Bachelorarbeit, 2012
121 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
2.2 METHODISCHES VORGEHEN
2.2.1 Methodenmix
2.2.2 Leitfaden und Kategoriensystem
2.2.3 Analysekriterien
2.3 THEORIEN DES POPULÄREN
2.3.1 Kritische Theorie
2.3.2 Cultural Studies
2.3.3 Modell nach Larkey: Vermischung verschiedener Musikkulturen
2.4 ÜBERLEGUNGEN ZU MUNDARTPOP
2.5 DIALEKTFORSCHUNG
2.6 MUSIKINDUSTRIE
2.6.1 Internationale Musikindustrie
2.6.2 Nationale Musikindustrie
2.7 AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
3. ANALYSE ANHAND VON BEISPIELEN
3.1 DIALEKTMUSIKER/INNEN
3.1.1 Künstler/innen 1970-2000
3.1.2 Künstler/innen 2000-2012
3.2 HANDELT ES SICH AKTUELL UM EINE NEUE DIALEKTWELLE?
3.2.1 Chartanalyse
3.2.2 Meinung von Künstlern
3.3 AUSTROPOP DER JAHRE 1970 – 2000
3.3.1 Musikstil
3.3.2 Vermarktung
3.3.3 Nationale und internationale Verbreitung und Erfolg
3.4 NEUE DIALEKTWELLE AB 2009
3.4.1 Musikstil
3.4.2 Vermarktung
3.4.3 Nationale und internationale Verbreitung und Erfolg
3.5 GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE 1970-2000 UND HEUTE
3.5.1 Musikstil
3.5.2 Vermarktung
3.5.3 Nationale und internationale Verbreitung und Erfolg
4. SCHLUSS UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die österreichische Popmusik aktuell eine neue Dialektwelle erlebt und wie sich diese im Vergleich zum Austropop der 70er bis 90er Jahre unterscheidet. Dabei wird erforscht, inwieweit moderne Mundartmusik ein Mittel zur Identitätskonstruktion darstellt und welchen Einfluss die Musikindustrie sowie neue digitale Verbreitungswege auf diesen Prozess haben.
3.3.1 Musikstil
Betrachtet man den Musikstil der Mundartmusik ab 1970 bis 2000 lassen sich keine eindeutigen Kategorien ausmachen. Bezogen auf die neue Volksmusik beispielsweise, erscheinen die Musiker sehr autonom und es lassen sich, bezogen auf ihren Musikstil nicht sehr viele Schnittstellen zu anderen finden. Larkey spricht ab den 70er Jahren von der Phase der Re-Ethnifizierung. Es entwickelt sich eine eigenständige Musiktradition, die Neues und Altes miteinander verbindet. (Vgl. Smudits 2002: 39) Rock- und Popelemente sind vor allem in der Anfangsphase des Austropop zu finden. Tendenziell gilt Austropop als Musik, die instrumental stark durch dominante Gitarren geprägt ist und deren Mundarttexte vor allem provozieren wollen. (Vgl. Aldrian/Mileder 2007: 70) Austropop ist traditionell zudem maßgebend vom Singer/Songwriter-Genre dominiert (vgl. Harauer 2001: 18). STS wäre hierfür ein Beispiel des typischen Liedermacher-Austropop, der in Konzerten ausnahmslos die Akustikgitarre einbindet (vgl. Larkey 1993: 208).
Im Gegensatz dazu zeichnet sich Wolfgang Ambros durch seine Experimentierfreudigkeit aus. Larkey beschreibt die Produktionen von Wolfgang Ambros folgendermaßen:
One of the most impressive characteristics of these productions is their stylistic diversity, including blues, ballads, and elements of traditional Viennese dance tunes, such as waltzes and volkstümlich music, which are set to lyrics with highly controversial thematic content, such as ‚Tagwache’, which was highly critical of the military. (Larkey 1993: 157)
Ambros war zwar nicht der erste Künstler, der die Wiener Sprache mit internationalen Klängen vermischte, schaffte es jedoch, dass sich der Dialekt auch in der Rock- und Popszene etablierte (vgl. Larkey 1993: 157).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt das Thema der Dialektmusik in Österreich vor und führt in die Fragestellung ein, ob eine neue Dialektwelle stattfindet und wie diese sich vom Austropop unterscheidet.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis, definiert zentrale Begriffe und beleuchtet Theorien des Populären sowie die Strukturen der Musikindustrie.
3. ANALYSE ANHAND VON BEISPIELEN: Im Hauptteil werden mittels einer Chartanalyse und Experteninterviews sowohl der klassische Austropop als auch aktuelle Dialektbands detailliert analysiert und miteinander verglichen.
4. SCHLUSS UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Dialektmusik im österreichischen Kontext.
Österreich, Dialektmusik, Austropop, Mundart, Popmusik, Musikindustrie, Identität, Re-Ethnifizierung, Vermarktung, Internet, Chartanalyse, Musikstil, Musikkultur, Authentizität, Independent-Labels
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Entwicklung von Dialektmusik in der österreichischen Musiklandschaft, insbesondere im Hinblick auf das Phänomen einer vermeintlichen "neuen Dialektwelle".
Die zentralen Themen umfassen den Musikstil, die Vermarktungsstrategien von Künstlern sowie deren nationalen und internationalen Erfolg, jeweils im Vergleich zwischen dem klassischen Austropop und der aktuellen Dialektmusik.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob aktuell tatsächlich von einer neuen Dialektwelle gesprochen werden kann und wie sich die heutige Dialektmusik vom Austropop der 70er bis 90er Jahre unterscheidet.
Es wird ein Methodenmix verwendet, bestehend aus Literaturanalyse, der empirischen Auswertung von qualitativen Leitfadeninterviews mit Dialektmusikern sowie einer Vergleichsanalyse der Entwicklung von Dialektmusik über zwei Zeiträume.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Künstlern beider Zeiträume, eine chartbasierte Untersuchung zur Erfolgsentwicklung, die Analyse der Vermarktungsmodelle sowie einen systematischen Vergleich von Musikstilen und Erfolgskriterien.
Die wichtigsten Begriffe sind Dialektmusik, Austropop, Mundart, Musikindustrie, Identitätskonstruktion, Re-Ethnifizierung und digitale Vermarktung.
Die Digitalisierung, insbesondere soziale Netzwerke wie YouTube und Facebook, ermöglicht es heutigen Dialektmusikern, unabhängig von großen Plattenlabels ("Majors") ein Publikum aufzubauen, erfordert jedoch eine hohe Eigeninitiative bei Produktion und Vermarktung.
Die Autorin stellt fest, dass Dialektmusik derzeit zwar einen Aufschwung erlebt, diese Entwicklung sich jedoch primär in der Independent-Szene abspielt und ökonomisch schwerer mit den großen Erfolgen des klassischen Austropop vergleichbar ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

