Masterarbeit, 2018
60 Seiten
Die Dissertation befasst sich mit der Analyse von Friedrich Dürrenmatts Drama "Der Besuch der alten Dame" durch den Einsatz der Theorien von René Girard und Walter Burkert. Das Hauptziel ist es, das Drama im Lichte von Girards Theorien des Mimesis, des Opfers und des Sündenbockmechanismus sowie Burkerts Theorie der Jagd und Beute zu interpretieren. Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Protagonisten Alfred Ill als möglicher Sündenbock, der Frage nach Gerechtigkeit und Schuld, der Macht des Geldes in der Gerechtigkeitsfrage und der Rolle der Presse. Darüber hinaus werden die Erzählstrategien wie Absurdität, Groteske und Humor untersucht, sowie die Frage, ob das Drama eine Komödie oder eine Tragödie darstellt.
Kapitel I führt das Ziel und Forschungsvorhaben der Dissertation ein und bietet einen Überblick über die Theorien von René Girard und Walter Burkert, die als theoretische Grundlage dienen. Das Kapitel erläutert die relevanten Aspekte dieser Theorien im Hinblick auf literarische Texte.
Kapitel II befasst sich mit der Analyse von Dürrenmatts Drama "Der Besuch der alten Dame" durch den Einsatz der oben genannten Theorien. Das Kapitel beginnt mit einer Inhaltsangabe und geht dann zur Interpretation über, wobei die theoretischen Aspekte mit Motiven der Gerechtigkeit und Schuld im Drama verknüpft werden. Themen wie Recht, Gerechtigkeit, das Angebot des Geldes und seine Auswirkungen auf die allgemeine Vorstellung von Gerechtigkeit sowie die Schuld des Protagonisten Ill und seine Erlösung werden untersucht. Die Bedeutung von Eigennamen wie Ill, Claire und Güllen für die Interpretation wird ebenfalls beleuchtet.
Kapitel III stellt verschiedene Dramentheorien vor, insbesondere von Aristoteles und Bertolt Brecht bis hin zu Dürrenmatt. Es skizziert wichtige Aspekte der Konzepte und Ideen Dürrenmatts aus seinen Essays und behandelt Erzählstrategien wie Groteske, Absurdität und Humor.
Die Arbeit konzentriert sich auf die folgenden Schlüsselwörter und Themen: "Der Besuch der alten Dame", Friedrich Dürrenmatt, René Girard, Walter Burkert, Mimesis, Opfer, Sündenbockmechanismus, Recht, Gerechtigkeit, Schuld, Geld, Presse, Groteske, Absurde, Tragikomik.
Nein, Dürrenmatt zeigt, wie die moralische Gerechtigkeit durch Geld korrumpiert wird. Die Bürger von Güllen verkaufen ihre Moral für Wohlstand und tarnen den Mord an Alfred Ill als Akt der Gerechtigkeit.
Nach der Theorie von René Girard muss eine Gemeinschaft ein Opfer finden, um interne Spannungen zu lösen. Ill wird zum Sündenbock, dessen Tod der Stadt Güllen neuen wirtschaftlichen Segen bringt.
Geld ist die treibende Kraft. Claire Zachanassian nutzt ihre Milliarden, um die Bewohner der Stadt dazu zu bringen, ihre eigenen Werte zu verraten.
Das Groteske ist die Verbindung von Komischem und Grauenhaftem. Es dient dazu, die Absurdität der menschlichen Existenz und der gesellschaftlichen Zustände ungeschönt darzustellen.
Dürrenmatt selbst nannte es eine „tragische Komödie“. Das Stück beginnt mit komischen Elementen, endet aber in einer tiefen Tragik, die durch die Unausweichlichkeit des Schicksals geprägt ist.
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