Diplomarbeit, 2002
69 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Das Museum als fachwissenschaftliches Arbeitsfeld
2.1. Historischer Rückblick
2.2. Die gegenwärtige Aufgabe des Museums
3. Museumspädagogik
3.1. Allgemeines zur Museumspädagogik
3.1.1. Die Entwicklung der Museumspädagogik
3.1.2. Die Funktion der Museumspädagogik
3.2. Die Vermittlung
3.2.1. Die museumspädagogischen Vermittlungsformen
3.2.2. Anforderungen an einen Kunstvermittler
4. Das Fallbeispiel: Joan Miró – Später Rebell im Kunstforum - Wien
4.1. Biografie Miró
4.1.1. Prägung und Interesse in Kindheit und Jugendjahren
4.1.2. Die Begegnung mit Malerei
4.1.3. In der Großstadt Paris
4.1.4. Eine Welt der Symbole
4.1.5. Wilde Phase 6 Kriegsjahre
4.1.6. Der Traum, das Atelier
4.1.7. Abseits der Malerei
4.1.8. Stiftungen
4.2. Vermittlungsprogramm für Kinder (6 – 11Jahre), für Schulgruppen
5. Eine Nachfrage
5.1. Die These
5.2. Das Museum als Bildungseinrichtung einer Bildungsschicht
5.3. Ausgabe, Rücklauf
5.4. Ergebnisse
5.5. Schlussfolgerungen, Überlegungen
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Praxis der Museumspädagogik anhand der Ausstellung „Joan Miró – Später Rebell“ im Wiener Kunstforum. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch gezielte kunstpädagogische Angebote das Interesse an Museen bei Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten gefördert werden kann, um den Zugang zu kultureller Bildung nachhaltig zu erleichtern.
3.1.2. Die Funktion der Museumspädagogik
Die wichtigste Aufgabe der Pädagogik im Museum ist die Vermittlung zwischen der ausgestellten Kunst und dem Besucher. Dies geschieht durch die Gestaltung der Ausstellungen und der zentralen museumspädagogischen Form der Kommunikation zwischen Museum und Öffentlichkeit. Demnach liegt die Hauptaufgabe der Museumspädagogik in der Besucherbetreuung, in der Lenkung von Erziehungs- und Bildungsprozessen, die wegführt vom rein passiven Betrachten hin zur Auseinandersetzung mit der Sache, dem Objekt selbst.
Der Begriff Museumspädagogik, der das Berufsfeld und die Organisationsformen definiert, ist ein relativ neuer und moderner Begriff. Eine Definitionsfindung scheint schwierig, weil die Pädagogik im Museum nur eine relative Autonomie besitzt und somit auch die Vermittlungsfunktion im Museum eine geringer Bedeutung einnimmt gegenüber anderen musealen Funktion, wie beispielsweise dem Bewahren von Objekten.
1. Einleitung: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation sowie das Ziel dar, gute Museumspädagogik als Mittel zur Schwellenabbau für Kinder aller sozialen Schichten zu definieren.
2. Das Museum als fachwissenschaftliches Arbeitsfeld: Dieses Kapitel behandelt den historischen Ursprung des Begriffs "Museum" sowie dessen moderne Definition als Bildungseinrichtung im Dienste der Gesellschaft.
3. Museumspädagogik: Es werden die theoretischen Ansätze, die Entwicklung der Disziplin sowie die spezifischen Vermittlungsformen und Anforderungen an Kunstvermittler erörtert.
4. Das Fallbeispiel: Joan Miró – Später Rebell im Kunstforum - Wien: Detaillierte Biografie von Joan Miró sowie Vorstellung eines praktischen Vermittlungsprogramms für Kinder, das den interaktiven Umgang mit Mirós Werk ermöglicht.
5. Eine Nachfrage: Darstellung der Methodik und Auswertung einer Umfrage unter Lehrerinnen hinsichtlich ihrer Erwartungen an Führungen und die Nutzung des Museumsangebots.
6. Zusammenfassung: Ein abschließender Überblick über die Bedeutung der museumspädagogischen Arbeit für den Erfolg von Ausstellungen anhand von Besucherzahlen.
Museumspädagogik, Joan Miró, Kunstvermittlung, Kulturvermittlung, Museum, Bildung, Didaktik, Kindheit, Schulklassen, Besucherorientierung, Ausstellungsdidaktik, Kulturvermittlung, Kunstforum Wien, Bildungsarbeit, Kunstpädagogik.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Museumspädagogik im modernen Kunstbetrieb und untersucht, wie Kunst für Kinder aktiv erfahrbar gemacht werden kann.
Zentral sind die theoretische Verankerung der Museumspädagogik, die künstlerische Biografie von Joan Miró und die praktische Anwendung von Vermittlungskonzepten für Schulgruppen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gute Museumspädagogik Kinder aus unterschiedlichsten sozialen Schichten erreichen und ihr Interesse an Kunst nachhaltig wecken kann.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Aufarbeitung (Literaturanalyse) und einer empirischen Erhebung in Form von Fragebögen, die an Lehrerinnen ausgegeben wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zur Museumspädagogik und einen praktischen Block, der am Fallbeispiel von Joan Miró zeigt, wie Kinder konkret im Museum arbeiten können.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Museumspädagogik, Kunstvermittlung, Joan Miró, kulturelle Bildung und Besucherbetreuung charakterisiert.
Mirós vielfältiges Werk (Malerei, Skulptur, Collage) bietet exzellente Anknüpfungspunkte für die kindliche Fantasie und ermöglicht eine breite Palette an aktiven Vermittlungsmethoden.
Die Schwellenangst wird als Resultat der historischen Institutionalisierung der Museen für gehobene Bildungsschichten betrachtet, die durch aktive pädagogische Angebote abgebaut werden soll.
Überraschenderweise bewerten die befragten Lehrerinnen die Kosten für eine professionelle Kinderführung als gerechtfertigt, trotz der finanziellen Herausforderungen für die Schulen.
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