Bachelorarbeit, 2017
32 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Quellengrundlage
3. Die Pharisäer
3.1. Geschichte des Pharisäismus
3.2. Glaubensvorstellung
3.3. Gesetze
3.4. Schriftauslegung
4. Auseinandersetzungen mit Jesus
4.1. Jesus hält Mahl mit Zöllnern und Sündern (Mk 2,13-17)
4.2. Die Heilung eines behinderten Mannes am Sabbat (Mk 3,1-6)
4.3. Zur Frage nach der Reinheit (Mk 7,1-23)
5. Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe der wiederkehrenden Konflikte zwischen Jesus und den Pharisäern, wie sie im Markusevangelium in ausgewählten Streitgesprächen dargestellt werden. Ziel ist es, durch eine Analyse der historischen Rahmenbedingungen, der pharisäischen Gesetzesauffassung und der spezifischen Perikopen herauszuarbeiten, warum es trotz inhaltlicher Nähe in Zielen und Lehre zu unüberbrückbaren Spannungen zwischen beiden Parteien kam.
4.1. Jesus hält Mahl mit Zöllnern und Sündern (Mk 2,13-17)
(13) Und er ging wieder hinaus, den See entlang, und alles Volk kam zu ihm, und er lehrte sie. (14) Und im Vorübergehen sah er Levi, den Sohn des Alfäus, am Zoll sitzen. Und er sagt zu ihm: Folge mir! Und der stand auf und folgte ihm. (15) Und es geschieht, dass er in dessen Haus bei Tisch sitzt. Und viele Zöllner und Sünder sassen mit Jesus und seinen Jüngern bei Tisch. Es waren nämlich viele, und sie folgten ihm. (16) Und als die Schriftgelehrten unter den Pharisäern sahen, dass er mit den Sündern und Zöllnern ass, sagten sie zu seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern isst er! (17) Und als Jesus das hört, sagt er zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
Um diese Bibelstelle analysieren zu können, bedarf es zunächst eines näheren Blickes auf den Aufbau und Kontext. Die vorliegende Bibelstelle enthält fünf Verse (13-17). Zu Beginn wird die Zeitform Präteritum verwendet, die in Vers 14, 15 und 17 teilweise in das Präsens wechselt. Bei näherer Betrachtung der Form des Textes fällt auf, dass sich der Text in drei Teile gliedern lässt. In jedem Teil findet ein Ortswechsel statt. Zu Beginn wird die Lehre Jesu am Meer beschrieben (13). Darauf folgt die Berufung Levis (14). Am Schluss steht das Mahl mit den Zöllnern und Sündern (15-17), welches den Konflikt mit den Pharisäern auslöst.
1. Einleitung: Einführung in die Präsenz der Pharisäer im Neuen Testament und Formulierung der Forschungsfrage nach den Ursachen der Konflikte mit Jesus.
2. Quellengrundlage: Erörterung der Quellenlage, insbesondere der Werke von Josephus Flavius und des Neuen Testaments sowie der rabbinischen Schriften.
3. Die Pharisäer: Umfassende Vorstellung der Gruppe hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte, Glaubensvorstellungen, gesetzlichen Normen und Schriftauslegung.
4. Auseinandersetzungen mit Jesus: Detaillierte Analyse der drei spezifischen Perikopen aus dem Markusevangelium, um die Motive der Auseinandersetzungen offenzulegen.
5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die hervorhebt, dass trotz gleicher Ziele die unterschiedliche Hermeneutik und Prioritätensetzung zum Bruch führten.
Pharisäer, Jesus, Markusevangelium, Streitgespräche, Tora, Reinheitsgesetze, Sabbat, Judentum, Josephus Flavius, Schriftauslegung, Zöllner, Sünder, Tradition, Konfliktbeziehung, Korban
Die Arbeit analysiert die religiösen und historischen Konfliktlinien zwischen Jesus und der Gruppierung der Pharisäer anhand ausgewählter Streitgespräche im Markusevangelium.
Im Mittelpunkt stehen das pharisäische Gesetzverständnis, die Reinheitsvorschriften, das Verständnis des Sabbats sowie der Umgang mit sozialen Randgruppen wie Zöllnern und Sündern.
Die Untersuchung zielt darauf ab, die Gründe für die ständigen Konflikte zwischen Jesus und den Pharisäern zu identifizieren, obwohl beide Parteien Gemeinsamkeiten in ihren Zielen und Werten aufwiesen.
Es handelt sich um eine historisch-kritische sowie textanalytische Untersuchung, bei der Kontextanalysen, Traditionsgeschichte und Interpretationen der ausgewählten Bibelstellen im Vordergrund stehen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Pharisäer als religiöse Strömung und eine tiefgehende Exegese der drei ausgewählten Perikopen Mk 2,13-17, Mk 3,1-6 und Mk 7,1-23.
Wesentliche Begriffe sind Pharisäer, Jesus, Tora, Reinheitsgesetze, Sabbat, Überlieferung der Alten und die Auseinandersetzung um die Auslegung von Gottes Wort.
Während die Pharisäer eine strenge wörtliche Auslegung vertreten, die Arbeit am Sabbat grundsätzlich verbietet, priorisiert Jesus die "Heilung" und das Retten von Leben, da dies für ihn dem Gebot der Nächstenliebe entspricht.
Jesus kritisiert das Korban-Gelübde als ein Beispiel dafür, wie eine menschliche Tradition (Überlieferung der Alten) dazu missbraucht wird, das direkte göttliche Gebot der Ehrung von Vater und Mutter zu umgehen.
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