Magisterarbeit, 2005
174 Seiten, Note: 1,3
I Einleitung
1.1 Hinleitung zum Thema
1.2 Forschungsstand und Literatur
1.3 Zielsetzung und Fragestellungen
1.4 Methodik und Aufbau der Arbeit
II Modelle zur Entwicklung der städtischen Siedlungsstruktur in den Niederlanden, unter Einbeziehung deutscher Theorien
2.1 Kompakte Stadt
2.2 Zwischenstadt und Tussenland
2.3 Regionale Netzwerkstadt
III Raumordnung in den Niederlanden seit den 60er Jahren
3.1 Dezentrale Konzentration: Wachstumskerne im Zweiten und Dritten Raumordnungsprogramm
3.2 Internationale Ausrichtung und Bündelung im Vierten Raumordnungsprogramm
3.3 Vinex-Gebiete im Vierten Raumordnungsprogramm Extra
3.3.1 Aktualisierung des Vierten Raumordnungsprogramms und neue Inhalte
3.3.2 Leitidee und Zielsetzung der Vinex-Gebiete
IV Die Region Amsterdam als Untersuchungsregion
4.1 Lage und historische Entwicklung der Stadt Amsterdam
4.2 Phasen der (Sub-)Urbanisierung in Amsterdam und der Region
4.2.1 Wachstumskerne in den 70er Jahren
4.2.2 Politik der Kompakten Stadt in den 80er Jahren
4.3 Regionalisierung und neue städtische Strukturen in den 90er Jahren
4.3.1 Einfluss der Bevölkerungsstrukturentwicklung auf die Wohnraumsituation
4.3.1.1 Entwicklung und Zusammensetzung der Bevölkerungsstruktur
4.3.1.2 Problematik der Wohnraumsituation
4.3.1.3 Regionalisierung des Wohnungsmarktes am Beispiel Haarlemmermeer
4.3.2 Einfluss der Wirtschaftsstruktur auf die Arbeitsplatzstandorte
4.3.2.1 Moderne Wirtschaftsstruktur im Raum Amsterdam
4.3.2.2 Regionalisierung des Arbeitsmarktes am Beispiel Haarlemmermeer
4.3.3 Regionale Verkehrsinfrastruktur
4.3.4 Schiphol: Städtische Entwicklung am Flughafen
4.3.5 Zuidas: Siedlungsachse und Verkehrsknotenpunkt
V Analyse von zwei Vinex-Gebieten in der Region Amsterdam
5.1 IJburg bei Amsterdam: Inseln im IJmeer
5.1.1 Lage, Entstehung und Bedeutung des Gebietes
5.1.2 Aktuelle Bevölkerungszusammensetzung
5.1.3 Stadtentwicklung in IJburg
5.1.3.1 Pläne, Leitideen und Konzepte
5.1.3.2 Wohnungsbau auf den Teilinseln
5.1.3.3 Versorgungseinrichtungen
5.1.3.4 Verkehrsinfrastruktur
5.2 Floriande bei Hoofddorp: Wohnraum im Haarlemmermeerpolder
5.2.1 Lage und räumlicher Entwurf des Gebietes
5.2.2 Aktuelle Bevölkerungszusammensetzung
5.2.3 Stadtentwicklung in Floriande
5.2.3.1 Wohnungsbau auf den Teilinseln
5.2.3.2 Versorgungseinrichtungen
5.2.3.3 Verkehrsinfrastruktur
VI Vergleich, Diskussion und kritische Beurteilung von IJburg und Floriande
6.1 Bevölkerungszusammensetzung und Haushalte
6.2 Wohnungsangebot und Wohnmilieu
6.3 Arbeitsplatzangebot
6.4 Versorgungseinrichtungen
6.5 Verkehrsinfrastruktur
6.6 Städtebauliche Identität durch räumliche Qualitätsaspekte und Urbanität?
VII Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Siedlungsentwicklung im Stadt-Umland-Kontext der Region Amsterdam. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen raumordnungspolitischer Strategien — insbesondere des Vinex-Programms — auf die Siedlungsstruktur zu analysieren und dabei die Passung zu aktuellen Modellen der Stadt- und Regionalentwicklung wie der "Kompakten Stadt" und der "Netzwerkstadt" kritisch zu hinterfragen.
1.1 Hinleitung zum Thema
„The city is becoming an unstable system through the process of globalization (…). What used to be an infrastructure plus buildings in a network of roads in a landscape is becoming an urban cloud – not just because of the sprawls around cities, but also in the sense that wherever you use your cell phone, you’re in a city.”
Die räumliche Ausdehnung der Stadt und die Auslagerung von städtischen Funktionen bestimmt die neuere Entwicklung der Siedlungsstruktur. Siedlungsfragmente fügen sich zu neuen Kernen zusammen und überwinden die früher deutlichen Unterschiede zwischen Stadt und Land. Es erfolgt eine Transformation von ländlich geprägten Gebieten, die sich in Form einer zunehmenden Verstädterung bemerkbar macht. Der Terminus ‚transurban’ suggeriert eine Bewegung, die, mit Blick auf die Vorsilbe ‚trans’, über etwas hinaus oder hinüber geht. Das über etwas hinaus schreitende Subjekt ist urban, also städtisch bzw. im eigentlichen Sinne zur Stadt gehörend. Der Begriff bedeutet demnach, dass das Städtische die städtischen Grenzen überschreitet und dadurch eine Verwandlung des Umlandes hervorruft.
„Transurbanism is (…) urbanism plus transformation. Transformation is the multiplication of information. Transurbanism is a theory of cities as they are now, towards a design process in which the highly informed character of every built environment is used as a design resource by that environment itself.“
Der Begriff stadsgewest bezeichnet eine Region, die durch eine Anzahl zusammenarbeitender Gemeinden geformt wird. Es handelt sich um einen Komplex von nah beieinander liegenden Agglomerationen. Demzufolge kann das transurbane stadsgewest als eine Region verstanden werden, in der die Urbanität über die städtischen Grenzen hinaus fortschreitet und außerhalb des städtischen Kerns neue, d. h. den städtischen Lebensstilen entsprechende Siedlungselemente formt bzw. alte ländliche Siedlungselemente transformiert. Das transurbane stadsgewest ist eine Stadtregion, die durch die Umformung von ländlichen in urbane Siedlungselemente geprägt ist.
I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der räumlichen Ausdehnung von Städten ein und definiert den theoretischen Kontext für die Untersuchung der Siedlungsstruktur im Amsterdamer Umland.
II Modelle zur Entwicklung der städtischen Siedlungsstruktur in den Niederlanden, unter Einbeziehung deutscher Theorien: Dieses Kapitel erläutert zentrale planerische Leitbilder wie die Kompakte Stadt und die Netzwerkstadt, die den niederländischen Raumplanungsdiskurs prägen.
III Raumordnung in den Niederlanden seit den 60er Jahren: Hier werden die historischen Phasen der niederländischen Raumplanung, von der Wachstumskernpolitik bis hin zur spezifischen Strategie der Vinex-Gebiete, nachgezeichnet.
IV Die Region Amsterdam als Untersuchungsregion: Das Kapitel analysiert die historische Entwicklung Amsterdams sowie die spezifischen Einflussfaktoren der Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Verkehrsstruktur, die als Rahmenbedingungen für die Fallstudien dienen.
V Analyse von zwei Vinex-Gebieten in der Region Amsterdam: Dieser Teil widmet sich der detaillierten Betrachtung und dem Status-quo der Fallbeispiele IJburg und Floriande anhand ihrer städtebaulichen Konzepte und Realisierungsdaten.
VI Vergleich, Diskussion und kritische Beurteilung von IJburg und Floriande: Die beiden Fallbeispiele werden hier vergleichend gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Effektivität bei der Erfüllung nationaler Raumordnungsziele kritisch bewertet.
VII Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung interpretiert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an eine nachhaltige Siedlungsentwicklung in der Amsterdamer Region.
Vinex-Gebiete, Siedlungsstruktur, Amsterdam, IJburg, Floriande, Raumordnung, Kompakte Stadt, Netzwerkstadt, Suburbanisierung, Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt, Regionalisierung, Funktionsmischung, Infrastruktur, Verkehrsplanung
Die Arbeit analysiert die moderne Siedlungsentwicklung in den Niederlanden, insbesondere im Raum Amsterdam, und untersucht, wie raumordnungspolitische Vorgaben des Vinex-Programms auf lokaler Ebene umgesetzt werden.
Die Arbeit behandelt die Themen Stadtplanung, Wohnungsbaupolitik, demographischer Wandel, regionale Wirtschaftsstrukturen sowie die Einflüsse von Verkehrsinfrastruktur auf die städtische Siedlungsform.
Ziel ist es aufzuzeigen, ob und wie aktuelle Vinex-Gebiete den Anforderungen einer nachhaltigen, funktional gemischten Siedlungsentwicklung gerecht werden und wie sie sich in die übergeordneten Stadtmodelle der Region einfügen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, der Untersuchung aktueller raumordnungspolitischer Dokumente (Nota's) sowie eine Fallstudienanalyse der Gebiete IJburg und Floriande, ergänzt durch Daten des niederländischen Raumforschungsinstituts.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Konzepte wie Kompakte Stadt und Netzwerkstadt), eine umfassende Analyse der Amsterdamer Untersuchungsregion (Demographie, Wirtschaft, Verkehr) und eine detaillierte Fallstudienanalyse der beiden Vinex-Gebiete.
Zu den zentralen Begriffen zählen Vinex-Gebiete, Siedlungsstruktur, Regionale Netzwerkstadt, Sub- und Urbanisierung, Funktionsmischung und der Stadt-Umland-Kontext von Amsterdam.
Während IJburg als prestigeträchtiges Projekt mit einer höheren Dichte und städtischeren Ambitionen auf künstlichen Inseln realisiert wird, ist Floriande stärker durch eine typische suburbane Struktur mit einem hohen Anteil an Einfamilienhäusern und einer engeren Anbindung an das Zentrum von Hoofddorp geprägt.
Die Anbindung an den ÖPNV (wie die Zuidtangent oder die IJtram) ist entscheidend, um die angestrebte Verminderung der Automobilität zu erreichen, wobei die Arbeit kritisch beleuchtet, inwieweit diese Ziele in der Realität durch das tatsächliche Mobilitätsverhalten der Bewohner gestützt werden.
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