Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Zur Situation in Deutschland
2.1 Menschen mit Migrationshintergrund im Sportverein
2.2 Türkischstämmige Jungen im Sportverein
3 Beschreibung des Phänomens
4 Ebenen-Theorie: Exklusion im Sport
4.1 Fremdexklusion
4.2 Selbstexklusion
5 Forschungsmethode: Vorbereitung der empirischen Studie
5.1 Wahl der Forschungsmethode
5.2 Auswahl der Probanden
5.3 Beschreibung des Vorgehens
5.4 Auswertung der Ergebnisse
6 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6.1 Berührungspunkte mit dem Handball(verein)
6.2 Kulturelle Faktoren
6.3 Soziale Faktoren
6.4 Rassismus
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Gründe für die geringe Partizipation türkischstämmiger Jungen an deutschen Handballvereinen. Ziel ist es, Barrieren sowie mögliche Förderfaktoren für einen Einstieg zu identifizieren, um Vereinen Wege aufzuzeigen, wie sie diese Zielgruppe besser für den Handballsport gewinnen können.
4 Ebenen-Theorie: Exklusion im Sport
Um den Begriff der Exklusion zu erklären, bedarf es der Erläuterung des Gegenbegriffs der Inklusion. In beiden Fällen setzt man sich mit der „Differenz sozialer Gruppen auseinander“ (ebd., S.68). Dementsprechend werden bestimmte kollektive Merkmale einer Gruppe definiert, die sich von denen der zweiten Gruppe unterscheiden. In dieser Bachelorarbeit wird unterschieden zwischen den Merkmalen türkischstämmiger Jungen und denen der im Handballverein aktiven Jungen ohne Migrationshintergrund. Dementsprechend soll untersucht werden, inwiefern diese unterschiedlichen Merkmale zu einer Exklusion aus den Handballvereinen führen können bzw. wie die Gruppe türkischstämmiger Jungen, trotz unterschiedlicher Merkmale zu der Gruppe der im Handballverein aktiven Menschen, am Angebot der Handballvereine partizipieren kann.
Inklusion bzw. Exklusion lässt sich mit der „Teilhabe bzw. Nichtteilhabe von Personen an spezifischen Kommunikationszusammenhängen beschreiben“ (ebd.). Soziale Differenz ist demnach abhängig von einem Persönlichkeitsmerkmal und einem bestimmten Kommunikationszusammenhang, der variabel an die jeweilige Situation anzupassen ist. In Bezug auf die Fragestellung bedeutet dies, dass das Persönlichkeitsmerkmal „türkischstämmiger Junge“ und diverse Kommunikationszusammenhänge in einem Handballverein zusammengefasst die soziale Differenz beim Zugang in den Handballverein darstellen können. Kommunikationszusammenhänge können sich in verschiedenen Formen äußern. Das soziale Milieu kann sich dabei beispielsweise als Kommunikationszusammenhang erweisen, der eine soziale Differenz zwischen den Mitgliedern eines Handballvereins und der Gruppe türkischstämmiger Jungs darstellt und folglich für die Exklusion dieser Gruppe aus den Handballvereinen verantwortlich sein kann.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Unterrepräsentation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Handballvereinen und stellt die Forschungsfrage zur Identifikation von Barrieren und Einstiegsmöglichkeiten für türkischstämmige Jungen.
2 Zur Situation in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund in Sportvereinen und fokussiert dabei spezifisch auf die Situation türkischstämmiger Jungen.
3 Beschreibung des Phänomens: Hier wird die mangelnde Partizipation im Handball analysiert und auf die starke Konkurrenz durch den Fußball sowie auf sozio-kulturelle Aspekte verwiesen.
4 Ebenen-Theorie: Exklusion im Sport: Es wird die Theorie der Exklusion und Inklusion erläutert, wobei zwischen Fremd- und Selbstexklusion als Mechanismen unterschieden wird.
5 Forschungsmethode: Vorbereitung der empirischen Studie: Dieses Kapitel begründet die Wahl des Experteninterviews und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring als methodischen Ansatz.
6 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Die gewonnenen Daten werden ausgewertet, wobei insbesondere Berührungspunkte, kulturelle und soziale Faktoren sowie das Thema Rassismus im Handball diskutiert werden.
7 Fazit und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Ergebnisse zusammengefasst und Handlungsmöglichkeiten für Vereine aufgezeigt, um die Inklusion zu verbessern.
Handball, türkischstämmige Jungen, Migrationshintergrund, Sportverein, Inklusion, Exklusion, Fremdexklusion, Selbstexklusion, qualitative Forschung, Experteninterview, soziale Faktoren, kulturelle Faktoren, Integration, Barrieren, Partizipation.
Die Arbeit untersucht, warum türkischstämmige Jungen seltener in Handballvereinen aktiv sind als in anderen Sportarten wie etwa dem Fußball, und welche Faktoren diesen Umstand beeinflussen.
Die Themenfelder umfassen die sozio-kulturelle Integration in den Vereinssport, die Auswirkungen von Barrieren durch Fremd- und Selbstexklusion sowie die Bedeutung von familiärem und schulischem Umfeld.
Ziel ist es, die Gründe für die Nichtteilnahme zu verstehen und Strategien aufzuzeigen, wie Handballvereine als „soziale Orte“ Barrieren abbauen und türkischstämmige Jungen besser integrieren können.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil analysiert theoretische Exklusionsmechanismen und verbindet diese mit den empirisch erhobenen Erfahrungen von Probanden zu Themen wie Schichtzugehörigkeit, kulturellen Traditionen und Rassismus.
Wesentliche Begriffe sind Partizipation, Inklusion, Exklusion, Migration, soziale Milieus und Sportvereinsentwicklung.
Das Elternhaus ist ein entscheidender Faktor: Traditionelle Werte und die Sorge um den Verlust der eigenen kulturellen Identität können den Eintritt hemmen, während tolerante Eltern den Einstieg fördern.
Die Schule dient als primärer Berührungspunkt, da hier durch Sportunterricht oder Arbeitsgemeinschaften erste positive Kontakte zum Handball entstehen, die oft den Anstoß für eine Vereinsmitgliedschaft geben.
Da viele Handballer aus anderen sozialen Schichten stammen als ein Großteil der türkischstämmigen Jugendlichen, erschweren diese milieubedingten Unterschiede die Kontaktaufnahme und das Schließen von Freundschaften.
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