Bachelorarbeit, 2019
167 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik
1.2 Terminologie
1.2.1 Ethik und Moral
1.2.2 Abgrenzung von Corporate Social Responsibility zu verwandten Begriffen
1.2.3 Abgrenzung des Begriffs Lobbyismus gegenüber verwandten Begriffen
1.2.4 Responsible Lobbying
2 Literaturanalyse und aktueller Forschungsstand
3 Corporate Social Responsibility
3.1 Akteure, Leitlinien und Regelwerke
3.2 Aktionsfelder der Corporate Social Responsibility
3.2.1 Markt
3.2.2 Gemeinwesen
3.2.3 Umwelt
3.2.4 Arbeitsplatz
3.2.5 Unternehmensführung
3.3 Theoretische Modelle der Corporate Social Responsibility
3.3.1 Friedman
3.3.2 Carroll
3.3.3 Quazi und O'Brien
3.3.4 Schwartz und Carroll
3.4 Corporate Social Responsibility im Diskurs
4 Lobbyismus
4.1 Akteure
4.1.1 Inhouse-Lobbyismus
4.1.2 Contract-Lobbyismus
4.1.3 Kombination und Koordination der Akteure
4.2 Adressaten
4.3 Lobbying-Prozess
4.3.1 Zieldefinitionsphase
4.3.2 Planungsphase
4.3.3 Umsetzungsphase
4.4 Aktuelle Trends
4.5 Lobbyismus im Diskurs
4.5.1 Ökonomische Evaluation von Lobbying
4.5.2 Lobbyismus und Demokratie
5 Responsible Lobbying
5.1 Multidimensionales Modell für Responsible Lobbying nach Bauer
5.2 Entwicklung eines Modells zur Vereinbarung von Corporate Social Responsibility und Lobbying
5.2.1 Forschungsdesign und Auswertungsmethodik
5.2.2 Diskussion ausgewählter Ergebnisse
5.2.3 Handlungsempfehlungen
6 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Modells, das verantwortungsbewusstes Unternehmensverhalten (CSR) und Lobbyismus miteinander in Zusammenhang bringt, um einen Beitrag zur Verbindung dieser Bereiche zu leisten und bestehende Forschungslücken zu schließen.
1.1 Relevanz der Thematik
Der US-amerikanische Geschäftsmann und einflussreiche politische Lobbyist Jack Abramoff löste im Jahr 2006 einen Politskandal in den Vereinigten Staaten von Amerika – dem Mutterland des Lobbyismus – aus, indem er sich als Geldgeber zur Unterstützung der Republikanischen Partei unter anderem der Verschwörung zur Bestechung von Beamten und des Betrugs für schuldig bekannte. In einem Deal mit dem Justizministerium klagte er hochrangige Mitglieder sowohl der Republikaner als auch der Demokraten an, im Gegenzug für die Befürwortung von Gesetzesänderungen beziehungsweise die Gesetzesverhinderung bereitwillig Gefälligkeiten angenommen zu haben – darunter Golf-Trips nach Schottland oder Stellen für die Lebenspartner.
Abramoff rechtfertigte sich gegenüber der New York Times wie folgt: „I did this within a philosophical framework, and a moral and legal framework. And I have been turned into a cartoon of the greatest villain in the history of lobbying.” Er selbst hielt sich also für das eigentliche Opfer der Affäre und sah sich trotz Berücksichtigung sowohl philosophischer als auch moralischer und rechtlicher Leitlinien von der Öffentlichkeit als Verbrecher abgestempelt.
Lobbyismus sorgt jedoch nicht nur in den USA für Aufsehen, es ist ein globales Phänomen. In Deutschland ist in diesem Zusammenhang neben der sogenannten „Mövenpick-Affäre“ vor allem der schnelle und unbefangene Wechsel von politischen Amtsträgern in die freie Wirtschaft zu nennen. Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, der sich während seiner Amtszeit (1998–2005) engagiert für den Bau der Gaspipeline „Nord Stream“ einsetzte und nach seiner Kanzlerschaft in den Aufsichtsrat der Nord Stream AG – einer Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Gazprom – wechselte. Seit 2017 ist der Altkanzler zudem Aufsichtsratschef des Energiekonzerns Rosneft.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Thematik anhand prominenter Skandale dar, definiert die zentralen Begriffe der Arbeit und skizziert das Ziel, ein Modell für verantwortungsbewusstes Lobbying zu entwickeln.
2 Literaturanalyse und aktueller Forschungsstand: Hier wird der Forschungsstand zu Corporate Social Responsibility und Lobbyismus strukturiert analysiert, wobei der Fokus auf dem deutschen und europäischen Raum liegt.
3 Corporate Social Responsibility: Dieses Kapitel erläutert Akteure, Leitlinien, Regelwerke und verschiedene theoretische CSR-Modelle sowie die ökonomische Messbarkeit von CSR.
4 Lobbyismus: Das Kapitel betrachtet die Akteure, Adressaten und den Prozess des Lobbyismus in Deutschland sowie aktuelle Trends und die Diskussion um die Vereinbarkeit mit der Demokratie.
5 Responsible Lobbying: Dieses Kapitel stellt das Bauer-Modell vor und entwickelt daraus fünf eigene Modelle zur Vereinbarung von CSR und Lobbying, die qualitativ mit Experten ausgewertet werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt Handlungsempfehlungen sowie Ausblicke auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Corporate Social Responsibility, Lobbyismus, Responsible Lobbying, Unternehmensverantwortung, Public Affairs, Politikberatung, Wirtschaftslobbyismus, Stakeholder-Management, Transparenz, Demokratie, Interessenvertretung, CSR-Modelle, Unternehmensführung, Compliance, Nachhaltigkeitsmanagement
Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen unternehmerischer Verantwortung (CSR) und Lobbying, um ein Modell für ein "verantwortungsbewusstes Lobbying" zu erarbeiten.
Die zentralen Themen sind Corporate Social Responsibility (CSR), Lobbyismus, Public Affairs, Ethik in der Unternehmensführung und politische Einflussnahme.
Das Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das verantwortungsbewusstes Unternehmensverhalten mit Lobbying-Tätigkeiten vereinbart, um Forschungslücken zu schließen.
Die Arbeit basiert auf einer strukturierten Literaturanalyse sowie auf qualitativen, semi-strukturierten Experteninterviews mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Ethik.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von CSR und Lobbyismus, analysiert den Lobbying-Prozess, diskutiert aktuelle Trends und entwickelt darauf aufbauend verschiedene Modelle für verantwortungsbewusstes Lobbying.
Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Lobbyismus, Responsible Lobbying, Public Affairs, Stakeholder-Management und Unternehmensethik.
Lobbyismus wird durch Skandale, wie die Hunzinger-Affäre oder den Fall Abramoff, oft mit Korruption und unethischem Verhalten in Verbindung gebracht.
Die Expertenbewertungen divergieren, wobei das Modell 2 meist positiv hervorgehoben wird, während das Modell 4 aufgrund seiner Abstraktheit eher kritisch gesehen wird.
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