Doktorarbeit / Dissertation, 2005
206 Seiten, Note: Cum Laude
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen zur internationalen Standortwahl
2.1 Ziele der Internationalisierung und Basisstrategien des internationalen Markteintritts
2.2 Ansätze zur Erklärung von Direktinvestitionen als Grundlage internationaler Standortentscheidungen
2.2.1 Monopolistische Theorie (Hymer / Kindleberger)
2.2.2 Theorie der Internalisierung (Buckley / Casson)
2.2.3 Eklektische Theorie (Dunning)
2.3 Die Standortentscheidung als organisationaler Prozess
2.3.1 Der unternehmerische Auswahlprozess zur Bestimmung des „optimalen“ Standorts
2.3.2 Standortbezogenes Informationsmanagement
2.3.2.1 Informationsbeschaffung
2.3.2.2 Standortbewertungsverfahren
2.3.3 Akteure der Standortwahl und verhaltenstheoretische Einflussfaktoren
3 Determinanten der räumlich-geographischen Standortwahl
3.1 Klassifizierung der Kriterien
3.2 Nationale Bestimmungsgründe zur Vorauswahl von Standortsuchräumen
3.2.1 Politische Rahmenbedingungen
3.2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.2.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
3.2.4 Sozio-kulturelle Rahmenbedingungen
3.3 Regionale Bestimmungsgründe zur Standortwahl
3.3.1 Geographische Lage
3.3.2 Absatz- und Beschaffungsmarkt
3.3.3 Arbeitsmarkt
3.3.4 Infrastruktur
3.3.5 Öffentliche Anreize
3.3.6 Weiche Faktoren
4 Gegenwärtiger Stand der Forschung zur räumlichen Konzentration ausländischer Unternehmen
5 Empirische Studie zu den Einflussfaktoren bei der Bildung regionaler Ansiedlungsschwerpunkte ausländischer Unternehmen in Deutschland
5.1 Räumliche Konzentrationen ausländischer Unternehmen in Deutschland
5.1.1 Datenbasis und methodische Vorgehensweise der Selektion
5.1.2 Ergebnisse der Auswertung
5.2 Methodisches Konzept zur Bestimmung maßgeblicher Einflussfaktoren auf die Standortwahl ausländischer Unternehmen in Deutschland
5.3 Aufbau des Indikatorensystems zur Kalibrierung der Schätzungen
5.4 Durchführung und Ergebnisse der Regressionsanalyse
6 Schlussbetrachtung
Ziel dieser Dissertation ist es, die Ansiedlungsentscheidungen ausländischer Firmen in Deutschland zu erklären und die räumlich-geographische Verteilung dieser Unternehmen detailliert zu analysieren. Dabei wird der komplexe Prozess der Standortwahl theoretisch fundiert und anschließend durch eine eigene empirische Studie unter Verwendung von Regressionsmodellen untersucht, um die Wirksamkeit regionaler Standortfaktoren zu ermitteln.
2.3.1 Der unternehmerische Auswahlprozess zur Bestimmung des „optimalen“ Standorts
Die Bestimmung eines neuen Standorts ist aus Unternehmenssicht eine konstitutive Entscheidung und von großer Bedeutung für den Erfolg der Auslandstätigkeit. Für die Ausweitung von Unternehmensaktivitäten auf ausländische Märkte spielt der Auswahlprozess zur Standortbestimmung somit eine zentrale Rolle. Das Unternehmen sieht sich dabei einer außerordentlich komplexen Aufgabe gegenübergestellt, denn theoretisch kommen rund 180 Länder der Erde als Zielland der geplanten Direktinvestition in Frage. Der unternehmerische Auswahlprozess zielt deshalb darauf ab, die Anzahl der potentiellen Standorte iterativ zu reduzieren, da ein genauer Vergleich aller Standortalternativen aus Zeit- und Kostengründen ausgeschlossen ist.
Stattdessen findet in der Praxis ein mehrstufiges Verfahren Anwendung, bei dem zunächst eine Vorauswahl potentieller Zielländer bzw. -regionen für die Direktinvestition getroffen wird. Im zweiten Schritt werden im Rahmen einer Makroanalyse die Anzahl der in Frage kommenden Zielländer aus der Vorauswahl weiter eingeschränkt, um dann in einem dritten Schritt den am besten geeigneten regionalen Standort innerhalb eines Länderstandorts zu bestimmen (Mikroanalyse).
Ländervorauswahl, Makro- und Mikroanalyse unterscheiden sich dabei im Wesentlichen durch die in der jeweiligen Phase angewandten Selektionskriterien sowie durch die Art der Informationsbeschaffung und –verarbeitung.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Globalisierung als Kontext für den wachsenden Standortwettbewerb dar und definiert das Ziel der Arbeit, Ansiedlungsentscheidungen zu erklären.
2 Theoretische Grundlagen zur internationalen Standortwahl: Es werden grundlegende Strategien, Direktinvestitionstheorien und der Prozess der unternehmerischen Standortwahl erläutert.
3 Determinanten der räumlich-geographischen Standortwahl: Dieses Kapitel klassifiziert sowohl nationale als auch regionale Standortfaktoren, die für die Standortwahl ausschlaggebend sind.
4 Gegenwärtiger Stand der Forschung zur räumlichen Konzentration ausländischer Unternehmen: Ein Überblick über existierende Studien zu subnationalen Clustern und deren methodische Ansätze.
5 Empirische Studie zu den Einflussfaktoren bei der Bildung regionaler Ansiedlungsschwerpunkte ausländischer Unternehmen in Deutschland: Kernstück der Arbeit, welches die räumliche Verteilung analysiert und mittels Regressionsmodellen die Wirkfaktoren bestimmt.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Standortpolitik vor dem Hintergrund der europäischen Integration.
Direktinvestitionen, Standortwahl, Internationalisierung, Standortfaktoren, Agglomeration, Ansiedlung, Regressionsanalyse, Unternehmenscluster, räumliche Konzentration, Standortwettbewerb, Standortpolitik, Standortmarketing, Deutschland, Wirtschaftsgeographie, Standortbewertungsverfahren.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Ansiedlungsentscheidungen ausländischer Unternehmen in Deutschland und den zugrunde liegenden Bestimmungsgründen für deren räumliche Verteilung.
Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsansätze für Direktinvestitionen, der Prozess der Standortentscheidung, die Klassifizierung von Standortfaktoren sowie die empirische Untersuchung räumlicher Konzentrationsmuster in Deutschland.
Das Ziel ist es, zu erklären, warum ausländische Firmen bestimmte Regionen in Deutschland für ihre Ansiedlungen wählen und welche Faktoren – wie z.B. Agglomerationen oder Infrastruktur – diesen Prozess beeinflussen.
Die Autorin verwendet eine Kombination aus theoretischer Fundierung und einer empirischen Analyse, bei der Regressionsmodelle (Hürden-Zähldatenmodelle und Tobit-Modelle) auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Theorien der Standortwahl), eine Diskussion der Determinanten und eine umfassende empirische Studie zur räumlichen Konzentration ausländischer Unternehmen in Deutschland.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Standortwahl, Direktinvestitionen, Unternehmensagglomerationen, Regressionsanalyse und Standortfaktoren charakterisiert.
Die Untersuchung nutzt zwei alternative Datensätze, um regionale Interdependenzen (Spillover-Effekte) explizit zu berücksichtigen und vergleicht diese mit einer Standardbetrachtung ohne diese Effekte.
Es wird festgestellt, dass die Ansiedlung maßgeblich durch Agglomerationen und Verstädterungseffekte bestimmt wird, wobei die Bedeutung bestimmter Infrastrukturvariablen auf Kreisebene aufgrund von Nivellierungseffekten teilweise schwer messbar ist.
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