Examensarbeit, 2019
88 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Historie der Beschulung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler
3. Rahmenbedingungen: Rechtliches, Organisatorisches und Administratives zur Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher
3.1 ZDF – Zahlen, Daten und Fakten zu schulpflichtigen Flüchtlingen in Deutschland
3.2 Rechtliche Richtlinien
3.2.1 UN-Konventionen und Genfer Konvention (GFK)
3.2.2 Bildung ist Ländersache
3.3 Organisatorische und administrative Rahmenbedingungen
3.3.1 Verordnungen zur Beschulung von neu immigrierten SuS
3.3.2 Zuweisung und Aufnahme einer Schule
3.3.3 Zuweisung einer Alters- und Klassenstufe
4. Besonderheiten und Spannungsfelder im Unterricht mit neu immigrierten SuS
4.1 Methodisch-didaktische Ebene: Binnendifferenzierung und sprachliche Kompetenzen
4.2 Organisatorische Ebene: Fluktuation, Leistungsbeurteilung und Übergangsgestaltung
4.3 Psychologische Ebene: Sozialisierung und Traumata
5. Modelle der Beschulung mit Fokus auf dem Übergang in die Regelklasse
5.1 Unterscheidung der Termini Förderklasse, Förderkurs, Förderunterricht
5.2 Einführung der Modelle
5.2.1 Modell 1: Temporär separate Beschulung in ausschließlich eigener Klasse mit anschließendem Übergang in die Regelklasse
5.2.1.1 Die Termini Auffangklasse und Vorbereitungsklasse
5.2.1.2 Modell 1.1: Mit reiner Sprachförderung
5.2.1.3 Modell 1.2: Mit integriertem Fachunterricht
5.2.2 Modell 2: Teil-Integration: Konglomerat aus temporär separater Beschulung in Deutsch-Förderklasse und partiellem Fachunterricht in Regelklasse mit anschließendem vollständigen Übergang in Regelklasse
5.2.2.1 Modell 2.1: Mit sukzessiver Teilintegration in Regelklasse
5.2.2.2 Modell 2.2: Mit unmittelbarer, kumulativer Teilintegration in Regelklasse
5.2.2.3 Modell 2.3: Mit konstanter Stundenzahl in Regelklasse und festgelegtem Übergangszeitpunkt
5.2.3 Modell 3: Voll-Integration: Unmittelbarer Fachunterricht in Regelklasse mit spezifischer Deutschförderung
5.2.3.1 Modell 3.1: Mit additiver Deutschförderung
5.2.3.2 Modell 3.2: Mit integrierter Deutschförderung
5.2.3.3 Modell 3.3: Kombinierte Variante: Additive und integrierte Deutschförderung
5.2.4 Modell 4: Der submersive Ansatz: Unmittelbarer Regelunterricht ohne spezifische Deutschförderung
5.3 Die Übergangsprozedur als Schlüsselfaktor
5.3.1 Gelingensbedingungen für den Übergang
5.3.2 Instrument der Überprüfung: Komplexität und Problematik von adäquaten Sprachstandserhebungen für neu zugewanderte SuS
6. Transfer der Modelle auf die Schulstufen
6.1 Modelle der Beschulung für die Primarstufe
6.2 Modelle der Beschulung für die Sekundarstufe I
6.3 Modelle der Beschulung für die Sekundarstufe II
6.4 Besonderheit: Modell der Beschulung für berufsbildende Schulen: Das Parallelmodell mit Schulabschluss
7. „Potenzial-Vergleich“ der Modelle: Stärken, Schwächen und Gelingenskriterien
8. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die vielfältigen Beschulungsmodelle für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche in Deutschland zu systematisieren und deren Eignung sowie Gelingensbedingungen mit einem besonderen Fokus auf den Übergang in die Regelklasse zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Modelle existieren, wie diese praktisch umgesetzt werden und welche Faktoren den Übergang in das Regelschulsystem beeinflussen.
Besonderheiten und Spannungsfelder im Unterricht mit neu immigrierten SuS
Aktuelle Studien verdeutlichen, dass sich die Mehrzahl der Lehrkräfte nicht auf den Unterricht mit Neuzuwanderern ausreichend präpariert fühlt. So halten beispielsweise auch Niederhaus und Schmidt im Rahmen der Qualifizierungsreihe für Lehrkräfte neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler des Instituts für Deutsch als Zweitsprache und Fremdsprache der Universität Duisburg und anhand der Reflexionen (in Fragebögen) der teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer fest, „[…] dass sich viele der Lehrerinnen und Lehrer, die neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler unterrichten, nicht immer für diese Aufgabe qualifiziert fühlen […] und sich daher entsprechende Qualifizierungsangebote wünschen“.
Doch was beinhaltet die Arbeit mit geflüchteten Kindern und wo liegen die Eigenarten kontrastierend zum Unterricht mit einer weitestgehend autochthonen Schülerschaft? Welche Kompetenzen sind als Lehrkraft obligat, um neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen auch tatsächlich am Unterrichtsgeschehen teilhaben lassen zu können? Dies ist insofern wichtig, als dass im Hinblick auf die im darauf anschließenden Kapitel noch vorzustellenden Modelle kontinuierlich ein Lehrkörper benötigt wird, der die Besonderheiten, aber auch Potentiale dieser Schülerschaft kennt, berücksichtigt und idealerweise in Einklang mit dem Unterricht in das jeweilige Beschulungsmodell manövriert.
Neben der in der Regel als nicht genügend empfundenen eigenen Fähigkeit für das Unterrichten neu zugewanderter SuS ist zudem unausweichlich, sich vor Augen zu führen, dass eine Lehrkraft im Unterrichten mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen in der Regel auf eine extrem heterogene Gruppe treffen kann. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn in einer separaten, ausschließlich von neu immigrierten SuS besuchten Klasse unterrichtet wird. Was bedeutet in diesem Zusammenhang Heterogenität? Die Heterogenität zeigt sich einerseits in den differenten Nationalitäten der Kinder, deren mitgebrachten Sprachen (Muttersprache & Fremdsprachen) sowie andererseits auch anhand der Altersstruktur, Aufenthaltsdauer, aber auch rechtlichen Status‘ in Deutschland.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Herausforderung, neu zugewanderte Schüler in das selektive deutsche Schulsystem zu integrieren, und definiert das Ziel der Arbeit, Beschulungsmodelle und Übergangsprozeduren zu untersuchen.
2. Historie der Beschulung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler: Dieses Kapitel gibt einen geschichtlichen Überblick über die Beschulung von Zuwanderern seit der Zeit der Gastarbeiter bis heute, wobei insbesondere die Entwicklung von „Ausländerklassen“ zur „Interkulturellen Pädagogik“ kritisch betrachtet wird.
3. Rahmenbedingungen: Rechtliches, Organisatorisches und Administratives zur Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen des Rechts auf Bildung sowie die föderalen Unterschiede bei der schulischen Zuweisung und Aufnahme.
4. Besonderheiten und Spannungsfelder im Unterricht mit neu immigrierten SuS: Hier werden die didaktischen, organisatorischen und psychologischen Anforderungen an Lehrkräfte thematisiert, insbesondere die Herausforderungen durch Heterogenität, Sprachförderung und die psychische Belastung durch Fluchterfahrung.
5. Modelle der Beschulung mit Fokus auf dem Übergang in die Regelklasse: Dies ist der Hauptteil, der die verschiedenen Beschulungsmodelle (separat, teilintegriert, vollintegriert, submersiv) definiert und deren Bedeutung für den Übergang in die Regelklasse darlegt.
6. Transfer der Modelle auf die Schulstufen: Die vorgestellten Modelle werden hier auf die spezifischen Anforderungen der Primarstufe, der Sekundarstufe I und II sowie berufsbildender Schulen übertragen.
7. „Potenzial-Vergleich“ der Modelle: Stärken, Schwächen und Gelingenskriterien: Eine Analyse der Stärken und Schwächen der verschiedenen Modelle, wobei betont wird, dass kein Modell pauschal überlegen ist, sondern die Gelingensbedingungen entscheidend sind.
8. Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die Ergebnisse und spricht Handlungsempfehlungen aus, insbesondere für ein aufeinander aufbauendes Konglomerat aus verschiedenen Beschulungsmodellen.
Beschulung, neu zugewanderte Schüler, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Integration, Inklusion, Regelklasse, Vorbereitungsklasse, Sprachförderung, Schulpflicht, Übergangsprozedur, heterogene Schülerschaft, Bildungspolitik, Sekundarstufe, Sprachstandserhebung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher in das deutsche Schulsystem und analysiert die verschiedenen organisatorischen Modelle der Beschulung mit Fokus auf dem Übergang in die Regelklasse.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die historischen Entwicklungen, methodisch-didaktische Herausforderungen im Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht, die Rolle der Lehrkräfte sowie die systematische Analyse von Beschulungsmodellen.
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie die heterogene Gruppe neu zugewanderter Schüler in Deutschland beschult wird, welche Modelle sich in der Praxis bewährt haben und welche Bedingungen für einen erfolgreichen Übergang in die Regelklasse erforderlich sind.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und wissenschaftlicher Berichte zur Beschulungspraxis sowie der Auswertung von Erlassen und Curricula der Bundesländer.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rahmenbedingungen, der Besonderheiten im Unterricht (wie Binnendifferenzierung und psychologische Aspekte) sowie eine detaillierte Vorstellung und kritische Einordnung der vier Hauptmodelle der Beschulung.
Schlüsselwörter sind u.a. Beschulungsmodelle, DaZ (Deutsch als Zweitsprache), Inklusion, Sprachförderung, Vorbereitungsklassen und Übergangsgestaltung.
Im submersiven Modell erfolgt kein spezifischer Sprachförderunterricht; die Schüler nehmen unmittelbar am regulären Unterricht teil, was oft zu Überforderung und Exklusion führen kann.
Standardisierte Tests sind oft nicht auf diese Schülerschaft ausgelegt und berücksichtigen zu wenig individuelle Faktoren wie das Kontaktalter zur deutschen Sprache, die Vorbildung in der Muttersprache oder die psychische Verfassung nach der Flucht.
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