Diplomarbeit, 2004
92 Seiten, Note: 1,3
Einführung
Gegenstand und Aufbau der Arbeit
1. Kreditderivate
1.1. Definition und Grundlagen
1.1.1. Der Transfer von Kreditrisiken
1.1.2. Systematisierung von Kreditderivaten
1.1.3. Die Entwicklungen des Marktes für Kreditderivate
1.2. Grundformen von Kreditderivaten
1.2.1. Credit Default Swaps
1.2.2. Total Return Swaps
1.2.3. Credit Spread Options
1.3. Sonderformen von Kreditderivaten
1.3.1. Credit Linked Notes
1.3.2. Synthetische Collateralized Debt Obligations
1.3.3. Index-Derivate und exotische Varianten
2. Einsatz von Kreditderivaten im Risikomanagement von Genossenschaftsbanken
2.1. Das Risikomanagement-Konzept der Genossenschaftsbanken
2.1.1. Risikovermeidung
2.1.2. Risikoreduzierung
2.1.3. Risikokompensation
2.2. Möglichkeiten für das Kreditrisikomanagement von Genossenschaftsbanken
2.2.1. Diversifizierung
2.2.2. Spezialisierung
2.2.3. Markterweiterung
2.3. Neue Instrumente zur Portfoliosteuerung für Genossenschaftsbanken
2.3.1. Das Promise- und Provide-Konzept
2.3.2. Das Multi-Seller-Konzept
2.3.3. Das VR-Circle-Konzept
3. Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz von Kreditderivaten
3.1. Implikationen von Kreditderivaten für das Kreditgeschäft
3.1.1. Reduzierung von Konzentrationsrisiken
3.1.2. Renditemaximierung
3.1.3. Eigenmitteloptimierung
3.1.4. Flexibilisierung der Kreditvergabe
3.1.5. Zusätzliches Potential zur Kreditvergabe
3.2. Markthemmnisse für die Verbreitung von Kreditderivaten
3.2.1. Informationsasymmetrien
3.2.2. Organisatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen
3.2.3. Fehlende Standardisierung und Erfüllungsrisiken
3.2.4. Bewertung von Kreditrisiken und Pricing von Kreditderivaten
3.2.5. Fehlende Marktliquidität
3.2.6. Zusätzliche Risiken
3.3. Problematik des Einsatzes derivativer Instrumente in Genossenschaftsbanken
3.3.1. Losgrößen- und Anreizproblematik
3.3.2. Wissensdefizite
3.3.3. Nicht erkannte Konzentrationsrisiken
3.3.4. Transaktionskosten
3.3.5. Rechtsunsicherheit
3.3.6. Kulturelle Vorbehalte und Skepsis
Fazit und Ausblick
Diese Arbeit analysiert kritisch den Einsatz von Kreditderivaten als Finanzinnovation zur Steuerung von Kreditrisiken, wobei ein besonderer Fokus auf den spezifischen Anforderungen und Möglichkeiten von Genossenschaftsbanken liegt.
1.1.2. Systematisierung von Kreditderivaten
Nach einer einführenden Darstellung aller wesentlichen Alternativen des Risikotransfers für Banken folgt in den nachfolgenden Abschnitten eine strukturierte Darstellung aller Kreditderivate, die in der Bankenpraxis an Bedeutung gewonnen haben.
Vor der Verbreitung von Kreditderivaten auf den Finanzmärkten ließen sich Kreditderivate nicht oder nur schwer schematisieren und einer einheitlichen Systematik zuordnen. Seither hat sich zwar mehr Klarheit über die verschiedenen Kreditderivate-Produkte herausgebildet, jedoch findet sich in der Literatur bis heute noch keine grundlegende und alle verschiedenen möglichen Gliederungsaspekte berücksichtigende Systematisierung. Außerdem ist das junge Finanzmarktsegment der Kreditderivate gekennzeichnet durch eine hohe Gestaltungsvielfalt und Innovationskraft. Die Begriffsabgrenzung und die Systematisierung der verschiedenen Produktkategorien ist daher ein Prozess, der den Entwicklungen am Markt kontinuierlich anzupassen ist.
Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Formen von Kreditderivaten nach folgenden Kriterien systematisieren:
• nach der Art des transferierten Risikos
• nach der Art des Terminkontraktes
• nach der Qualität der dem Kreditderivat zugrunde liegenden Underlying
• nach der Art des Forderungsschuldners des Underlyings.
Die Systematisierung nach der Art des transferierten Kreditrisikos stellt die am häufigsten verwandte Gliederungsform dar, weshalb die nachfolgenden Aspekte auch nur nach diesem Kriterium aufgebaut sind. Wegen deren Irrelevanz für die weitere Betrachtung von Kreditderivaten können die übrigen Kategorien vernachlässigt werden.
1. Kreditderivate: Dieses Kapitel definiert Kreditderivate und Kreditrisiken, erläutert die verschiedenen Transfermöglichkeiten sowie die Systematisierung und historische Entwicklung dieser Instrumente.
2. Einsatz von Kreditderivaten im Risikomanagement von Genossenschaftsbanken: Es wird das Risikomanagement-Konzept VR-Control vorgestellt und analysiert, wie Kreditderivate zur Diversifizierung, Spezialisierung und Markterweiterung bei Genossenschaftsbanken beitragen können.
3. Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz von Kreditderivaten: Hier werden die Chancen für das Kreditgeschäft sowie die vielfältigen Markthemmnisse wie Informationsasymmetrien, rechtliche Unsicherheiten und hohe Transaktionskosten diskutiert.
Kreditderivate, Risikomanagement, Genossenschaftsbanken, Kreditrisiko, Verbriefung, Asset Backed Securities, Credit Default Swap, Portfoliosteuerung, Basel II, Informationsasymmetrien, Marktliquidität, Risikokompensation, Kreditvergabe, Finanzinnovationen, Risikotransfer.
Die Arbeit analysiert kritisch den Einsatz von Kreditderivaten als Finanzinstrumente zur Steuerung von Kreditrisiken, speziell unter den Rahmenbedingungen von Genossenschaftsbanken.
Sie umfasst die Definition und Systematisierung von Kreditderivaten, deren Rolle im Risikomanagement sowie die Analyse von Markthemmnissen bei der Einführung solcher Instrumente.
Ziel ist es, die Strukturen und Anwendungsmöglichkeiten von Kreditderivaten in der Bankpraxis zu durchleuchten und den Nutzen sowie die Risiken für den Genossenschaftssektor kritisch zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und reflektiert die aktuellen Entwicklungen im Risikomanagement unter Einbeziehung von Modellen wie VR-Control.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen von Kreditderivaten, deren spezifischen Einsatz im genossenschaftlichen Risikomanagement und eine kritische Diskussion ihrer Möglichkeiten und Grenzen.
Wesentliche Begriffe sind Kreditderivate, Risikomanagement, Forderungsverbriefung, Informationsasymmetrien und Genossenschaftsbanken.
Die Arbeit nennt insbesondere hohe Transaktionskosten, Wissensdefizite, kulturelle Vorbehalte sowie Informationsasymmetrien bei der Bewertung von Krediten kleinerer Unternehmen als wesentliche Hindernisse.
Es handelt sich um ein Verbriefungs-Programm der DZ-Bank, das Genossenschaftsbanken ermöglicht, Risiken aus gewerblichen Krediten ohne den direkten Umweg über den Kapitalmarkt zu diversifizieren.
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