Bachelorarbeit, 2018
87 Seiten, Note: 2,0
1. Theoretische Fundierung
1.1 Definition von Gesundheit
1.1.1 Das Salutogenese Konzept
1.1.2 Arbeitsbedingte Gesundheitsfaktoren
1.2 Definition von Stress
1.2.1 Reaktionsorientierter Stressansatz
1.2.2 Reizorientierter Stressansatz
1.2.3 Kognitives Stressmodell
1.3 Bedeutung von Ressourcen
1.3.1 Selbstwirksamkeit als Ressource
1.3.2 Definition der Selbstwirksamkeit
1.3.3 Selbstwirksamkeit in Bezug auf das Stresserleben
1.3.4 Berufliche Selbstwirksamkeit
1.4 Bedeutung der Führung
1.4.1 Definition von Führung
1.4.2 Führungsstil- und Führungsverhalten
1.4.3 Führungsverhalten und Mitarbeitergesundheit
1.4.4 Führungskraft als soziale Ressource
1.4.5 Aspekte des gesundheitsförderlichen Führens
2. Fragestellung und Hypothese
2.1 Methode
2.1.1 Stichprobenkonstruktion, Untersuchungsdesigne und Durchführung
2.1.2 Instrumente und Messverfahren
2.2 Datenanalyse
3. Ergebnisse
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Ergebnisse zu der Fragestellung und den Hypothesen
4. Diskussion
4.1 Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Hypothesen
4.2 Methodische Einschränkungen
4.3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen gesundheitsförderlichem Führungsverhalten und der Mitarbeitergesundheit, wobei die kognitive und emotionale Irritation als Indikatoren für psychische Belastungen fungieren. Zudem wird analysiert, inwieweit die berufliche Selbstwirksamkeit als Moderator bzw. Puffer in diesem Wirkzusammenhang agiert.
1.1.1 Das Salutogenese Konzept
Als Medizinsoziologe stellte Aaron Antonovsky (1987) eine andere Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit dar. Er hielt es nicht nur für wichtig zu wissen, welche Faktoren krank machen, sondern welche Faktoren Menschen gesund halten. Daher stellt er dem Konzept der Pathogenese (Krankheit) dem Konzept der Salutogenese (Gesundheit) gegenüber, welche in einem Kontinuum fließender Übergange liegen. Die Ansätze des Salutogenese Konzepts entstand bei der Untersuchung an Überlebenden des Holocaust, welche Antonovsky als ein "Wunder" bezeichnete, so etwas durchzustehen. Dabei konnte er sich nur erklären, dass die allgemeinen Widerstandsressourcen und das Kohärenzgefühl eine Rolle spielten.
Die allgemeinen Widerstandressourcen sollen sich bereits in der Kindheit und in der Jugend bilden. Dazu zählen interne Ressourcen wie z.B. Intelligenz, Entspannung und Ich-Stärke wie auch die externen Ressourcen wie z.B. soziale Unterstützung und materielle Ressourcen. Diese Ressourcen können Menschen dazu befähigen krankmachende Faktoren zu entfliehen.
Das Kohärenzgefühl definiert Antonovsky (1987) als „eine globale Orientierung, die ausdrückt, in welchen Ausmaß man ein durchdringendes, andauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauen hat…" (S. 36). Somit wird das Kohärenzgefühl als ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und eine grundlegende Einstellung des Lebens verstanden, welche durch weitere Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit oder Bewältigbarkeit und Sinnhaftigkeit oder Bedeutsamkeit beschrieben wird.
1. Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt erläutert die wesentlichen psychologischen Konzepte wie das Salutogenese-Modell, diverse Stressmodelle, die Bedeutung von Ressourcen (insb. Selbstwirksamkeit) und die Rolle der Führung als soziale Ressource.
2. Fragestellung und Hypothese: Hier werden die Forschungsfragen abgeleitet, das zugrunde liegende Modell erläutert und die methodische Vorgehensweise der empirischen Online-Befragung definiert.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Daten der Stichprobe sowie die statistischen Analysen (Korrelationen und Regressionsmodelle) zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
4. Diskussion: Der Abschlussteil interpretiert die statistischen Befunde, beleuchtet die methodischen Einschränkungen der Studie und gibt ein Fazit sowie einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Gesundheitsförderliche Führung, Mitarbeitergesundheit, Irritation, Kognitive Irritation, Emotionale Irritation, Selbstwirksamkeit, Beruflicher Erfolg, Ressourcen, Salutogenese, Stressmanagement, Führungsverhalten, Arbeitsbedingte Belastung, Organisationspsychologie, Quantitative Studie, Gesundheitsförderung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von gesundheitsförderlichem Führungsverhalten auf die psychische Gesundheit von Mitarbeitern, insbesondere unter Berücksichtigung der beruflichen Selbstwirksamkeit.
Die Schwerpunkte liegen auf der Gesundheits- und Führungspsychologie, der Stressentstehung im Beruf sowie der Rolle individueller Kompetenzen bei der Bewältigung arbeitsbezogener Anforderungen.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob ein gesundheitsförderlicher Führungsstil die kognitive und emotionale Irritation von Mitarbeitern senken kann und ob Selbstwirksamkeit diesen Prozess unterstützt.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie in Form einer Online-Befragung (n=414) durchgeführt, deren Daten mittels Korrelations- und Regressionsanalysen (SPSS) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur zu Stress und Führung sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Besonders prägend sind die Begriffe Gesundheitsförderliche Führung, Irritation, berufliche Selbstwirksamkeit und das Health-oriented Leadership (HoL) Instrument.
Die Mediatoranalyse konnte nicht vollendet werden, da die erforderliche Effektstärke und die Voraussetzungen für das Modell aufgrund der geringen Varianzaufklärung in der vorliegenden Stichprobe nicht gegeben waren.
Es dient als validiertes Messinstrument, um das gesundheitsförderliche Führungsverhalten der Vorgesetzten aus Sicht der Mitarbeiter (StaffCare) zu erfassen.
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