Masterarbeit, 2019
85 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Theoretischer Hintergrund
1.1 Inklusion
1.1.1 Begriffsdefinition
1.1.2 UN-Behindertenrechtskonvention
1.1.3 Inklusive Bildung und Didaktik
1.2 Autismus-Spektrum-Störung
1.2.1 Begriffsdefinition
1.2.2 Krankheitsbild nach ICD-10
1.2.3 Frühkindlicher Autismus
1.2.4 Asperger-Autismus
1.2.5 Atypischer Autismus
2. Schülerinnen und Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung
2.1 Charakteristische Merkmale und Herausforderungen im Schulalltag
2.2 Rahmenbedingungen
2.3 Schulische Inklusion bei Autismus-Spektrum-Störung
3. Empirischer Forschungsstand
4. Forschungsfrage
5. Methodik
5.1 Problemzentriertes und leitfadengestütztes Interview
5.2 Leitfaden
5.3 Interviewtranskription
5.4 Auswertung nach Kuckartz
5.4.1 Die inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse
5.4.1.1 Initiierende Textarbeit
5.4.1.2 Kategoriensystem
5.4.1.3 Codierung
5.4.2 Gütekriterien
5.4.2.1 Interne Studiengüte
5.4.2.2 Externe Studiengüte
6. Ergebnisse
6.1 Zusammenfassung der Interviews
6.1.1 Interview 1
6.1.2 Interview 2
6.2 Das Kategoriensystem
6.3 Kategorienbezogene Auswertung
8. Fazit
Die Masterarbeit untersucht die spezifischen Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern (SuS) mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) im Kontext einer inklusiven Beschulung an Regelschulen, um Ansätze für eine gelingende Inklusion zu identifizieren. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Bedürfnisse diese Gruppe hat, da die bisherige Forschung Inklusion oft primär aus der Lehrerperspektive beleuchtet hat.
Charakteristische Merkmale und Herausforderungen im Schulalltag
Wie eingangs erwähnt handelt es sich bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung um eine sehr heterogene Personengruppe. Auf Grund dessen weisen folgende Charakteristika, die den Schulalltag von autistischen Kindern und Jugendlichen betreffen, keinen dogmatischen Status auf und müssen immer unter dem Aspekt der Individualität betrachtet werden. Außerdem erheben die folgenden Ausführungen keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll lediglich skizziert werden, welche charakteristischen Merkmale SuS mit Autismus-Spektrum-Störung aufweisen können und welche Herausforderungen und Probleme auf sie und auch auf die Lehrpersonen zu kommen können. SuS mit Autismus-Spektrum-Störung erreichen je nach Ausprägungsgrad der Behinderung Schulabschlüsse verschiedener Bildungsgänge (vgl. Küpperfahrenberg 2011, 367).
Dabei können autistischen SuS im Laufe ihrer Schullaufbahn verschiedene Probleme begegnen.
Verständigungsprobleme und Missverständnisse können wunderliche und amüsant erscheinende Formen annehmen. Die Kommunikationsschwierigkeiten können mit der Kommunikation zweier Menschen vergleichbar sein, von denen einer die gemeinsame Kommunikationssprache nur bruchstückhaft beherrscht. (Schuster 2013, 88)
Die Schwierigkeiten bestehen aber nicht nur darin, dass sie manche Wörter nicht kennen, sondern vielmehr darin, dass sie oft alles wortwörtlich verstehen. Sie haben große Probleme bildlicher Sprache wie z.B. Metaphern oder Sprichwörtern, indirekt Formuliertem oder ironischen Ausdrücken die eigentlichen Aussagen zu entnehmen (vgl. Schuster 2013, 88). „Für autistische Menschen ist die sprachliche Welt ihrer Mitmenschen voller Rätsel. Es ist offensichtlich, dass Kinder hierbei in der Schule an ihre Grenzen stoßen können“ (Schuster 2013, 88). Für Autisten hat die Wortwörtlichkeit eine besondere Bedeutung, sodass es wichtig ist, auch Aufforderungen klar zu formulieren. Implizite Aufforderungen wie „Kannst du das Fenster schließen?“ werden Autisten bejahen, aber nicht die Aktion des Fenster-Schließens durchführen, da man sie nicht explizit darum gebeten hat.
Einleitung: Diese führt in die bildungspolitische Relevanz der Inklusion ein und verdeutlicht das Forschungsdefizit hinsichtlich der Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störung.
1. Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale Definitionen von Inklusion, inklusiver Bildung und den verschiedenen Ausprägungen der Autismus-Spektrum-Störung nach ICD-10 erarbeitet.
2. Schülerinnen und Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung: Dieses Kapitel beleuchtet spezifische Charakteristika und Herausforderungen im Schulalltag sowie notwendige Rahmenbedingungen für eine gelingende inklusive Beschulung.
3. Empirischer Forschungsstand: Der Überblick zeigt, dass bisher vor allem Lehrkräfte und Eltern befragt wurden, was die Notwendigkeit dieser Arbeit unterstreicht.
4. Forschungsfrage: Hier wird die zentrale Forschungsfrage nach den Bedürfnissen von SuS mit ASS für eine gelingende Inklusion formuliert.
5. Methodik: Es wird das problemzentrierte und leitfadengestützte Interview als Erhebungsmethode sowie die Auswertung nach Kuckartz detailliert begründet und beschrieben.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse der beiden geführten Interviews werden zusammengefasst, das Kategoriensystem vorgestellt und die gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet.
8. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Wissen, Struktur und individueller Unterstützung für autistische Schülerinnen und Schüler.
Inklusion, Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Autismus, inklusive Schule, Bedürfnisse von Schülern, problemzentriertes Interview, qualitative Inhaltsanalyse, Schulbegleitung, Nachteilsausgleich, Sonderpädagogik, Schülerperspektive, Unterrichtsgestaltung, Kommunikation, soziale Interaktion, Lehrerkompetenz.
Die Arbeit untersucht die persönlichen Erfahrungen und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störung, die an Regelschulen inklusiv beschult werden.
Die zentralen Felder sind die Inklusionspädagogik, das Krankheitsbild Autismus, die spezifischen Herausforderungen im Unterricht sowie die Rolle von Hilfspersonen wie der Schulbegleitung.
Das Hauptziel ist es, ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse dieser spezifischen Schülerschaft zu gewinnen, um die inklusive Beschulung für sie funktionaler und angenehmer zu gestalten.
Es werden qualitative, problemzentrierte und leitfadengestützte Interviews mit betroffenen Schülerinnen und Schülern durchgeführt.
Die Auswertung erfolgt mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz.
Sie wird als essenzielle Unterstützung wahrgenommen, die nicht nur beim Streitschlichten hilft, sondern auch Struktur gibt und Sicherheit in chaotischen Situationen vermittelt.
Sie schätzen klare Strukturen, Rituale und Fachkompetenz der Lehrkräfte, empfinden jedoch unvorhersehbare Änderungen, Lärm und soziale Konflikte als belastend.
Genannt werden unter anderem die Einführung von festen Regeln, verlässliche Lehrerteams, mehr Möglichkeiten zur Handynutzung für Notfälle und das Schaffen von Rückzugsorten.
Die Befragten geben an, dass Aufklärung dazu beiträgt, dass Mitschüler ihre Verhaltensweisen besser verstehen und Konflikte durch Missverständnisse reduziert werden können.
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