symbole und symbolische Formen
2.1. Zur allgemeinen Systematik des Symbolbegriffs
2.2 Die Welt im Verständnis Ernst Cassirers
3 Symbolwelten - Das Leben in Symbolnetzen
3.1 Kulturelle Programmierung
3.1.1 Die Begrenzung des Ich im Erkennen des kollektiven Wir
3.1.2 Soziales Handeln in symbolischen Erlebniswelten
3.2 Inhalt und Wandel (in) der Zeit
3.2.1 Revolution der Abstraktion
3.2.2 Die symbolische Befreiung über die Medien
4 Die Macht der neuen Wahrnehmung
4.1 Die Herauslösung des Ich in der aktuellen Symbolwelt
4.1.1 Das Ersetzen von Emotionen in der Abstraktion der Wirklichkeit
4.1.2 Das Soziale Netzwerk als medial inszenierter Handlungsraum
4.2 Wirklichkeitskonstruktionen einer Medienkultur
4.2.1 Bewusstsein über den und im Umgang mit Symbolen
4.2.2 Das Logo als Beispiel einer gezielt eingesezten Symbolisierung
5 Wege / Wagnis einer neuen sozialen Wirklichkeit
5.1 Die Kraft der Gedanken - Praktische Symbolgenerierung (Exkurs)
5.2 Inszenierte Göttlichkeit - Ideen zu Suggestion und Manipulation
6 Fazit in visionärer Absicht
6.1 Ergebnisdarstellung in Anlehnung an Alfred North Whitehead
6.2 Zusammenfassende Betrachtungen zum gedanklichen Ausbau
Die Arbeit untersucht, basierend auf Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen, wie der Mensch als soziales Wesen in einer zunehmend mediatisierten Welt seine Wirklichkeit konstruiert und inwiefern diese symbolischen Prozesse zur bewussten Gestaltung und Steuerung von Identität und sozialem Handeln genutzt werden können.
Die Herauslösung des Ich in der aktuellen Symbolwelt
In Rückblick auf die vorangegangenen Kapitel, stellt sich der Entwicklungsprozess des Menschen in der identitäsbildenden Herauslösung des Ichs dar, die den echten Vorstellungen entspringend über die unmittelbare Lebensbewegung letztlich zur Manifestation der Identität in der echten Lebenswelt, einer Lebensbewegung ferner des Ichs führt.42
Die von Cassirer als solche bezeichnete Trennung der Sphären des Wirklichen und des Möglichen ist hinsichtlich der Bearbeitung dieses Kapitels von besonderer Bedeutung, denn sie tritt „mit dem Fortschreiten der Kultur [...] immer klarer hervor“43.
Dabei fällt, bei Betrachtung der aktuellen symbolweltlichen Praxis, offensichtlich die externe Medienkultur, als ein wesentlicher Entwicklungsfaktor, sofort ins Auge.
In seinem Beitrag zum Buch „Mediologie als Methode“ verweist Frank Hartmann, unter Verwendung der Worte Vilém Flussers, diesbezüglich sogar „[...] auf eine mögliche neue Anthropologie [...] nach der wir Menschen ´nicht mehr Subjekte einer gegebenen objektiven Welt, sondern Projekte von alternativen Welten`[...]“44 sind.
1 Überblick: Problemaufbau und methodisches Vorgehen: Einführung in die Zielsetzung, den Menschen als sinnliches Zentrum in einem symbolischen Netzwerk zu betrachten und das methodische Vorgehen zu erläutern.
2 Über Symbole und symbolische Formen: Theoretische Grundlegung des Symbolbegriffs und Vorstellung von Ernst Cassirers Philosophie als Analyseinstrument.
3 Symbolwelten - Das Leben in Symbolnetzen: Analyse der Entstehung gesellschaftlicher Strukturen durch individuelle Symbolisierungsmechanismen und die Rolle kultureller Programmierung.
4 Die Macht der neuen Wahrnehmung: Untersuchung der medialen Einflussnahme auf die Wahrnehmung und die Konstruktion virtueller Wirklichkeiten in der modernen Gesellschaft.
5 Wege / Wagnis einer neuen sozialen Wirklichkeit: Diskussion über die praktische Nutzung symbolischer Prozesse für Zwecke wie Suggestion und Manipulation sowie ein Exkurs zur Kraft der Gedanken.
6 Fazit in visionärer Absicht: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse unter Einbeziehung des philosophischen Konstrukts von Alfred North Whitehead und Ausblick auf die Gestaltung sozialer Wirklichkeit.
Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen, Symbolnetz, Soziale Wirklichkeit, Medienkultur, Identitätsbildung, Symbolische Form, Kommunikation, Kulturphilosophie, Wirklichkeitskonstruktion, Mediatisierung, Geist, Mentale Energie, Manipulation, Symbolisierungsmechanismen.
Die Arbeit analysiert die soziale Wirklichkeit des Menschen durch die Linse der kulturphilosophischen Symboltheorie von Ernst Cassirer, insbesondere im Hinblick auf die moderne, mediatisierte Welt.
Zentrale Felder sind die Philosophie der symbolischen Formen, mediale Symbolkonstruktionen, Identitätskonstruktion in digitalen Räumen und die manipulative Macht von Symbolen in der heutigen Gesellschaft.
Das Ziel ist es zu ergründen, wie der Mensch seine soziale Wirklichkeit durch Symbole konstruiert und wie dieser Prozess bewusst zur Steuerung und Gestaltung genutzt wird.
Es wird ein kulturphilosophischer und analytisch-programmatischer Ansatz verfolgt, der Cassirers Symboltheorie mit aktuellen medientheoretischen Diskursen verknüpft.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung von Symbolnetzen, der Rolle von Medien bei der Wirklichkeitskonstruktion sowie dem Potenzial für Manipulation durch gezielte Symbolnutzung.
Die wichtigsten Begriffe sind Symbolnetz, Soziale Wirklichkeit, Kulturphilosophie, Medienkultur, Identitätsbildung und symbolische Kreativität.
Es dient als Metapher dafür, dass moderne kulturelle Symbol-Praktiken zwar bewusst als Konstrukte durchschaut werden, dennoch aber eine prägende Wirkung auf das soziale Bewusstsein entfalten.
Logos werden als gezielt eingesetzte Symbole definiert, die Identität und Unternehmenswerte visuell vereinheitlichen und durch ihre Einfachheit und Prägnanz psychologische Wirkung erzielen.
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